MADE MY DAY

by HONKER

Letztens im Internet – nee, so geit dat nit. Also noch mal: Letztens auf der Straße – nee, so geit dat ook nit. Also gut: Letztens in meinem Kopf. Ach Neeeeeee. Ja Mann, ja dann: Letztens in deinem Kopf. Ach schon mal gar nicht. Also gut, letzter Versuch: Letztens im Radio – Moment mal, interessant – im Radio? Gibt’s das überhaupt noch? Huhoha. Da kam the Cro rausgeflattert: Einmal um die Welt. "Ein Lied für die Ladies", so die schleimige Moderatorin. Die Schleimigkeit des Ladies-Lied selbst konnte allerdings auch sie nicht toppen. Und ich dachte nur: Wow, hier ist es endlich – das maximal Unterirdische. Sollte es etwa ironisch sein? Wohl kaum. Meint er es etwa ernst? Wohl kaum. Ich verstand alles, und ich verstand nichts. Außer, encore: Gequirlte postmoderne Scheiße galore: Alles zugleich und alles im Widerspruch. Und Hauptsache "Erfolg". Und noch eines war klar: Es war der humorfreie Untergang. Von Jugend, Pop und Guter Laune. Dass Cro so fein erfolgreich ist, gönnen wir ihm (der Zahnarzt trifft einen Nerv), auch wenn seine Wähler_innen, wie alle Wähler_innen in einer Demokratie, letztlich stets gegen ihre eigenen Interessen wählen. Dass sein Medium eine Massage ist – geschenkt. Dass er aber zeigt, dass Markus "Ich will Spaß" oder Hubert Kah, der mediale Untergang von Deutschpunk und NDW vor 30 Jahren, heute in diesem schmierigen Indiepop-Rap eine konsequente Regress-Reprise in Form des Untergangs von ja eben Jugend, Pop und guter Laune bei der gleichzeitigen Zelebrierung von Jugend, Pop und guter Laune ist, dafür sollten wir ihm danken. Ihr könnt mir folgen? Ich hoffe nicht. Geht einfach zu Cro und hört ihm zu. Danach könnt ihr wieder denken und eine Motorradmesse in der Kirche der Widersprüchlichkeit feiern. Als Prediger haben wir auch noch: Den Investment-Punk Gerald Hörhan. Auch er zeigt, dass es mit Pop – wieder einmal und zum 1000sten Mal – doch irgendwie weiter zu Ende gegangen sein muss, nur haben wir es nicht richtig bemerkt. Beziehungsweise: Pop kommt einmal mehr als Zombie wieder und beißt uns den Arsch der Jetztzeit weg, wenn wir nicht aufpassen. Während Cro mit seiner unsympathisch-schluffig-erfolgsorientierten egoprivatkapitalistischen SofaSoftieKleinbürgerwunschnummer, die auch so Erfolgs-Loser wie Jan Delay oder Casper einseift, die Massen anzieht wie ein verrückt gepolter Magnet, zelebriert Hörhan als gewieft populistischer Outsider-Zyniker, dass Punk mittlerweile die schlüssigste Metapher für das ist, was in Wirtschaft und Gesellschaft passiert. Klar – No Future, Nowhere/Boredom und Noone is innocent – der Mann ist am Puls der Zeit wie Cro’s Ode an den Privatpärchenkapitalismus mit seinen unironisch-ironischen Nullnummer-Luxus-Images. Hörhan schließt die Message-Hungrigen in Krisenzeiten mit kapitalistischer Pop-Anarchie kurz: "Wer reich werden will, muss bereit sein, ein Punk zu sein", so titeln die Vortragsplakate, mit denen er stilecht mit Lederjacke, Nietenarmband und Fuckfinger wirbt – bevorzugt in Unis, wo er – ähnlich wie Cro in Jugendclubs – großen Zulauf hat. Das Business-Lifestyle-Magazin "Business Punk" grinste mich ja schon vor geraumer Zeit am Bahnhofskiosk an, und ich grinste verständnisvoll zurück: It had to be that way, we always knew, and now we got the proof, thanks for the whack. Nachdem die Punks-in-Suits-Avantgarde schon seit der New Economy selig die Agentur- und Werbeszene aufmischte und Vorposten aufbaute, kommt nun die Nachhut und entsendet Profis und Prediger in alle Schlüsselbereiche. Und sie kommen aus dem Radio, an die Schulen, an die Unis, auf die Straße, ins Internet, in meinen und deinen Kopf und predigen den punkigen Privatismus. Aber Kopfschütteln hilft. Heraus purzeln sie. Gucken uns an. Wir gucken sie an. Wir ziehen die Linie und öffnen den Sack. Wir wissen wohin. Bis hierhin und nicht weiter.

IRON CURTIS: SOFT WIDE WAIST BAND (mirau) Jedes Jahr das gleiche Theater: die Sommerplatte. Meist ist sie’s eh nicht. Aber Hallo: Das ist sie. Was macht sie aus? Du hörst sie, und bist sofort verliebt. Lange lange lange nicht mehr so beselten, klaren und kantig-eleganten Deep-TechHouse gehört wie dieses phänomenale Debut von Johannes Paluka. Dieses sympathische Land-Auge ist mittlerweile in Berlin tätig, aber seine Musik ist international. Beim Blindfold-Hören hätte ich nicht darauf tippen mögen, und jetzt; wo’s klar ist, ist es so was von egal. Diese Musik kann euch in den unterschiedlichsten Situationen dieser seltsamen Zeit begleiten und kann dabei gleichsam wie ein Kraftspender wirken. Wirklich wahr: gehört – gefühlt – gelebt. Gibt’s nur 1 mal.

ATOM TM: WINTERREISE (raster noton) Jedes Jahr das gleiche Theater: kein Mensch interessiert sich für die Winterplatte. Aber Hallo: hier ist sie. Magisch, zäh, kristallin und konsequent wälzen sich Soundscapes wie Nebelschwaden durch die Berge und Täler. Dass Uwe Schmidt hier Schubert paraphrasiert, ist nicht wirklich anzunehmen, auch wenn die Faszination für einen desillusioniert-romantischen Subtext klar sein sollte. Tatsächlich ist es der Soundtrack zu einer gleichnamigen Fotoserie von Schmidt. Auch ist dieser konzeptionelle Nachfolger des "Liedgut"-Albums eine Bestandsaufnahme zum Zustand des romantischen Unterbewusstseins, das lichter und konturierter denn je erscheint. Großartig.

JOHN FOXX & THE MATHS: THE SHAPE OF THINGS (metamatic) Der Ultravox-Mastermind, bekannt für seine Collabos (u.a. mit Harold Budd oder Robin Guthrie) teamt sich hier erneut mit Synth- und Elektro-Spezi Benge – dementsprechend kantig und düster sind die hochfaszinierenden Tracksongs geworden, die nicht zuletzt wegen Benges Analog-Synth-Wissen ein starkes Amalgam aus Echos der Vergangenheit und Elektro-Futurismus sind. Matthew Dear und Tara Busch als Gäste passen nur allzu sinnfällig da hinein. Klar cool.

FENNESZ: SEVEN STARS (touch) Genug Wärme gibt es hingegen hier: jetzt ist die Zeit, diese Kleinod-10" auszupacken und in den Kopf zu legen. Fennesz ist auch so einer mit einem ewigen Sommeralbum im Sack. Hier sollte es explizit etwas leichter zugehen, was auch teilweise gelingt: Liminal und Seven Stars sind unfassbar schöne sphärische Drifter, die an die Cocteaus (minus Vocals natürlich) heranreichen, die 2 Stücke dazwischen sind etwas ungemütlichere Alienation-Drones, die als Kontrast einfach sein müssen. Fein.

HIVE MIND: ELEMENTAL DISGRACE (editions mego) Apropos ungemütlichere Alienation-Drones: diese auch schon etwas älteren aber umso besseren zwei langen Stücke featuren den US-Synth-Abenteurer aufs Allerbeste und bieten den schön verstörenden Soundtrack für laue Sommernächte, wenn die Stadt auf ist und tanzt. Das schiebt sich und strömt wie zähe rotglühende Audio-Lava, die gerade die Schläfer_innen im Weinberg verschlingt. Tolles Teil, klaro.

EMMANUEL MIEVILLE: FOUR WANDERINGS In TROPICAL LANDS (baskaru) Der Pariser Komponist, Tontechniker und Musique-concrète-Experte hat über die Jahre sehr genaue Ohren für die klangliche Umgebung und Spezifika von Stadt und Land bekommen. Auf seinem Albumdebut stellt er 5 äußerst gelungene und hörenswerte Umgebungen aus Costa Rica, Hongkong und Malaysia zusammen. Kein überangestrengtes Klangkunstprozedere, sondern die klangliche Schönheit und Wunderwelt des Alltags. Überraschend, sehr gut!

THE HUNDRED IN THE HANDS: RED NIGHT (warp) Es gibt Ätzer, die sagen, das NYer Duo wirke in seiner eklektizistischen Mischung aus Tech, Song und Hop wie designt und sei auch sonst ein recht konstruierter postmoderner Designer-Traum. Ich sage: Fehlalarm – unterm Strich klingt das doch alles interessant, intelligent und kathartisch, gerade für so einen immer noch kaputt(designten) Moloch wie NYC. Ansonsten lassen sie Festivals brummen und haben eine Menge überraschend-unterschiedliche Dinge auf der Pfanne.

HUORATRON: CRYPTOCRACY (last gang) Dieser von Gestus und Produktion her doch etwas altertümlich wirkende Elektro-Brazzer aus Finnland wurde, gar nicht mal so abwegig, auf einem holländischen Metal-Festival entdeckt. Der selbst schwer Indie-beeinflusste Aku Raski lässt in Strobo-Kellern einmal mehr die Puppen tanzen und tritt der leicht verspäteten Rock’n’Punk-Jugend mit seinem Horror-Tech den hoffentlich noch aufnahmefähigen Arsch.

V.A.: GIGOLO MUSIC LTD 13 (gigolo) Guter junger Hell … ob Don, Dirty Dan oder Studio-Tan, ob gutes Gewissen, Trainer oder Macher – man kann ihm und seinem Geschmack nach all den Jahren immer noch aufs Derbste vertrauen. Ist das nicht schon eine ganze Menge in diesen immer indifferenter werdenden Zeiten? Natürlich ist das nicht alles Geier himself hier, sondern jede Menge andere gute Freunde, Freaks und Funkenheimer. Namen tun hier erstmal nix zur Sache, denn auf den satten 2 Scheiben DJ-Culture, unter denen es unser Mann aus Altenmarkt nicht tut, passiert soviel Gutes, dass es lange reicht und immer wieder hineinzieht. Aber Kapazunder und Ponys sind schon dabei, soviel sei klar. Die 13 ist in Japan eine Glücksnummer, und darauf lässt sich mal bauen.

V.A.: COMING HOME BY MO’ HORIZONS (stereodeluxe) Apropos Geschmack und Vertrauen … wenn Mo’ Horizons aka Droesemeyer/Wetzler auf dem Label, dass sie einst mit Groove’n’Headz-Qualitätsware gehörig zum Leuchten brachten, ein digitales Mixtape ihrer Faves und Roots herausbringen, ist Ohrenspitzen und Kopfnicken angesagt. Hier nicht mehr als: Essenziell.

BIBI TANGA & THE SELENITES: 40° OF SUNSHINE (national geographic) Der Zweitling des Afro-Frankophilen Fünfers aus Paris überzeugt restlos: ein grandioses Amalgam aus Funk, Soul, Groove, Hip-Jazz und Afrobeat. Nach einer Afrikatour durch 12 Länder entstanden diese lebhaften und wunderbar pulsierenden Stücke in kollektiver Arbeit aus nächtlichen Jam-Sessions. Wer auf handgespielten Groove mit Verve, Witz und poetischem Tiefgang steht und dieses erstaunliche Kollektiv bislang verpasst hat, sollte das fix ändern.

TIM & PUMA MIMI: THE STONE COLLECTION OF (mouthwatering) Klingt wie Netzmärchen-Folklore: Schweizer (Technikboy) und Japanerin (Vocals, die übliche Aufteilung also) treffen sich bei Weihnachtsfeier in Holland und machen ab da via Internet Skype-Duo-Gigs, die der Schweizer europaweit live präsentiert. Das geht drei Jahre so, Zeitungen schreiben, Festivals laden, bis die Japanerin im Dreimonatstakt nach Europa und schließlich ganz übersiedelt. Schön, Schneuz, aber wie ist die Musik? Ja, ganz gut, wirklich, aber echt gut?

PHON.O: BLACK BOULDER (50 weapons) Ja, ok halt, so wie das hier: nett gemeinter und auch gut gemachter Soft-Soul-Tech ohne hohe Latte und Erwartungen, stattdessen fehlen Bässe und fette Sounds. Mir doch egal, dass er bei Shitkatapult war, das hier ist Fantasy-Design-Elektro-House ohne Kante, Kontext und gescheite Rhythmik. Geht’s auch etwas weniger unfreundlich? Nö, grad nicht – geht noch mal zu "Iron Curtis" – das sind die feinen Unterschiede.

GASMAC GILMORE: DEAD DONKEY (monkey) Aber Hallo! Wer bratzt denn da von Stück 1 an so deftig in Cortex und Solarplexus und titelt das Ganze auch noch urgroßmäulig "I am God"? Waschpulver statt Koks? Das Wiener Quartett teamt sich hier mit einer ziemlichen Latte grandgenialer Musiker von Club bis Straße und zelebriert einen irrwitzigen Mix aus Metal, Core, Klezmer und Balkan-Swing, der vor allem live zünden dürfte. Wer Einflüsse von Gogol Bordello bis Pantera angibt, wird wissen, was er macht und wen er will. Wild!

TALLULAH RENDALL: ALIVE (peripherique) Sehr theatralisch, farbenprächtig und musikalisch, was die Songschreiberin auf ihrer Zweiten fortführt. Ausdrucksstark und eigenwillig, und musikalisch tatsächlich in der Nähe der frühen Kate Bush (also leider minus Elektronik) und Patti Smith, aber alles etwas fantasyhaft und zirzensich. Ein sehr reichhaltiges Album, sehr fragil und klar produziert – unterm Strich deutlich Daumen hoch und: go way ahead!

ROSI GOLAN: LEAD BALLOON (snowhite) Auch hier ein Zweitling: Golans Folk-Pop-Songs sind klar, schnörkellos, einfach, solide und schön. Sie werden bezeichnenderweise gerne in TV-Serien und Filmen verwendet, was ihrer Qualität keinen Abbruch tut, aber dass sie Co-Autorin von Lena’s "Bee" ist, macht sie schon nicht mehr so vertrauenswürdig. Golan ist ein typischer aktueller Folk-Pop-Präzedenzfall: schön und einnehmend, aber irgendetwas stimmt nicht ganz. Sie scheint jedoch auf einem guten Weg zu sein, die Klasse von z.B. Jonatha Brooke, mit der sie noch am ehesten vergleichbar ist, zu erreichen.

MAIRI MORRISON & ALASDAIR ROBERTS: URSTAN (drag city) Hier der komplette Gegenpol: die gälischen und schottischen Traditionals, die dieses wundervoll aufspielende Duo aufbietet, sind auch modernisiert und keineswegs archivverstaubt, aber jeglicher Pop-Vibe ist ihnen fern. Es ist ein so schönes wie hartes Leben auf den äußeren Hebriden im Norden von Schottland. Die gälisch singende Morrison stammt von der Insel Lewis und lebt mittlerweile in Glasgow, Roberts als Lowlander teamt sich hier mit ihr und einigen der feinsten Spieler der Glasgower Szene zusammen, um ein "Urstan" (ein Lewis-Ausdruck zur Feier der Geburt eines neuen Kindes) zu feiern: großartiger moderner Folk!

FELIX JANOSA: IN DER HITFABRIK (fuego) Felix Janosa, das ist doch der rostige Ritter aus dem Kinderzimmer, sollte da etwa noch was anderes sein? Klärchen, der Mann macht schließlich seit längster Zeit und nun wieder Musik-Kabarett. Und was macht er hier? Ein Konzeptalbum über die Mainstream-Musikindustrie im Status ihres Niedergangs (Titanic 45°, um im Bild zu bleiben), zuckersüß verpackt in wunderfeine 60er-Jahre-Jazzschlagerbonbons, so dass man ein bisschen an Götz Alsmann denken muss. Braucht man das? Ehrliche Antwort? Unbedingt. Ich habe schon beim Textlesen von "Wenn Bach heut leben würde" einfach nur lachen müssen, und auch der Rest: Respekt, die Kippfiguren aus bösartiger Schärfe und albernem Witzbild gehen wirklich auf und überzeugen. Randy Newman, las ich irgendwo, hohe Latte, aber ok, Steely Dan füge ich noch hinzu – so was gibt es in deutscher Sprache leider zu selten.

JACK DEJOHNETTE: SOUND TRAVELS (e one) Den meisten Jazzheads ist DeJohnette wahrscheinlich ewig als Sideman von Miles Davis und vor allem als Drummer in untilgbarer Erinnerung. Dabei ist der diesen Sommer 70 werdende begnadete Rhythm-Master, der brillant freie Formen des Jazz mit Groove in Verbindung bringen kann, auch ein enorm inspirierter Klavierspieler mit einer Vorliebe für karibische Metrik und Rhythmik. Mit erlesenen Gästen wie Bruce Hornsby, Bobby McFerrin, Esperanza Spalding oder Jason Moran sowie Newcomern wie Ambrose Akinmusire oder Lionel Loueke baut sich der Jazz Master hier ein ungemein entspanntes Genre-Panorama zusammen, das man in dieser funkelnden melodiösen Vielfältigkeit nicht erwartet hätte. Großartig.

ULRICH GUMPERT – GÜNTER BABY SOMMER: LA PALOMA (intakt) Mäßig originell, werden die meisten denken, mal wieder die alte Schnulze, die via Trikont-Sampler mittlerweile ewig lebendig begraben scheint, als Aufhänger für diese aktuelle Duoarbeit der beiden ex-DDR Free-Jazz-Legenden zu bemühen. Indes hat das Ding für beide eine reale Hintergrundgeschichte, die amüsant in den Linernotes nachzulesen ist. Dass dieses bewegende Stückepanorma enorm unterhaltsam ist und auch tief und weit gehen kann, spricht für die ungemeine musikalische und menschliche Qualität dieser Urgesteine.

SCHNAAK: WAKE UP COLOSSUS (discorporate) Alles im Eimer oder was? Diese herzhafte taffe und cool-überdrehte Mischung aus Jazzcore, AvantPop, MetalVaudeville und IndieFruzz (sprich: Fraß) zentriert offensichtlich wirklich einen Eimer in ihrer musikalischen Mitte, aber auch andere normal seltsame Percussionsinstrumente werden als quecksilbrige Mikadosticks für diesen ganz unalltäglichen Wahnsinn verwendet, der so manchem normativen Subventionsexperiment das Fürchten lehren könnte. Tolle Sache das, noch tollwütiger aber, dass ein schnödes Berliner Duo für diesen geilen Scheiß verantwortlich ist. Kein Kotzeimer, sondern ein Feuerwerk! Wenn der Sommer nur so heiß werden wird wie diese einfach komplizierte naive Freude an der Musik – uns wird es allen besser gehen. Versprochen ist versprochen, und wird auch nicht gebrochen – nieder mit den Privatpunks! Wir lesen uns im Herbst!