Briefe einer Kämpferin

1934 verurteilten die Nazis den Düsseldorfer Kommunisten Karl Schabrod zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe. Seine Verlobte und spätere Frau Klara konnte zehn Jahre lang nur schriftlich mit ihm kommunizieren.

Ihre Briefe geben einen umfassenden Einblick in den Alltag einer Antifaschistin zur Zeit des Nationalsozialismus und legen zugleich Zeugnis einer innigen Beziehung unter schwierigsten Bedingungen ab. Deshalb entschloss sich die Autorin Mareen Heying, ihnen ein ganzes Buch zu widmen. Unter dem Titel „‚sei innigst umarmt und geküsst’ - Klara Schabrod. Alltagskonstruktionen einer Kommunistin in Briefen zur Zeit des deutschen Faschismus“ erschien es im RuhrEcho-Verlag.

„Mit dieser Schrift leistet Mareen Heying wichtige Arbeit. Sie vereinigt historisches Wissen, antifaschistisches Bewusstsein, frauenpolitische Empathie, Einfühlungsvermögen und Engagement. Mit der Darstellung und der Analyse von Klara Schabrods Alltag trägt sie dazu bei, historische Zusammenhänge des zivilen Widerstands aufzuzeigen, die frauenpolitische Dimension und die Geschlechterbeziehungen im Nationalsozialismus deutlich zu machen und eine Widerstandskämpferin aus dem Vergessen zu holen“, heißt es in dem Vorwort von Florence Hervé.

Im Mai stellt die Autorin ihr Werk vor:
15. Mai, 19.30 Uhr
Buchhandlung BiBaBuZe
Aachener Straße 1