Neuwahlen in NRW und Dauerthema Studiengebühren

Anlässlich der Neuwahlen des NRW-Landtags am 13. Mai interessiert uns natürlich, was SPD, CDU, Die Grünen, Die Linke, Die Piraten und FDP zu den glücklicherweise nach der letzten Landtagswahl 2010 abgeschafften Studiengebühren zu sagen haben. Die SPD bleibt auf Kurs: "Mit uns bleibt das Studium gebührenfrei." Die Grünen teilen diese Position: "Wir haben die unsozialen Studiengebühren abgeschafft und vollständig durch Landesmittel kompensiert. Dadurch haben wir für mehr Chancengleichheit und soziale Gerechtigkeit an den Hochschulen gesorgt." Die Linke geht einen Schritt weiter: "Das Recht auf gebührenfreie Bildung muss in der Landesverfassung und im Grundgesetz verankert und endlich für alle Menschen verwirklicht werden." Die CDU hält "die Abschaffung der Studienbeiträge [] ohne Gegenfinanzierung" für einen "schwerwiegenden Fehler". Allerdings "wäre es eine Zumutung für alle Betroffenen, die Beitragsbefreiungen nach nur wenigen Monaten wieder rückgängig zu machen. Das werden wir vermeiden." Die FDP spricht sich für Studiengebühren aus, da "auch Hochschulabsolventen einen verantwortungsvollen finanziellen Beitrag leisten" müssten. Aber: "Diese Studienbeiträge sollen künftig nachgelagert mit Eintritt ins Berufsleben fällig werden." Die NRW-Piraten sehen "in Studiengebühren [] kein geeignetes Mittel, um die Finanzlage der Hochschulen nachhaltig zu verbessern und lehnen ihre Wiedereinführung ab".

DER ASTA-VORSITZ


Termine

Der AStA-Shop informiert:

Die neuen Öffnungszeiten des AStA-Shops
Frisch gestrichen, mit neuem Flair und auch schon mit einigen neuen Waren (günstiger Schreib- und Modellbedarf) bestückt:
Mo.: 13.00 bis 14.30 Uhr,
Mi.: 12.15 bis 13.45 Uhr,
Do.: 13.15 bis 14.45 Uhr.
Raum N 1.27 FB Architektur, FH-Georg-Glock-Str.

Das AStA-Referat für Interkulturelles präsentiert:

Mittwoch, 9. Mai, 15 Uhr, ZAKK, Fichtenstr. 40
Positiv! – Versorgt und anerkannt?
Eine Infoveranstaltung zum Thema HIV-Infektion und deren gesundheitliche, soziale und rechtliche Relevanz für Menschen aus Afrika – Betreuung und Prävention in Deutschland und in Benin sowie die Asylverfahrenserheblichkeit von HIV in der BRD.
Mit Referent_innen der AIDS-Hilfe Düsseldorf, von Amnesty International Düsseldorf und Association des Jeunes pour la Lutte contre le Sida (AJLS Benim)
Infos und Voranmeldung bei der AIDS-Hilfe Düsseldorf: hannah.ross [at] duesseldorf.aidshilfe.de, 0211-7709523.

Das AStA-Genderreferat präsentiert:

Samstag, 12. Mai, 21 Uhr, Café Freiraum, FH-Gebäude Josef-Gockeln-Str.
Party: "(Un)doing Gender, becoming queer?"
Im Alltag sind wir ständig damit konfrontiert, dass wir als "Frauen" und "Männer" fremddefiniert werden und an den ihnen als angeblich natürlich zugeschriebenen Eigenschaften gemessen werden. In sozialer Interaktion sind wir aber auch selbst an der (Re)Produktion von Geschlechternormen beteiligt. Wir wollen mit der BecomingQueer-Party den Versuch unternehmen, einen Freiraum zu etablieren, in dem die Kategorien des dichotomen Geschlechtersystems nicht einfach hingenommen werden. Die Party soll auch einen Rahmen bieten, sich zu vernetzen, auszutauschen und zu informieren.

"Arbeitskreis Kritische Theorie" und AStA-Referat für politische Bildung präsentieren:

Dienstag, 22. Mai, 19.30 Uhr, ZAKK, Fichtenstr. 40
In der Reihe "Das ausgeschlagene Erbe":
Ökonomiekritik und Utopie (bei Theodor W. Adorno)
Dass Adorno ein radikaler Kritiker der Produktionsverhältnisse war, kommt in den allermeisten Referenzen nur als Randnotiz pflichtschuldig zur Sprache. Der Verdacht liegt nahe, dass sich die Adorno-Forschung zwar mit allem möglichen befasst, aber ausgerechnet das Zentrum der Kritischen Theorie Adornos verlegen ignoriert. Auf der Grundlage seines Buches "Adornos Kritik der politischen Ökonomie" wird der Referent Dirk Braunstein sowohl die bis heute verbreitete Einschätzung, dass der Rekurs auf Marx und dessen Kritik der politischen Ökonomie in Adornos Werk ein Relikt aus bald überwundenen Stadien seiner Theorieentwicklung darstelle, als auch die gängige Vermutung, dass Adorno sich mit der Marxschen Kritik der politischen Ökonomie ohnedies nie sehr intensiv beschäftigt habe, widerlegen.

Das AStA-Referat Café International präsentiert:

Donnerstag, 24. Mai, 19 Uhr, Café Freiraum, FH-Gebäude Josef-Gockeln-Str.
Kulturveranstaltung zum Thema England
In Kooperation mit dem International Office.
Der Zugang zum Café Freiraum befindet sich links neben dem Haupteingang des FH-Gebäudes auf der Josef-Gockeln-Straße 9, Außentreppe auf der Wiese.

Der Antifa-AK an der FH präsentiert:

Mittwoch, 30. Mai, 19.30 Uhr, Zentrum Hinterhof, Corneliusstr. 108
INPUT – antifaschistischer Themenabend:
Völkische Tibet-Mystik
Der Dalai Lama, der "kulturelle Genozid" und die extreme Rechte

Referent: Jörg Kronauer (Antirassistisches Bildungsforum Rheinland)
1989 hat er sogar den Friedensnobelpreis erhalten: Der Dalai Lama hat im Westen den Ruf, stets für Gewaltlosigkeit und Humanität einzutreten, als eine Art religiöser "Friedensapostel" mit exotisch-ostasiatischem Touch. Seine öffentlichen Auftritte locken Massen an, auch in Deutschland. Wieso aber wird der Dalai Lama auch von der extremen Rechten gepriesen? Weshalb begeistert sich die NPD-Parteizeitung, er vertrete "ganz klar nationalistische Positionen"? Und was hat es zu bedeuten, wenn der Friedensnobelpreisträger verkündet, in einem "freien Tibet", für das er sich stets einsetze, dürften die ortsansässigen Han-Chinesen nur dann wohnen bleiben, wenn sie sich assimilierten und "es nicht zu viele sind"? Derlei Fragen nach den Hintergründen eines hierzulande auch in Teilen der alternativen Szene verehrten Idols geht der Vortrag nach.