idiotoreal

„Wir sind Kaufhaus“, heißt es seit einiger Zeit in Düsseldorf. Offenbar besteht erhöhter Bedarf an Currywurst mit Pommes für 10 Euro, teuren Markenklamotten und den paar immergleichen Filialisten, die sich eine solche Lage noch leisten können. Die Rheinische Post denkt sogar schon über den Tag hinaus. Sie macht sich Sorgen um die eventlose Zeit nach Weihnachten und mahnt Werbemaßnahmen zur Förderung des Februar-Geschäfts an, damit ihr Anzeigen-Surplus gesichert ist. Jenseits des neuen Luxusghettos bietet sich in der Stadt das alte Bild. Die Ausstellungshäuser weigern sich nach wie vor standhaft, Raubkunst zurückzugeben, nur richten sie jetzt den betrogenen jüdischen Emigrant*innen auch noch Schauen aus. Die Lage der Geflüchteten, besonders der minderjährigen unter ihnen, bleibt ebenfalls prekär. Und die Privatkrankenhäuser setzen weiterhin auf Rationalisierungsmaßnahmen.