www.duesseldorf-alternativ.de

Die interaktive Website für Düsseldorf stellt sich vor

Die Messestadt Düsseldorf ist „gut aufgestellt“. Zwischen Altstadt und Kö pulsiert das Leben der Schönen und Reichen. Diejenigen, die auf der Schattenseite des Lebens stehen, werden an den Rand gedrängt und sollen im Stadtbild möglichst unsichtbar sein. Während immer noblere Luxusquartiere entstehen, werden für Sozialwohnungen vorhandene Budgets noch nicht einmal abgerufen. Statt den öffentlichen Nahverkehr und den Fahrradverkehr zu fördern, werden Straßen ausgebaut und Parkplätze geschaffen, um noch mehr Autos in die Stadt zu bringen. Die etablierte Politik sieht sich nicht in der Pflicht, sozialen Ausgleich zu schaffen, eine ökologische Stadtpolitik zu betreiben, die lokale Demokratie zu fördern oder Räume für andere kulturelle Angebote zur Verfügung zu stellen. Und die lokale Presse beschäftigt sich mehr damit, diese Politik publizistisch zu begleiten, als kritische Berichterstattung zu betreiben.

Dennoch gibt es in Düsseldorf eine Vielzahl von Menschen, die dieser Entwicklung nicht tatenlos zusehen. Einzelpersonen und Gruppen mit politischen, sozialen, ökologischen und/oder kulturellen Anliegen versuchen, dem Mainstream etwas entgegen zu stellen und verschaffen sich auf ihre jeweils eigene Art Öffentlichkeit. Mit dem Internetportal www.duesseldorf-alternativ.de wollen wir diesen Initiativen einen Raum eröffnen, ihr Anliegen besser in die lokale Öffentlichkeit zu tragen, sich untereinander auszutauschen, gemeinsame Aktionen zu planen und offen miteinander zu diskutieren.

Das Portal soll eine Alternative zur etablierten Presse bilden und zumindest langfristig dazu beitragen, dass sowohl lokale als auch überregionale Kampagnen, Demonstrationen und dezentrale Aktionstage einer kritischen Gegenöffentlichkeit mehr Zulauf erhalten und Synergieeffekte genutzt werden.

Willkommen sind alle Gruppen, Bürgerini­ti­ativen, Einzelpersonen und Vereine, die gesellschaftskritisch und emanzipatorisch die ökonomischen Machtverhältnisse in Frage stellen, in ihrer Eigenstruktur eine lebendige, basisdemokratische Streitkultur pflegen, in sozialen, ökologischen, sub- und multikulturellen Belangen über ihre Eigeninteressen hinaus zu denken bereit sind, und für die Begriffe wie Bürger_innenbeteiligung und Solidarität mit Minderheiten etwas bedeuten. Für rassistische, nationalistische, antisemitische und sexistische Positionen bietet die Plattform keinen Platz.

Das Portal gibt jeder beteiligten Gruppe die Möglichkeit zu einer kurz gehaltenen Selbstdarstellung mit Verweis auf die ggf. vorhandene eigene Internetpräsenz. Welche Gruppe Zugang erhält, obliegt einer demokratischen Abstimmung unter denjenigen Gruppen, die schon Eingang gefunden haben. Jede Gruppe hat eine Stimme.

Jede Initiative/Gruppe ist für ihre Beiträge selbst verantwortlich. Eine von der Vollversammlung der an dem Portal Beteiligten gewählte Redaktionsgruppe moderiert die Seiten und behält sich das Recht vor, bei Verstößen gegen den Konsens der Plattform Beiträge aus dem Netz zu nehmen.

Wie die Leser_innen dem seit Januar im Netz befindlichen Portal entnehmen können, zählen zu den Gründergruppen die Antileiharbeits-Ini­tiative Düsseldorf (ALAID), Attac, BiBaBuZe, die Coordination gegen Bayergefahren, DFG-VK, DKP, das Friedensforum, der Gesprächskreis der Nachdenkseiten, das Oekotop Heerdt, die Transition Initiative sowie die VVN-BdA. Die bereits hier mitwirkenden Gruppen hoffen auf weitere lebhafte Beteiligung weiterer Organisationen. Auch in diesem Jahr stehen viele über Düsseldorf hinaus gehende Proteste wie u.a. die Blockupy-Aktionstage an, die, damit sie denn Wirkung entfalten, die Zusammenarbeit vieler Kleingruppen erfordern.

Wir wollen versuchen, die von der Regierung begrüßte Sektierermentalität vieler linker Kleingruppen zu überwinden und durch das Portal Kooperationsmöglichkeiten zu bieten.An einer Beteiligung interessierte Gruppen können über das auf www.duesseldorf-alternativ.de integrierte Anmeldeformular Kontakt zu unserem Redaktionsteam aufnehmen.

Wird nach einer persönlichen Rücksprache eine Zusammenarbeit vereinbart, erhalten zwei Ansprechpartner_innen der betreffenden Gruppe eine technische Einweisung zur Handhabung des Portals, um selbstständig Blogbeiträge für ihre Gruppe zu posten und ggf. eigene oder gruppenintern favorisierte Veranstaltungstermine in den portaleigenen Terminkalender einzustellen. Als einzige redaktionelle Vorgabe sind diese Personen entsprechend dem Selbstverständmis der Gründergruppen angehalten, in ihren Blogbeiträgen die Mehrheitsposition ihrer Gruppe, ggf. abweichend von ihrer Einzelmeinung, wiederzugeben. Aus Gründen der Rechtssicherheit behalten wir vom derzeitigen www.duesseldorf-alternativ.de-Redaktionsteam uns vor, dass sich die Mitredakteure und -redakteurinnen beteiligter Einzelgruppen sich uns gegenüber klarnamentlich zu erkennen geben. Die Angabe von Klarnamen der Verfasser_innen bei der Veröffentlichung von Gruppen-Blogbeiträgen ist dagegen selbstverständlich optional.

Eine Beteiligung ist derzeit für alle Gastgruppen kostenlos möglich. Da wir noch nicht wissen, in welchem Umfang unser Angebot angenommen wird, freuen wir uns natürlich über Spenden für ggf. weiteren notwendigen Webspace etc. Ebenso freuen wir uns über ehrenamtliche Mitarbeit (gerade auch in technischer Hinsicht) von Menschen, die insbesondere über Erfahrung mit dem Content Management System CONTAO verfügen.

Wir würden uns freuen, wenn sich das Portal langfristig auch zu einem Fundus für wirklich kritische Printmedien, wie z.B. die TERZ in Düsseldorf, entwickelt. Und natürlich über Leser_innen. Also schaut mal rein!

Das Redaktionsteam von www.duesseldorf-alternativ.de