Urban Gardening – Gemeinschaftsgarten an der FH Düsseldorf

Schrebergärten, Dachgärten, Permakultur, Gemeinschaftsgärten – Städtisches Gärtnern findet auch in Deutschland immer mehr Anhänger*innen.

In vielen Ländern werden städtische Gärten errichtet, um die Selbstversorgung zu gewährleisten oder Versorgungsengpässen entgegenzutreten. Hierzulande steht eher die Freizeitgestaltung im Vordergrund. Gärten gelten als Orte der Entspannung und Ruhe, aber auch als Treffpunkte für Freunde und Bekannte. Mehr und mehr steigt jedoch das Interesse an lokalen Nahrungsmitteln sowie an umweltverträglicher und sozial gerechter Produktion. Dieses geht einher mit einer Kapitalismus- und Konsumkritik, die sich auch gegen große Lebensmittelmärkte richtet. So entstehen auch in Deutschland immer mehr Gemeinschaftsgärten, in denen sich Menschen kollektiv zusammenschließen, um selbst Obst und Gemüse anzubauen.

Das Ökologiereferat des AStA der Fachhochschule Düsseldorf plant einen solchen Gemeinschaftsgarten. Derzeit gründet sich ein Arbeitskreis aus Student*innen an der FH, um dieses Projekt zu verwirklichen. Der FH-Garten soll auf verschiedenen Säulen basieren:

Ernährung: Ein Garten an der Fachhochschule bietet Student*innen die Möglichkeit, selbstständig Gemüse, Obst und Kräuter zu pflanzen und zu ernten. Dadurch ist eine günstige, klimagerechte und nachhaltige Produktion von Lebensmitteln gewährleistet. Ein solches Projekt kann natürlich keine komplette Lebensmittelversorgung ersetzen, diese jedoch unterstützen.

Interaktion: Der FH-Garten soll eine Alternative zum studentischen Alltag bieten. Für Student*innen und Dozent*innen kann ein Ort der Erholung und der Gemeinschaft entstehen. Während der gemeinsamen Gartenarbeit können neue Kontakte geknüpft werden.

Bildung: Um einen Garten zu errichten und instand zu halten, sind einige Schritte erforderlich:

In Workshops und durch Ausprobieren werden mobile Hochbeete aus recycelten Materialien entstehen. Vor dem Bepflanzen muss sich der Arbeitskreis mit Fragen wie: „Wann säe ich welche Pflanzen?“, „Wie oft muss ich gießen?“, „Brauche ich Düngemittel?“ und „Wie kann ich Ernteerträge steigern?“ beschäftigen.

Wir wollen keine perfekten Kleingärtner*innen werden, die meisten von uns versuchen sich das erste Mal mit dem Anpflanzen, andere haben schon ein paar Erfahrungen gesammelt. Jede/r ist herzlich eingeladen, Teil des Projekt FH-Garten zu werden, zu bauen, zu säen, zu pflanzen, zu ernten, zu grillen oder einfach zum Beisammensein.

Meldet euch bei:
oekologie [at] asta-fh-duesseldorf.de


Termine

Das AstA-Referat „Café International“ präsentiert:

Donnerstag, 15. Mai, ab 19 Uhr, Café Freiraum, FH-Gebäude Josef-Gockeln-Str. 9:
Café International Chile
Kulturelle Beiträge sowie Erfahrungsberichte von StudentInnen unter dem Motto „Zu Hause in Chile und Deutschland“. Zugang zum Café über die Außentreppe neben dem FH-Haupteingang Josef-Gockeln-Sraße. Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem International Office.

Der Antifa-AK an der FH präsentiert:

Montag, 26. Mai, 19.30 Uhr, Zentrum Hinterhof, Corneliusstr. 108
INPUT – antifaschistischer Themenabend:
Neonazismus in Bayern – Die bayerische Geschichte des NSU und aktuelle Bestandsaufnahme
Referent: Robert Andreasch (München), eine Veranstaltung in Kooperation mit SJD – Die Falken Düsseldorf.
Das NSU-Netzwerk begann seine rassistische Attentatsserie nach dem Abtauchen in Bayern – mit einer Rohrbombe in der Nürnberger Kneipe „Sunshine Pub“. Im bayerischen Verfassungsschutzbericht für das betreffende Jahr 1999 war zu lesen, „rechtsterroristische Strukturen“ seien „nicht bekannt geworden“. „Eine Strategiedebatte über eine gewaltsame Beseitigung des politischen und gesellschaftlichen Systems in Deutschland“ fände von rechts „derzeit nicht statt“. Bis 2005 haben die Neonazis in Bayern fünf Menschen erschossen. Bayerische Unterstützer*innen halfen Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe bei der Sprengstoffbeschaffung, der Wohnungsanmietung, beim Beschaffen von Dokumenten und vielleicht auch bei den Tatortrecherchen. Eine militante Neonazi-Szene existiert auch heute in Bayern. Mit dem „Freien Netz Süd“ hat sie in den letzten Jahren eine große Struktur ausgebildet. Nach der Einleitung eines Verbotsverfahrens zeigten die Neonazis zuletzt ihre Flexibilität – die Kameradschaftsorganisationen wandelten sie bayernweit in Stützpunkte der neuen Neonazipartei „Der dritte Weg“ um.
Der Journalist Robert Andreasch dokumentiert für die Antifaschistische Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München (a.i.d.a. e.V.) und die Initiative NSU-Watch den Prozess vor dem Münchner Oberlandesgericht. Er wird über die aktive Neonazi-Szene Bayerns sowie deren Bezüge zum NSU und ihre Positionierung zum Verfahren berichten. Bereits am 1. Oktober 2003 referierte Robert Andreasch bei INPUT zum Thema „Terror von rechts – Die geplanten Neonazi-Anschläge in München: Gibt es einen ,neuen’ Terrorismus von Rechts“.
INPUT – antifaschistischer Themenabend in Düsseldorf existiert seit 2002 und findet aktuell jeden letzten Montag im Monat statt, zumeist im Zentrum Hinterhof, hin und wieder aber auch im Kulturzentrum zakk und im Buchladen BiBaBuZe. Unregelmäßig werden zusätzliche INPUT-Spezial-Veranstaltungen angeboten.
Veranstalter: Antifa-Arbeitskreis an der FH Düsseldorf und AG INPUT, in Kooperation mit dem Antirassistischen Bildungsforum Rheinland (ABR) sowie wechselnden weiteren KooperationspartnerInnen.
Kontakt (auch für Ideen für Veranstaltungsthemen): antifa-ak [at] gmx.de und bildungsforum [at] gmx.de