Müll? Von wegen!

Der „Upcycling“-DIY-Tag

Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft, wir konsumieren im Überfluss, gekennzeichnet durch verschwenderischen Umgang mit natürlichen Ressourcen sowie Umweltverschmutzung durch gedankenlose Müllentsorgung. Es gibt zu viele Einwegprodukte und eine Überproduktion kurzlebiger Gebrauchsgüter. Das Konsumverhalten vieler Menschen orientiert sich mehr an der Verfügbarkeit und der Erschwinglichkeit als an der Notwendigkeit der Waren.

Reparaturfähige oder noch intakte gebrauchsfähige Gegenstände werden zu oft zugunsten neuer entsorgt. Dabei hat jeder alte Gegenstand noch viele weitere Verwendungsmöglichkeiten. Egal ob im Haushalt, Garten, Büro oder als „etwas andere“ Dekoration: Fast alle Gegenstände können „Upcycling“- Materialien sein. So wird aus einem alten Gummistiefel ein Blumentopf oder aus einem Milchkarton eine Geldbörse.

Hier kommt die Idee ins Spiel, aus alten Dingen neue zu machen. Das „Upcycling” liegt voll im Trend. Und es ist noch mehr: „Upcycling“ ist eine Lebenseinstellung, um Verantwortung für das zu übernehmen, was bereits produziert wurde, und vermeintlich ausgedienten Gegenständen neues Leben zu geben. Gleichzeitig ist es eine wunderbare Medizin gegen eine Krankheit unserer Zeit namens „Kaufen-für-die-Mülltonne“.

Beim „Upcycling“ werden vermeintliche Abfallprodukte oder ausrangierte Gegenstände in neuwertige Produkte umgewandelt. Im Gegensatz zum „Downcycling“ kommt es bei dieser Form des Recyclings zu einer stofflichen Aufwertung. Die Wiederverwertung von bereits vorhandenem Material reduziert die Neuproduktion von Rohmaterialien und verringert damit Energieverbrauch, Luft- und Wasserverschmutzung sowie Emissionen von Treibhausgas.

Zusätzlich zum praktischen Nutzen entstehen so Unikate, die Kreativität wird gefördert und auch das eigene Budget geschont.

Der „Upcycling“-Tag in der FH Düsseldorf

Wir planen einen „Upcycling“-Tag an der FH Düsseldorf zur kreativen Aufwertung vorhandener Materialien, um diese mit Ideenreichtum und Veränderung der eigentlichen Nutzung zu neuen, individuellen Gegenständen umzugestalten und somit Unikate mit speziellem Charme zu erschaffen.

Es gibt einen „Upcycling“-Markt mit DIY-Mitmachständen als Anregung, vor Ort kreativ zu werden, es gibt Stände mit schon fertigen „Upcycling“-Erzeugnissen, die zugunsten eines solidarischen Zwecks gegen Spende angeboten werden, und es gibt Stände mit euren Ideen und Gegenständen sowie ein kleines kulinarisches Angebot.

Wenn Ihr euch beteiligen wollt, meldet euch bei uns im AStA-Büro und teilt uns mit, in welcher Form Ihr euch einbringen wollt. Wir können euch auch noch mit weiteren Infos und Inspirationen unterstützen.

Wann und wo?

„Upcycling“-Tag am Samstag, 9. Mai, von 13 bis 17 Uhr am FH-Standort Düsseldorf-Golzheim, Georg-Glock-Str. 15, Innenhof und Durchgang zum Altbau zwischen Mensa und Bibliothek.

Veranstalterinnen: AStA-Ökologiereferat und Andrea (AStA-Vorsitz)


TERMINE

Der Antifaschistische Arbeitskreis an der FH-D präsentiert das Programm von
„INPUT – antifaschistischer Themenabend“:

Mittwoch, 1. April 2015, 19.30 Uhr im Zentrum Hinterhof, Corneliusstr. 108
Links blinken, rechts abbiegen. Die Wege des Jürgen Elsässer und seines Projekts „Compact“.
Referent: Volkmar Wölk (Grimma, Publizist)

Mittwoch, 29. April 2015, 19.30 Uhr im Zentrum Hinterhof, Corneliusstr. 108
Der 8. Mai in der deutschen Erinnerungskultur: Zwischen antifaschistischem Gedenken, Staatsraison und extrem rechter Vereinnahmung.
Referent: Michael Sturm (Münster, Historiker)
Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa. Das Datum hat seither in der bundesdeutschen Erinnerungskultur sehr unterschiedliche Deutungen erfahren. Während der 8. Mai in der Mehrheitsgesellschaft über Jahrzehnte hinweg als Tag der „Niederlage“, des „Untergangs“ oder des „Zusammenbruchs“ weitgehend unbeachtet blieb, waren es vor allem die überlebenden Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung, die den 8. Mai als „Tag der Befreiung“ feierten. Diese Deutung hat sich mittlerweile die „Berliner Republik“ zu Eigen gemacht. Das Datum wird mit großen offiziellen Feierlichkeiten begangen. Die extreme Rechte wiederum diskreditiert den 8. Mai als „Tag der Schande“ und polemisiert gegen einen angeblich vorherrschenden „Schuldkult“. Doch wie soll sich eine kritische, antifaschistische Erinnerungskultur zu den unterschiedlichen Deutungsmustern und Vereinnahmungsversuchen positionieren, ohne dabei selbst das Datum in unangemessener Weise zu instrumentalisieren? Der Vortrag skizziert die historischen wie aktuellen Deutungskämpfe um den 8. Mai und fragt nach den künftigen Perspektiven der Erinnerung an die nationalsozialistischen Verbrechen.

Vorankündigung

Dienstag, 26. Mai 2015, 20.00 Uhr im ZAKK, Fichtenstr. 108
15 Jahre Wehrhahn-Bombenanschlag in Düsseldorf – ein Rück- und Ausblick.
Eine Veranstaltung von „INPUT – antifaschistischer Themenabend“ und Antirassistisches Bildungsforum Rheinland, in Kooperation mit der Forschungsstelle Rechtsextremismus und Neonazismus der FH Düsseldorf (FORENA), Stay – Düsseldorfer Flüchtlingsinitiative, zakk, der SJD – Die Falken Düsseldorf, nsu-watch NRW, der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Münster, dem Heinrich-Heine-Salon etc. (der Veranstalterkreis erweitert sich noch).

INPUT – antifaschistischer Themenabend in Düsseldorf existiert seit 2002 und findet in der Regel einmal monatlich statt, zumeist im „Zentrum Hinterhof“, hin und wieder aber auch im Kulturzentrum zakk und im Buchladen BiBaBuZe. Unregelmäßig werden zusätzliche INPUT-Spezial-Veranstaltungen angeboten. Ankündigungen unter http://beta.linkes-zentrum.de/gruppen/input. Aktuelle Veranstalter: Antifaschistischer Arbeitskreis an der FH Düsseldorf und AG INPUT, in Kooperation mit dem Antirassistischen Bildungsforum Rheinland (ABR) und SJD – Die Falken Düsseldorf. Kontakt (auch für Ideen für Veranstaltungsthemen): antifa-ak[at]gmx[dot]de und bildungsforum[at]gmx[dot]de.