idiotoreal

Der Kapitalismus weiß kaum noch ein und aus. Um die Konjunktur anzukurbeln, erwägt er sogar schon, Geld zu verschenken. Von „Helicopter money“ spricht die Fachwelt. Die Vereinigten Staaten haben nach dem dem Platzen der dot.com-Blase schon zu der Maßnahme gegriffen und allen ihren Bürger*innen 300 Dollar Steuern entlassen. Die Europäische Zentralbank, die im März die unfeierliche Eröffnung ihres Frankfurter Neubaus begeht, hat jetzt unlängst zwar über eine Billion Euro lockergemacht, den Betrag dann aber doch lieber den Finanzmärkten zum Spielen überreicht. Auf der Bühne gibt der Kapitalismus auch nicht gerade eine gute Figur ab. Dem „Theater der Klänge“ gelingt in seiner Adaption von Oskar Schlemmers triadischem Ballett jedoch das Kunststück, Entfremdung zu tanzen. Protest zu singen, schickt sich derweil die Pegida an, von Weihnachtsliedern bis zum Deutschlandlied reicht das Repertoire. Mit den Gastspielen ihres Düsseldorfer Ablegers Dügida haperte es allerdings bisher, und das soll auch so bleiben. Ein anderer Teil des rechten Randes befindet sich derweil schon in der Aufarbeitung. Ein Parlamentarischer Untersuchungsausschuss des Düsseldorfer Landtages beschäftigt sich mit dem Behörden-Versagen bei den Ermittlungen zu den NSU-Morden.