idiotoreal

Die Pogrome von Rostock-Lichtenhagen jährten sich im August zum 20. Mal. Und die konservative Pressezieht beängstigende Lehren aus der Geschichte. Für die Faz beendeten die Exzesse ein „makabres politisches und soziales Experiment“, das herausfinden wollte: „Wie lange hält es eine Gesellschaft aus, dass Monat für Monat zehn-, zwanzig- oder auch dreißigtausend Asylbewerber ins Land strömen?“ Der Zeitung zufolge markierten die Attacken „das Ende der Utopie namens Multikulturalismus“. „Erst ‚Lichtenhagen’ brachte manchen dieser Sozialalchimisten zur Besinnung“ namens Asylkompromiss, schreibt sie. Die Täter_innen machten also Geschichte und machen sie bis heute, wie der Terror der NSU und andere neonazistische Umtriebe demonstrieren. Die Opfer hingegen müssen sich immer noch ihrer Haut erwehren und zu ungewöhnlichen Protestformen wie dem Camp in Düsseldorf greifen.