idiotoreal

Oberbilk geht um die Welt. Die Polizei braucht nur mal ein paar Scheinwerfer auf die Gegend zu richten, durch die Cafés zu streifen und 40 Leute einzusacken, und schon raschelt es im Pressewald bis nach Frankreich hin. Aber trotzdem musste die Stadt aufmerksamkeitsökonomisch Köln noch den Vortritt lassen – alles über die neue rheinische „Achse des Bösen“. Bedeutend weniger Presse-Resonanz erhält die desaströse Polizei-Arbeit zur Mordserie der Neonazis, wie sie der nordrhein-westfälische NSU-Untersuchungsausschuss noch einmal in allen Einzelheiten zu Tage fördert. Auch das Verhalten der Ordnungshüter*innen bei der Attacke von Rechten auf einen Wuppertaler Antifaschisten interessiert die Journalist*innen nicht sonderlich. Und wo bleibt das Positive? Hier: Die weltweite Vernetzung der Amazon-Beschäftigten macht Fortschritte. Kulturell tut sich ebenfalls etwas. Der Laika-Verlag hat ein Multimedia-Paket zur Geschichte der italienischen Linken herausgebracht – inklusive eines lange verschollenen Kurzfilmes von Pier Paolo Pasolini. Also ist die Welt noch nicht ganz jeck.