Am 8. März ist Frauen*KampfTag! Und wir gehen hin!

„Der internationale Frauentag ist die wichtigste Kundgebung für das Frauenwahlrecht gewesen, welche die Geschichte der Bewegung für die Emanzipation des weiblichen Geschlechts bis heute verzeichnen kann.“ (Clara Zetkin, 1911)

Erwachsen aus einer kämpferischen Historie existiert der Frauen*KampfTag als ein Aktionstag, an dem tausende Frauen* ihren Protest gegen die (Un-)Verhältnisse auf den Straßen lautstark sichtbar machen. Bis heute wird der 8. März von Frauen* auf der ganzen Welt genutzt, um auf die bis heute existierenden Missstände beim Thema Gleichstellung zwischen Männern* und Frauen* hinzuweisen. Doch finden wir uns an einem jeden 8. März vermehrt zwischen Blumen und Prosecco wieder. Der Protesttag ist verkommen zu einem Tag, der – anstatt die Verhältnisse anzuprangern – uns als Frauen* in unsere gesellschaftlichen Schranken weist. Am Internationalen Frauen*Tag, sollen wir es uns mal so richtig gutgehen lassen, uns etwas Wellness gönnen, uns hier und da mit einem Gläschen Sekt verwöhnen lassen und uns mit Blümchen beschenken lassen. In Kürze: Wir sollen konsumieren, was uns vorgelegt wird.

Doch wir als Frauen* sagen: NEIN! WIR WOLLEN KEINE BLÜMCHEN! Es ist genug! Auch in diesem Jahr wollen wir Freiraum, Unabhängigkeit, Akzeptanz! Wir fordern ein Umdenken, das es schafft, die Missstände in unserer existierenden Gesellschaft, bei der Gleichstellung zwischen Männern* und Frauen* aufzubrechen und aufzulösen. Wir wollen aber auch nicht mehr in Forderungen erstarren. Wir organisieren uns selbst. Wenn uns nicht gegeben wird, was wir uns wünschen und das trotz zahlreicher Studien, welche die Missstände sichtbar machen, und trotz der gesellschaftlich verankerten Absichten der Gleichstellung aller Menschen, suchen wir uns andere Wege, um eine Gesellschaft zu erreichen, die ein Miteinander statt ein Gegeneinander ermöglicht.

In der Solidarität untereinander geben wir uns Halt, geben wir uns Kraft, geben wir uns Hoffnung. Deswegen möchten wir auch in diesem Jahr wieder zusammenkommen und uns austauschen.

Am 8. März treffen wir uns ab 13 Uhr im Linken Zentrum „Hinterhof“ (Corneliusstr. 108, Düsseldorf), um gemeinsam den Frauen*kampftag zu feiern, uns zu vernetzen und uns untereinander auszutauschen. Alle interessierten Frauen* sind willkommen.

Wir möchten dabei nicht nur vorgefertigte Informationen abliefern, sondern auch Raum zum mitmachen, mitreden und aktiv werden geben.

Genderreferat des AStA und Autonomes Frauenreferat an der FH-D


TERMINE

Der Antifa-Arbeitskreis an der FH-D und die AG INPUT geben bekannt

Sicherlich werdet Ihr bemerkt haben, dass seit Anfang 2015 keine einzige Veranstaltung in der seit 2002 existierenden Reihe „INPUT – antifaschistischer Themenabend“ stattgefunden hat bzw. bereits angekündigte Veranstaltungen wieder abgesagt wurden. Der Grund hierfür sind die derzeit stattfindenden DÜGIDA- und PEGIDA-NRW-Demonstrationen. „Düsseldorf gegen die Islamisierung des Abendlandes – DÜGIDA“ – im Dezember 2014 nach Streitigkeiten im PEGIDA-NRW-Orgateam von PEGIDA abgespalten und nicht als offizielle PEGIDA-Lokalstruktur anerkannt – demonstriert seit dem 12. Januar mit Ausnahme des Rosenmontags an jedem Montagabend, federführende Figuren sind Melanie Dittmer, Tony Xaver Fiedler und Christopher von Mengersen, alle aus der Bonner Region bzw. dem Rhein-Sieg-Kreis. PEGIDA NRW, aktuell geführt von Marco Carta Probach aus Dortmund, ging nach einer ersten Kundgebung mit anschließendem „Spaziergang“ am 8. Dezember vor dem Landtag erstmals am 25. Februar wieder an den Start. Zu befürchten ist, dass es PEGIDA NRW nicht beim 25. Februar belassen wird und eventuell sogar – zusätzlich zu den oder anstelle der montäglichen Demonstrationen in Duisburg – jeden Mittwochabend in Düsseldorf Präsenz zeigen möchte.

Eine Planung von INPUT-Veranstaltungen für – wie gewohnt – jeden letzten Montag im Monat ist also derzeitig nicht möglich, und auch der Mittwoch als einzig machbarer Ausweichtermin für INPUT im „Zentrum Hinterhof“ ist derzeit blockiert. Eine antifaschistische Vortragsveranstaltung parallel zu einer rassistischen Demo in der eigenen Stadt durchzuführen, wäre unseres Erachtens ein völlig falsches politisches Signal. Statt also Vortragsveranstaltungen durchzuführen, nehmen wir zurzeit am Protest gegen DÜGIDA und PEGIDA teil und rufen dazu auf, sich zahlreich und lautstark an den Gegenaktionen zu beteiligen, solange, bis die rassistischen Aktionen eingestellt werden. Die geplanten INPUT-Veranstaltungen (50 Jahre NPD, Die Wege des Jürgen Elsässer und seines Projektes „Compact“ etc.) werden beizeiten nachgeholt, sobald es sich ausgedittmert und ausgecartart hat. Ebenso in Arbeit ist eine INPUT-Veranstaltung zum Thema „15 Jahre Sprengstoffanschlag am S-Bahnhof Düsseldorf-Wehrhahn“, in Kooperation mit dem zakk und diversen anderen Mitveranstalter*innen. Achtet bitte auf Ankündigungen! Nähere Infos sind rechtzeitig hier zu finden: http://beta.linkes-zentrum.de/gruppen/input.