idiotoreal

Der nordrhein-westfälische Wohnungsbauminister Michael Groschek hat noch einmal nachgelegt und die Düsseldorfer Wohnungspolitik erneut angegriffen. „Offenbar sind bestimmte Bevölkerungsschichten in dieser Stadt nicht erwünscht“, sagte er in einem Interview und machte „geradezu feudalistische Strukturen“ in der Landeshauptstadt aus. Wie sollte es auch anders sein, war Dirk Elbers vor seinem Oberbürgermeister-Job doch als gräflicher Liegenschaftsverwalter auf Schloss Heltorf beschäftigt. Gegen diesen christdemokratischen Aristokratismus erwächst jedoch Widerstand in Form einer Wohnraum-Initiative. Die Gegenwehr gegen die feudale Finanzpolitik, die dreist von den städtischen Angestellten, den Schulen und den Kultureinrichtungen einen Zehnten einfordert, um fürstliche Resistenzen wie den Kö-Bogen bauen zu können, hält sich dagegen noch in Grenzen. Auch der „Sender Freies Düsseldorf“, den Schorsch Kamerun auf die Bühne des Düsseldorfer Schauspielhauses gestellt hat, entfaltet da keine Aktivitäten, beschäftigt er sich doch erst einmal mit den Bedingungen der Möglichkeit von Kritik in Zeiten der Reizüberflutung. Aber vielleicht muss Elbers trotzdem bald auf sein Latifundium zurückkehren. Die CDU zeigt sich nämlich auch bundesweit zunehmend landaffiner und verliert in den Großstädten Wahl um Wahl.