Sei dabei!

Aktiv durch den Sommer:


07.-17. August
Klimacamp im Rheinland

Was ist das Klimacamp und warum findet es statt?

Inspiriert durch die Klimabewegung in England finden in Deutschland seit 2008 Klimacamps statt. Sie basieren auf den vier Säulen Vernetzung, Bildung, Alternatives Leben und Widerstand. Im rheinischen Braunkohlerevier findet in diesem Jahr zum 6. Mal das Klimacamp statt.

Mit seinen drei Tagebauen und fünf Kraftwerken ist das rheinische Braunkohlerevier Europas größte CO2 Quelle. Weltweit steigen die CO2 Emissionen trotz noch so vieler Klimagipfel und Lippenbekenntnissen der herrschenden Politiker*innen. Den Braunkohleabbau zu stoppen ist ein wichtiges Ziel auf dem Weg zu einer sozial-ökologischen Energiewende und dafür die Umsetzung der Idee der Ernährungssouveränität.

Refugees Welcome!

Durch den Klimawandel bedingte Stürme, Dürren und Überschwemmungen zerstören die Lebensgrundlage vieler Menschen. Besonders betroffen sind Regionen im Globalen Süden. Gegen den Klimawandel zu kämpfen heißt auch gemeinsam für „das gute Leben“ zu streiten und solidarisch gegenüber den Betroffenen zu sein. Für eine Welt, in der Menschen selbstbestimmt bleiben und gehen können, wohin sie wollen.
Ein breites transnationales Netzwerk von aktiven Einzelpersonen, Gruppen und Organisationen hat sich gesponnen, aus dem heraus vielfältige Aktionen, Camps, Radtouren und Konferenzen organisiert werden – so auch das Klimacamp im Rheinland (07.-17.08.2015). Ebenfalls wird dort die Degrowth Summer School statt finden (09.-14.08.) und die Aktion „Ende Gelände“ (14.-16.08.). Es handelt sich dabei um eine Massenaktion des Zivilen Ungehorsams mit möglichen Besetzungen des Braunkohletagebaus, Stoppen der Kohlebagger und einem entschlossenen Protest gegen den fortschreitenden Klimawandel und dessen vielfältige Ursachen und Folgen.
http://klimacamp-im-rheinland.de

14.-16. August
„Ende Gelände“ Aktionstage

Ob beim G7-Treffen im Sommer in Bayern oder bei der UN-Klimaklimakonferenz im Dezember in Paris – in einer Endlosschleife werden Regierungs­vertreter*innen dieses Jahr ihre Betroffenheit über das eskalierende Klimachaos ausdrücken. Doch es klafft eine riesige Lücke zwischen dem, was notwendig wäre, um die Klimakatastrophe noch abzuwenden, und dem, was passiert. Die kurzfristigen Profitinteressen der Energiekonzerne werden wieder einmal über das Gemeinwohl gestellt und ein Wirtschaftssystem zur Lösung der Probleme angerufen, welches uns erst in die Klimakatastrophe gebracht hat. Derweil zerrinnt die Zeit, die noch bleibt, um einen unumkehrbahren Klimawandel zu verhindern.
Es genügt nicht, nur laut NEIN zu sagen, es ist an der Zeit, Widerstand zu leisten und Klimaschutz selbst in die Hand zu nehmen. Überall auf der Welt stellen sich Menschen den Baggern entgegen, weil sie wollen, dass die Kohle im Boden bleibt. Sie blockieren die Bohrer, die Gas oder Öl fracken – und kämpfen gegen Atomkraft und für eine erneuerbare Zukunft. So wird es auch am 14. bis 16. August im rheinischen Kohlerevier heißen: „Ende Gelände“ für die Braunkohlebagger und wir stellen uns mit vielen Menschen der Kohle entgegen! Eine Aktion zivilen Ungehorsams soll den dreckigsten und größten CO2-Verursacher Europas lahmlegen. Während einige an der Abbruchkante protestieren, werden andere im Tagebau die Bagger und andere Infrastruktur im Tagebau blockieren. Die Aktionsform ist eine offen angekündigte Massenblockade mit vielfältigen Beteiligungsmöglichkeiten. Alle, ob protesterfahren oder nicht, alle sollen teilnehmen können: Einige werden in den Tagebau hinabsteigen und Bagger und andere technische Infrastruktur blockieren, andere werden in der Nähe der Abbruchkante, an den Zufahrtsstraßen und Toren protestieren. Zudem wird es eine angemeldete, lebendige, bunte Demonstration geben, in der alle im legalen Rahmen demonstrieren können.
https://ende-gelände.org/

09.-14. August
Degrowth Summer School

Im Deutschen gibt es für „Degrowth“ unterschiedliche Übersetzungen mit verschiedenen Bedeutungen: beispielsweise „Postwachstum“, „Schrumpfung“, „Wachstumswende“ oder „Entwachstum“. Gemeinsam ist die Überzeugung, dass eine auf Wachstum basierende Gesellschaft keine Zukunft hat: Trotz technologischer Lösungsversuche für ein „Grünes Wachstum“ steigen Ungleichheit und Umweltverbrauch weiter an. Es ist an der Zeit, Formen von Wirtschaft und Gesellschaft aufzubauen, die unabhängig von Wirtschaftswachstum ein gutes Leben für alle ermöglichen!
Die Degrowth Summer School will mit dem Schwerpunktthema Klimagerechtigkeit die Notwendigkeit eines umfassenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandels unserer energie- und ressourcenintensiven Lebensweise sichtbar machen und konkrete Lösungen und Alternativen diskutieren. Damit wird die Sommerschule die Erkenntnisse der 4. Internationalen Degrowth-Konferenz 2014 in Leipzig in Bezug auf eine zentrale Herausforderung unserer Zeit vertiefen und konkretisieren.
http://degrowth.de/de/sommerschule-2015


„Warm Up“ von IL Köln u. isl Köln

Soziale Kämpfe und Klima

Aus Köln gegen das rheinische Braunkohlerevier

Von Griechenland lernen?
Strategien gegen Extraktivismus

Mo., 13.07. AZ Köln, Luxemburger Str. 93, 19h
Widerstand gegen Goldabbau in Chalkidiki (Griechenland) und Kohleabbau im rheinischen Braunkohlerevier. Seit 2011 erregt die nordgriechische Urlaubsregion Chalkidiki große Aufmerksamkeit – allerdings nicht aufgrund ihrer schönen Strände, sondern weil hier einer der intensivsten ökologisch-sozialen Kämpfe in Europa tobt. Eine Aktivistin vom Komitee gegen den Goldabbau in Chalkidiki und ein Aktivist der antiautoritären Bewegung berichten über die (lokalen) Kämpfe gegen die geplante Wiederaufnahme der Goldförderung, die sowohl unter ökologischen als auch unter sozialen Aspekten eine Katastrophe ist. Ziel ist ein Austausch über Strategien und Perspektiven der griechischen Aktivist*innen mit Blick auf die Kämpfe im rheinischen Braunkohlerevier. In Kooperation mit dem Antifa AK Köln (UG)

Care-Extraktivismus und Commons
Feministische Perspektiven auf gesellschaftliche Naturverhältnisse

Do., 23.7., AZ Köln, Luxemburger Str. 93, 19.30h
Die Parallelen in der Ausbeutung natürlicher Ressourcen und der primär von Frauen geleisteten Reproduktionsarbeit wird bereits seit den 1980ern innerhalb der feministischen Bewegung diskutiert. Wir wollen an diese Auseinandersetzung anknüpfen und ausleuchten, wie feministische und ökologische Kämpfe zusammen gedacht werden können. Unter dem Begriff des ‚Care-Extraktivismus‘ (Christa Wichterich) führt die freie Wissenschaftlerin und Aktivistin Friederike Habermann aktuelle Debatten um „Care-Revolution“, (Neo-)Extraktivismus und Commons zusammen.

„Ende Gelände – Bagger stoppen, Klima schützen!“
Infoveranstaltung und Diskussion zu den Aktionstagen im rheinischen Braunkohlerevier

Fr., 31.07., AZ Köln, Luxemburger Str. 93, 19h
Bei den Aktionstagen vom 14.-16.08. heißt es „Ende Gelände – Bagger stoppen, Klima schützen!“. Mit mehr als tausend Menschen soll ein Tagebau mit Aktionen des zivilen Ungehorsams gestört werden. Beim Klimacamp (07.-17.08.) und bei der Degrowth Sommerschule sollen Alternativen zum Bestehenden erdacht und erprobt werden. Bei dem Vortrag wird es nach einer kurzen Einführung zum Braunkohleabbau im Rheinland und einem Überblick über den Widerstand der letzten Jahre weitere Informationen zu den Aktionen, dem Klimacamp und der Degroth Summer School geben.

Von der Theorie zur Praxis
Ende Gelände Aktionstraining

Sa., 01.08., Naturfreundehaus Köln Kalk, Kapellenstr. 9a, 10 - 16h
In diesem Basistraining wollen wir uns fit machen für die Massenaktion des Klimaaktionssommers mit ihren Aktionstagen vom 14.-16.08.2015 und darüber hinaus. Auf dem Programm stehen Bezugsgruppen, Konsens, Durchfließen von Polizeiketten und weitere praktische Fähigkeiten.