Gedenkstättenfahrten

Auschwitz, Theresienstadt/Lidice/Prag/Lety und Ravensbrück

Mit Unterstützung der Studierendenschaften der FH-D, HHU und Uni Köln sowie der „Düsselfalken“ fand vom 15. bis 19. Juni 2016 die 12. mehrtägige Gedenkstättenfahrt des „AK Gedenkstättenfahrt“ statt.

Nach neun sechstägigen Auschwitz-Fahrten stand die dritte, dieses Mal fünftägige Fahrt nach Tschechien an, es nahmen knapp 30 Personen teil. Schwerpunkt war die Kleinstadt Terezín (Theresienstadt). Das zweitägige Programm umfasste dort ein Zeitzeuginnengespräch mit der Theresienstadt-Überlebenden Michaela Vidlakova aus Praha (Prag), ein Besuch des Ghetto-Museums sowie Führungen durch die von den Nazis als Gestapo-Gefängnis genutzte „Kleine Festung“ und die für Jüdinnen und Juden als Zwischenstation in die Vernichtungslager genutzte „Große Festung“ der ehemaligen Garnisonsstadt. Anschließend ging es weiter zur Gedenkstätte Lidice, auf deren Gelände einst das Dorf Lidice stand, das am 10. Juni 1942 nach dem erfolgreichen Attentat auf den „Reichsprotektor“ Reinhard Heydrich von den Nazis als Vergeltungsmaßnahme dem Erdboden gleichgemacht worden war. Alle angetroffenen Männer wurden erschossen, Frauen und Kinder deportiert und teilweise ebenso ermordet. Das Programm in Lidice beinhaltete eine Führung über das fast komplett nicht überbaute Gelände und einen Besuch der Museumsausstellung. Dritte Station war am Samstag (18. Juni) Praha, wo in Form eines Vortrags, einer Stadtführung und eines Besuchs der Ausstellung über „die Helden der Heydrichiade“ in der unterirdischen Krypta der St.-Cyrill-und-Method-Kirche – zur Erinnerung an die am 18. Juni 1942 von der SS in ihrem dortigen Versteck aufgespürten tschechoslowakischen Heydrich-Attentäter und Widerstandskämpfer Adolf Opálka, Josef Valčík, Jaroslav Švarc, Jan Hrubý, Josef Bublík, Josef Gabčík und Jan Kubiš – das Thema „Tschechoslowakischer Widerstand gegen den NS im ‚Protektorat Böhmen und Mähren‘“ auf der Tagesordnung stand. Letzte Station war am Sonntag die kleine Gemeinde Lety bei Písek. In der Nähe von Lety stand bis August 1943 das „Zigeunerlager Lety“, das unter – von den Nazis mit großem Handlungsspielraum ausgestatteter – tschechischer Kommandantur stand, ein bis heute in Tschechien gerne verdrängtes Kapitel. Im KZ Lety lebten und starben viele Roma unter den erbärmlichsten Bedingungen, weitere wurden nach Auschwitz deportiert, nur wenige überlebten. Einige Meter von dem über einem Massengrab errichteten Gedenkort entfernt befindet sich seit vielen Jahren eine riesige, übel riechende Schweinemast-Anlage, auf deren Gelände einst das KZ stand.

Im September 2016 steht eine viertägige Gedenkstättenfahrt zur Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück im brandenburgischen Fürstenberg/Havel an, also zum ehemaligen Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück. Für die Fahrt sind allerdings nur noch Plätze auf der Warteliste (bei Absagen) zu bekommen. Schon jetzt läuft aber die Planung für weitere Fahrten nach Polen und Tschechien in den Jahren 2017 und 2018. Kontakt zum Arbeitskreis Gedenkstättenfahrt: ak-gedenk[at]gmx[dot]net.


Die AStA-Ökologiereferat informiert

Mit dem Projekt „Campusgarten-Initiative“ wollen wir das traditionell private Betätigungsfeld des Gärtnerns in die Öffentlichkeit der Moderne transportieren und dazu beitragen, unbelebte graue Orte der Stadt zu begrünen. Damit grenzen wir uns bewusst von den klassischen privaten Kleingärten ab, in denen nur wenige Personen auf Privatflächen für sich gärtnern. An Stelle des traditionellen Schrebergartens als privates Refugium im öffentlichen Raum wollen wir aktiv mit der Umgebung in den Dialog treten und Einfluss auf die Gestaltung auch jenseits der Gartengrenzen nehmen. Der Campusgarten soll eine Basis bieten, um die Teilhabe an der Gestaltung des Stadtteils zu formulieren. Wir wenden uns dabei gegen die Ausbreitung von Monokulturen und wollen bewusst die Pflanzenvielfalt ausweiten, indem wir u.a. alte Sorten anbauen, die in der industriellen Landwirtschaft keine Beachtung mehr finden. Es ist uns ein zentrales Anliegen, die Bevölkerung für gesunde Ernährung und lokale Nahrungsmittelproduktion zu sensibilisieren. Teilnehmenden soll ermöglicht werden, den Nahrungsmittelkreislauf in seiner Gesamtheit von der Aussaat über das Pflegen, Ernten, Verkochen und Verspeisen bis hin zur Kompostierung und Wiederverwertung zu verfolgen. Wir sprechen uns für soziale Gerechtigkeit aus, und wollen der Entfremdung der Stadtbewohner*innen von Naturprozessen und dem Wissen um jene entgegenwirken. Methoden zur Stärkung der individuellen Ernährungssouveränität sollen erfahrbar gemacht werden. Mit unserem Konzept möchten wir einen offenen Raum der Kommunikation für Studierende, Mitarbeiter*innen der FH und der Nachbarschaft schaffen. Dieser Raum soll einladen, den Campus zu passieren und insbesondere auf ihm zu verweilen.

INPUT – Antifaschistischer Themenabend in Düsseldorf informiert

Wegen der Sommerferien wird es erst ab Ende August wieder Veranstaltungen in der Reihe „INPUT – antifaschistischer Themenabend“ geben:
Mittwoch, 31. August 2016, 19.30 Uhr, Hinterhof - Linkes Zentrum, Corneliusstr. 108:
Polen Rechtsaußen, Referent: Kamil Majchrzak (deutsch-polnischer Jurist und Publizist aus Berlin). Nähere Infos gibt es rechtzeitig auf http://linkes-zentrum.de unter „Termine“.

Das AStA-Referat für Interkulturelles präsentiert:

Freitag, 8. Juli 2016, ab 20 Uhr, Butze, Weißenburgstr. 18, Düsseldorf:
Konzert/concierto mit Riosentí (Josué Avalos & Aline Novaro), anschließend DJ
Riosentí ist ein musikalisches Projekt auf Reisen mit Wurzeln in Lateinamerika. Josué Avalos aus Mexiko und Aline Novaro aus Argentinien schaffen Lieder und energetische Songs, begleitet durch Gitarre und Jarana.
Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf, Butze Kneipenkollektiv, Falken Düsseldorf und Referat für Interkulturelles des AStA der FH Düsseldorf