INPUT wurde 10!

Am 3. November feierte die vom Antifa-AK an der FH-D von Beginn an mitveranstaltete Vortrags- und Diskussionsreihe „INPUT – antifaschistischer Themenabend“ im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung ihr zehnjähriges Bestehen.

Gestartet war INPUT im Oktober 2002 mit zwei Veranstaltungen zu extrem rechten Umtrieben in den Niederlanden und in England. Natürlich hatte es auch schon vor 2002 derartige Veranstaltungen gegeben, durch die Eröffnung des „Zentrums Hinterhof“ aber ergab sich die Möglichkeit einer regelmäßigen Veranstaltungsreihe in selbstverwalteten Räumlichkeiten. Initiiert wurde INPUT von derzwischenzeitlich aufgelösten Antifaschistischen Aktion Düsseldorf, dem Antifa-AK an der FH D und dem Antirassistischen Bildungsforum Rheinland. Seit Oktober 2002 fanden in der Reihe INPUT um die 140 Veranstaltungen im Themenbereich extreme Rechte, Braunzone, historischer NS und Rechtsentwicklung in Politik und Gesellschaft statt, darunter auch diverse Tagesfahrten zu Erinnerungs- und Gedenkorten sowie weitere zusätzliche INPUT-spezial-Veranstaltungen, u.a. im Kulturzentrum zakk und Buchladen BiBaBuZe.

Das Programm am 3. November startete nach einer kurzen Begrüßung durch den Veranstalter mit einer Laudatio, gehalten von einem Vertreter des Forschungsschwerpunktes Rechtsextremismus und Neonazismus der FH-D. Es folgten Grußworte weitererINPUT-Kooperationspartner: der Antifaschistischen Linken Düsseldorf, des Buchladens BiBaBuZe sowie der Teams der Mobilen Beratungsstellen gegen Rechtsextremismus in NRW. „Es gibt nur wenige Projekte, die von sich behaupten können, über einen so langen Zeitraum unabhängige antifaschistische Bildungsarbeit anzubieten. Aus den Erfahrungen in der Mobilen Beratung wissen wir, wie wichtig Kontinuität in der Auseinandersetzung mit der extremen Rechten ist“, heißt es im Grußwort der Beratungsteams. Und weiter: „Ihr verbreitet mit euren Veranstaltungen fundierte Information – und oft zu einem Zeitpunkt, zu dem sich andere Akteure noch nicht so intensiv damit beschäftigt haben. […] Manches haben wir sogar zusammen gemacht wie die Veranstaltung zur Opferberatung. Und inzwischen gibt es tatsächlich eine Beratung für Opfer rechter Gewalt in NRW. Eine solche Kooperation gilt es auszubauen.“

Den Grußworten folgte ein massiver Angriff auf das Zwerchfell. Zwei Autoren der Antifa-Zeitung LOTTA präsentierten eine stattliche Auswahl aus der schier unbegrenzten Palette extrem rechten Schwachsinns: „Hohlnazi“-Zitate, peinliche Videodokumente, rechte Musizierversuche und vieles mehr. Darf man über Nazis lachen? Man muss(te) sogar! Doch irgendwann war auch einmal genug geredet und vorgetragen. Denn letztendlich handelte es sich ja schließlich um eine Feier. Am späteren Abend durfte dann also auch der DJ ran, der reichlich Tanzbares auf den Plattenteller zauberte.

Natürlich macht INPUT weiter, die Planungen für das Jahr 2013 laufen bereits auf Hochtouren. Aber es wird auch eine Änderung geben: Ab 2013 wird INPUT nicht mehr am letzten Mittwoch, sondern am letzten Montag im Monat stattfinden.

Anastasia


Termine

Das AStA-Referat für politische Bildung präsentiert:

Mittwoch, 5. Dezember, 19.30 Uhr, Kulturzentrum zakk, Fichtenstr. 40
They were not silent!
Die jüdische Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung in den USA und ihr Kampf gegen NS-Faschismus und Holocaust. Vortrag, Filmvorführung und Diskussion.
Einleitender Vortrag und anschließende Diskussion mit Martin Schmitt, Mitherausgeber der Neuedition von Alexander Steins kritischer Analyse des nationalsozialistischen Antisemitismus in „Adolf Hitler, Schüler der ,Weisen von Zion‘“.
Als Hitler an die Macht kam, nahm kaum jemand die Gefahren ernst, die vom Antisemitismus der Nazis ausgingen. Anders die stark durch osteuropäische Einwanderer geprägte jüdische Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung in New York City, die insbesondere versuchte, die amerikanische Arbeiterschaft zur aktiven Unterstützung des antifaschistischen Kampfes zu motivieren. Mehrere gewerkschaftliche, sozialdemokratische, sozialistische und arbeiterzionistische Gruppierungen schlossen sich im „Jewish Labor Comittee“ (JLC) zusammen. Nach dem Ausbruch des Krieges galt es für das JLC, bedrohten Sozialisten und Gewerkschaftern aus Europa die Flucht in die USA zu ermöglichen. Als erste Berichte über die systematische Vernichtung von Juden die USA erreichten, begann das JLC damit, jüdische Partisanen- und Untergrundgruppen u.a. in Polen und der Ukraine mit Geld und Waffen zu unterstützen.
Der im Jahr 1998 im Auftrag des „Robert F. Wagner Archivs“ (New York University) produzierte und in Europa unbekannte Dokumentarfilm erzählt die zumeist ignorierte Geschichte vom aktiven Kampf der jüdischen und amerikanischen Arbeiterbewegung gegen Nazifaschismus und Holocaust.

Das AStA-Referat „Café International“ präsentiert:

Donnerstag, 13. Dezember, 19.00 Uhr, Café Freiraum, FH-Gebäude Josef-Gockeln-Str. 9
Kulturveranstaltung: Café International Neuseeland
Unter dem Motto „Zu Hause in Neuseeland und Deutschland“ liest Joscha Remus aus dem Buch “Gebrauchsanweisung für Neuseeland”. Außerdem: neuseeländische Musik und Erfahrungsberichte von deutschen und neuseeländischen StudentInnen. In Kooperation mit dem International Office

Der Antifa-AK an der FH gibt bekannt:

INPUT – antifaschistischer Themenabend
ab 2013 immer am letzten Montag im Monat
„Mittwoch ist INPUT-Tag“: Was zehn Jahre lang richtig war, ist es ab sofort nicht mehr. Ab 2013 ist an jedem letzten Montag im Monat INPUT-Tag. Die nächsten Termine: 28. Januar, 25. Februar und 25. März. Nähere Infos werden rechtzeitig via Plakate, auf der Rückseite der TERZ und auf http://www.linkes-zentrum.de/gruppen/input bekanntgegeben. VeranstalterInnen: AG INPUT und Antifa-AK FH-D, in Kooperation mit dem Antirassistischen Bildungsforum Rheinland