idiotoreal

Service-Journalismus at its best: Nach ihrer Reihe über „nette“ Vermieter*innen hielt die Rheinische Post im letzten Monat noch ein paar gute Tipps für die Besitzer*nnen von Wohnungen aus dem Munde von Haus & Grundler*innen und anderen Expert*innen parat. Auf eine drängende Frage wie: „Ich bin Eigentümer einer Wohnung. Diese möchte ich verkaufen, doch meine Mieterin bezieht Hartz IV. Kann ich ihr kündigen oder zumindest die Miete erhöhen?“ konnte die Runde jedoch nur eine den Auskunftssuchenden nicht komplett beglückende Antwort geben. „Ihr Verkauf stellt keinen Kündigungsgrund dar. Eher kommen Sie mit einer Mieterhöhung durch. Sie können bis zu 15 Prozent erhöhen, sofern Sie dann nicht über dem Mietspiegel liegen“, rieten sie. Mit wie viel der nun auch im Bundesland Nordrhein-Westfalen existierende Untersuchungsausschuss zu den NSU-Morden durchkommt, der seine Arbeit im nächsten Jahr beginnt, wird auch an der genauen Beobachtung seiner Arbeit liegen. Eben das hat sich NSU-Watch NRW vorgenommen. Von anderen bestialischen Morden – der Tötung von 43 mexikanischen Studierenden – ist schon vorher in Düsseldorf zu hören. Ein Kommilitone und ein Elternteil berichten über die Tat und ihre Hintergründe und gehen dabei auch auf die bundesdeutsche Mexiko-Politik ein. Die Außenpolitik der deutschen Linken ist schließlich eines der Themen des Interviews mit dem kurdischen Studierenden-Verband YXK. Also bietet die TERZ auch diesmal wieder reichlich Lese-Stoff, weshalb sie nicht (nur) als Geschenkpapier unter Düsseldorfer Christbäumen enden sollte.