idiotoreal

„Hier gibt es fast nichts außer Foxtrott. Hier gibt es nur Fressen und Trinken und wieder Foxtrott ... Groß in Mode ist der Herr Dollar, Kunst – wen interessiert sie schon!, das Höchste ist eine Music-Hall“, klagte der sowjetische Lyriker Sergej Jessenin 1922 über das Düsseldorfer Kulturleben. Foxtrott und Muic-Hall gibt es heute zwar nicht mehr, aber Erquicklicheres ist nicht groß an ihre Stelle getreten. Ob es jetzt kryptosozialistische Planwirtschaft in diesem Bereich richten wird, steht in Frage. Noch nicht mal einen Plan hingegen hat der nordrhein-westfälische Untersuchungsausschuss zu den NSU-Morden, obwohl er schon ein Jahr lang tagt. Währenddessen erobern die brauen Horden immer mehr öffentlichen Raum, besonders in Sachsen, nicht zuletzt befeuert von der Geflüchteten-Debatte. Aber zum Glück gehen jetzt auch die Migrant*innen für ihre Rechte auf die Straße.