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TERZ ist die autonome Stattzeitung für Politik und Kultur in Düsseldorf und Umgebung.
Sie erscheint auf realmanifestiertem Papier zum Ersten eines Monats und wird kostenlos verteilt.
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Januar 2010


IDIOTOREAL

LAUSIGE ZEITEN
kurzmeldungen, diesmal u.a. mit ahaus, eon, elena, gesamtschule und skatepark

RECHTER RAND (I)
blick nach rechtsaußen: düsseldorfer reps, "deutsche frauen" und "pro nrw"

RECHTER RAND (II)
geplante neonazi-demo in dresden am 13.02.2010 anlässlich des jahrestags der bombardierung

FH-SEITE
das öko-referat der fachhochschule nimmt stellung zu der atommüll-genehmigung für ahaus

CAMPUS
bildungsstreik im rückblick // nachspiel für schulräumung // der asta und die quotierung

GENDER
interview mit dem soziologen sebastian scheele zum bevorstehenden "männerkongress" an der uni

BILDUNGSSTREIK
die "gegenargumente düsseldorf" widmen sich dem staatlichen umgang mit der "ressource bildung"

EXTREM DANEBEN
ein neues comic aus der "andi"-reihe stellt rechts- und linksextremisten auf eine stufe

VERMISCHTES
freiheit für mumia abu-jamal // roter-punkt-aktion geht weiter // leserbrief

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unsere konsumabteilung: unterhaltungs- und bildungsmedien in der kritischen rezension
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Um erfolgreich gegen Nazis, Faschisten und Rassisten vorgehen zu können, braucht der Antifa-KOK eure Mithilfe!

NAZI-AKTIONEN? MELDET EUCH!

Da besonders in Hinblick auf den Wahlkampf verstärkt mit Aktionen und öffentlichem Auftreten von FaschistInnen gerechnet werden kann, braucht der KOK alle Hinweise auf Nazi-Aktivitäten. Wenn euch irgendetwas auffällt, meldet euch. Für den KOK ist erst mal alles interessant - auch wenn es vielleicht unwichtig erscheint. Geht davon aus, dass er es noch nicht weiß, damit nichts im Sumpf der Gerüchteküche verschwindet.

Schreibt eine E-Mail an info [at] antifa-kok.de. Wenn ihr etwas direkt beobachtet, wie z.B. einen Wahlkampfstand, ruft sofort an. Und speichert am besten jetzt die KOK-Nummer in eurem Handy:

0172 - 2111311

Gemeinsam können wir Nazi-Auftritte in Düsseldorf verhindern!

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Termine


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Lesung, Vortrag, Diskussion:


Symposium: Die Popularität der Literatur. Ästhetik, Kommunikation, Interaktion und gesellschaftliche Praxis
Do., 07. - So., 10.01., Malkasten, Jacobistraße 6a
Pop, Popularität und Populärkultur sind schwer hintergehbare, gesellschaftsübergreifende Phänomene des modernen Alltags. Von den klassischen Text-, Sprach- wie auch Bildwissenschaften wurden sie hingegen eher stiefmütterlich behandelt. Deren hermeneutische Schlüsselkompetenzen versprechen jedoch entscheidende Einblicke in die symbolischen und visuellen Strategien, die den kulturellen Erfolg und die soziale Leistungsfähigkeit des Populären erklären könnten. Dies ist einer der Ausgangspunkte des Symposiums, ausgerichtet vom Anglistischen Institut der Heinrich-Heine-Universität. An vier Tage werden im Düsseldorfer Malkasten populäre Themen von Homer bis zum Phantom der Oper, von Folklore bis zum Vampirismus in Internet Fan-Fiction vorgestellt und diskutiert.

Diskussion: Wie viel POP verträgt die Gesellschaft?
Sa., 09.01., Malkasten, Jacobistraße 6a, 20h Dem allgemeinen Interesse an der Entwicklung des Populären in unserer Gesellschaft gilt die Podiumsdiskussion. VertreterInnen aus Werbung, Journalismus und Wissenschaft wollen darüber diskutieren, wo genau uns Pop und Populäres begegnet und wie es sich in verschiedenen Lebensbereichen unterscheidet. Was ist überhaupt populär und wie kann man Popularität nutzen? Wer hat daran teil, wer nicht? Was muss man tun, um Trends, Produkte oder Personen populär zu machen? Kann man von einer Trend-Entwicklung des Pops sprechen? Und wenn ja - ist diese Entwicklung notwendig zu beklagen. Ist Pop inzwischen sogar eher peinlich oder out? Im Rahmen des Symposiums "Die Popularität der Literatur".

"... und ich muss wieder weg!"
So., 10.01., ZAKK, Fichtenstr. 40, 17h, Eintritt frei
Ehemalige Bürgerkriegsflüchtlinge werden nach jahrzehntelangem Aufenthalt in Deutschland wieder abgeschoben. Die "Altfallregelung" (siehe TERZ 11/09) für langzeitgeduldete Flüchtlinge läuft Anfang Januar aus und es drohen Massenabschiebungen in den Kosovo. Über Deutschland als Einwanderungsland, verhinderte Integration und die Möglichkeiten zivilgesellschaftlichen Protestes gegen Abschiebungen diskutieren M. Düker (MdL Die Grünen), V. Idic (Kriegsflüchtling, nach über 17 Jahren aus Deutschland abgeschoben), T. Nolting (Diakoniepfarrer Düsseldorf), J. Dieckmann (Rechtsanwalt für Asyl- und Ausländerrecht) u.a. (Veranstalter: Stay! & zakk)
anschließen: Gypsy Balkan Solikonzert (s.u.)

Vorbereitungstreffen Demo 03/2010 "Wir-zahlen nicht für Eure Krise"
Mi., 13.01., DGB-Haus, Friedrich-Ebertstr. 34, 19h
Das bundesweite Bündnis "Wir-zahlen nicht für Eure Krise" ruft am 20.03.2010 in (bisher) zwei Großstädten - u.a. in Düsseldorf - zu Demonstrationen auf. Eingeladen sind heute alle Düsseldorfer Gruppen und Initiativen, sich in die Planung der Demo einzubringen. www.kapitalismuskrise.org

Lager Lebenslänglich - Die Flüchtlinge der Westsahara warten auf Selbstbestimmung
Do., 14.01., ZAKK, Fichtenstr. 40, 20h
Seit fast 35 Jahren leben 165.000 Flüchtlinge aus der Westsahara in vier Flüchtlingslagern in Südwest Algerien. Seit dieser Zeit hält Marokko ihr Land - die Westsahara - besetzt. Die ursprüngliche Bevölkerung der Westsahara, die Saharaui, sollen nach dem Willen des UN-Sicherheitsrats und des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag in einem Referendum darüber abstimmen, ob sie unabhängig werden oder innerhalb Marokkos eine gewisse Autonomie erlangen wollen. Diverse Resolutionen des UN-Sicherheitsrats und eine Entscheidung des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag werden jedoch von Marokko ignoriert. Seit Jahrzehnten werden im großen Umfang marokkanische Bürger in der Westsahara angesiedelt. Die Bodenschätze des Landes werden von Marokko zur Ausbeutung an in- und ausländische Firmen veräußert. Das gleiche gilt für die reichen Fischvorkommen vor der Küste der Westsahara, welche sich die Europäische Union - gegen den Protest der schwedischen Regierung - wiederholt über Abkommen mit Marokko gesichert hat. MenschenrechtsaktivistInnen in dem von Marokko besetzten Gebiet der Westsahara werden inhaftiert und gefoltert, weil sie friedlich für die Rechte der Saharaui eintreten. Auf der Veranstaltung werden die mit dem Thema zusammenhängenden historischen, politischen und juristischen Fragen dargestellt. Referent: Jamal Zakari, Vertreter der Polisario in Deutschland. Veranstalter: VDJ Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen e.V. (Düsseldorf) und Eine Welt Forum Düsseldorf e.V. - Veranstaltung im Rahmen der Reihe "Selbstbestimmungsrecht der Völker".

Seminar: Klimakatastrophe - Ursachen und Ausmass - globale und regionale Handlungsmöglichkeiten nach dem Kopenhagener Gipfel
Sa., 23.01., Jugendherberge, Düsseldorfer Straße 1a, 11 - 17h
Attac Düsseldorf lädt ein, sich zu diesem hochaktuellen Thema beim Seminar zu informieren.

Gegenargumente Düsseldorf:
Bildungsstreik - Warum effektiviert der Staat die "Ressource Bildung"?
Sa., 23.01., 15 Uhr, Kulturcafé Solaris 53 e.V., Kopernikusstr. 53
(siehe Artikel in dieser Ausgabe)

Diskussion mit den KandidatInnen für den kommunalen Integrationsausschuss
Mo., 25.01., ZAKK, Fichtenstr. 40, 19h
Am 07.02. wählen Düsseldorfer MigrantInnen ihre Vertretung in den Integrationsausschuss, dem Nachfolgegremium des Ausländerbeirats. Beim heutigen Informationsabend "Sie haben die Wahl" (Moderation Gökcen Stenzel - RP) stellen sich die KandidatInnen vor. Der Eintritt ist frei (Fachstelle Integration & zakk)

"Krähenüberkrächzte Rolltreppe"
Mo., 25.01., BiBaBuZe, Aachener Str. 1, 19.30h, Eintritt frei
Die Robert Burns Gesellschaft e.V. lädt ein zu einem Lyrikabend mit Gedichten von Adolf Endler vorgestellt von Werner Hanses Ketteler, Michael Serrer und Ferdinand Scholz. Endler wurde am 10.09.1930 in Düsseldorf geboren und starb am 02.08.2009 in Berlin. 1955 zog er in die DDR und studierte am Literaturinstitut in Leipzig. Seit Mitte der 1960er Jahre nahm Endler kritisch Stellung zu politischen und literarischen Vorgängen in der DDR.

In Auschwitz
Mi., 27.01., Palais Wittgenstein, Bilker Str. 7-9, 19.30h
Lesung mit Andrea Sawatzki zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus.

Politisches Frühstück: Von Rio nach Kopenhagen
So., 07.02., ZAKK, Fichtenstr. 40, 11h
Von Rio nach Kopenhagen - Maßnahmen, Erfolge und Versäumnisse zur Klimapolitik seit der Konferenz von Rio 1992 und die nationale Umsetzung (attac Düsseldorf).


Kunst:


Mixtape - Zusammenhänge in Raum, Zeit, Identität und Musik
Vernissage Fr., 08.01. ab 19h, Ausstellungsdauer bis 03.02., Galerie Slowboy, Oberbilker Allee 290
Pop und Jugendkultur sind zentrale Themen der Fotografien von Oliver Sieber. Fotografische Serien wie Skinsmodsteds, j_subs und imaginary club beschäftigen sich mit Identität und Gruppenzugehörigkeit. Neben Mode definieren sich Jugendkulturen vor allem durch Musik. Wo entsteht diese Musik? Wie sehen die Produktionsstätten aus? Oliver Sieber hat im Raum Düsseldorf Übungsräume von Musikern fotografiert. Die großformatigen Fotografien sind zum ersten Mal in Düsseldorf zu sehen, auch erscheint eine Siebdruck-Edition zum neuen Buch von Oliver Sieber, im dem er sich mit Retrokulturen in Japan beschäftigt.

"Random City" - die Öffentlichkeit als Projektionsraum
Mo, 18.01., Black Box, Schulstr. 4, 20h
Der Düsseldorfer Video-, Klang- und Performance-Künstler Jörg Steinmann beschäftigt sich mit Geräuschen in der Stadt. Im öffentlichen Raum spürt er Geräuschquellen auf und verarbeitet sie in Performances direkt vor Ort. Es entstehen Geräuschgestalten, die dem Entstehungsort eine neue hörbare Qualität hinzufügen und ihn überlagern. Das Filmwerkstatt-Mitglied berichtet von zahlreichen vorübergehenden (ephemeren) Aktionen der letzten Jahr, bei denen die Öffentlichkeit auch zur Projektionsfläche von Geräuschereignissen wurde. Fiktionale Momente bilden stets die Basis einer völlig offenen künstlerischen Arbeitssituation in der Öffentlichkeit. Teils übernimmt das Laufpublikum selbst eine performative Rolle, um Interfaces zum Klingen zu bringen. In der Reihe "Moving Monday", Plattform für Veranstaltungen im Filmkontext unter Leitung von Iris Zogel, ‚artsfactory' Düsseldorf.


Theater & Film:


Film: Rosa Luxemburg
Do., 07.01., LiZe Hinterhof, Corneliusstraße 108, 19h
Am 15. Januar 1919 wurde die Revolutionärin Rosa Luxemburg zusammen mit Karl Liebknecht von gegenrevolutionären Soldaten umgebracht. Dieser Mord, der damals mit dem Segen der SPD-Führung stattfand, beraubte die KPD ihrer bedeutendsten Führerin und war ein Markstein in der Niederschlagung der deutschen Revolution 1918/19. Rosa Luxemburg, die ab 1898 auf der äußersten linken Position der damals marxistischen Arbeiterpartei SPD stand, hatte bis zum ersten Weltkrieg gegen die Tendenzen in der Sozialdemokratie gekämpft, sich dem Kapitalismus und der bürgerlichen Gesellschaft anzupassen. Mit Ausbruch des ersten Weltkriegs, in dem die SPD statt der ArbeiterInnenklasse das "Vaterland" verteidigte, führte Rosa Luxemburg trotz einer langen Folge von Gefängnisaufenthalten einen Kampf um eine revolutionäre Antwort auf den Krieg. In der Novemberrevolution 1918 aus dem Gefängnis befreit, versuchte sie den Verrat der sozialistischen Ziele durch die SPD offenzulegen und die Revolution wie in Russland bis zur Herrschaft der ArbeiterInnenräte weiterzuführen. Um anlässlich ihrer Ermordung auch in Düsseldorf an Rosa Luxemburg zu erinnern, zeigt die Filmreihe "Révoltez-vous avec moi!?" im Januar den biographischen Spielfilm "Rosa Luxemburg" (Regie: Margarethe von Trotta, Darsteller: Barbara Sukowa, Hannes Jaenicke, Daniel Olbrychski, Otto Sander, BRD 1985; 120 Minuten). In diesem werden sowohl die zentralen Ereignisse ihrer politischen Tätigkeit als auch ihre eigene Entwicklung von einer polnisch-jüdischen Bürgertochter zum "letzten Mann der deutschen Sozialdemokratie" dargestellt. Vor dem Film wird es eine kurze Einführung geben. Die Filmreihe wird organisiert von "redspazz-den selbstorganisierten Erwerbslosen und prekär Beschäftigten" und der "Sozialistischen Arbeiterstimme (SAS).

Sex. Murder. Art. Retrospektive Jörg Buttgereit
08. - 28.01., Black Box, Schulstr. 4
Wie kaum ein anderer Filmemacher in Deutschland weicht Jörg Buttgereit mit seinen oftmals schockierenden und gleichsam subersiv-romantischen Filmen die Grenzen zwischen Kunst und Horror auf. Kino im Spagat zwischen Kunst und Splatter. Vor 22 Jahre kam Buttgereits erster Langfilm "Nekromantik" ins Kino. Eine irritierende und doch sehr raue Synthese aus Exploitation und Poesie, in der der junge Robert und seine Freundin Betty ihre Liebe zu Leichen erkunden. Der Film bedeutete für den Berliner "Monsterexperten", Filmkritiker und Theatermacher seinen sowohl nationalen als auch internationalen Durchbruch (besondere Erfolge feiert Jörg Buttgereit in den USA und Japan), gleichzeitig erfolgten äußerst kritische Betrachtungen seines Werks durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften sowie diverse bayerische Staatsanwälte, die den Film kurz nach Erscheinen beschlagnahmten. Buttgereit versteht seine Filme nicht als Unterhaltung, sondern als Kunst, die sich der Punk-Tradition zurechnet. Zugrunde liegt seinen Filmen die Überlegung, wie weit man gesellschaftliche Grenzen der Moral überschreiten kann, wobei nicht blutige Splatterszenen aneinander gereiht werden, sondern die Intention darin besteht, beim Publikum Verständnis für die Abnormitäten der Figuren zu erzeugen und einen etablierten Natürlichkeitsbegriff in Frage zu stellen. Der 46-jährige Arthaus-Horrorfilmregisseur wird mittlerweile als Künstler und Autor respektiert. Die in dieser Form bislang einmalige Retrospektive über einen der außergewöhnlichsten deutschen Filmemacher beschäftigt sich sowohl mit Buttgereits früher filmischer Schaffensperiode, den zahlreichen innovativen Hörspielen, als auch mit seinen dokumentarischen Filmen ("So war das SO36", "Monsterland"). Zum Programm gehören ebenso Fernseh-beiträge und seine mit Kultstatus behafteten Langfilme "Der Todesking", "Schramm" und "Nekromantik" sowie "Nekrormatik 2".
Jörg Buttgereit wird am 08. und 09. Januar persönlich anwesend sein, dem Publikum Rede und Antwort stehen und als Highlight zusammen mit dem Regisseur Thilo Gosejohann einen absolut wahnwitzigen und abstrusen "Türk-Ploitation-Superheldenfilm" persönlich mit einem Live-Audiokommentar begleiten. Genaues Programm der Retrospektive unter www.filmmuseum-duesseldorf.de/fm/labels/Filmreihen.html

Premiere: "Shortcut to Justice"
Mo., 25.01., Black Box, Schulstr. 4, 20h
Der Dokumentarfilm der Bochumer Filmemacher Daniel Burkholz und Dybille Fezer (D 2008, 41', DVD) erzählt die Geschichte der couragierten "Frauen für Gerechtigkeit" aus Vadodara, einer Millionenstadt im Nordwesten Indiens nahe der pakistanischen Grenze. Die "Frauen für Gerechtigkeit" wehren sich gegen Unrecht und Gewalt, unter denen viele Frauen dort leiden. Weil Polizei und Justiz oft untätig bleiben und kaum Schutz und Hilfe geben, haben sie selber ein Gericht gegründet. Auf einem staubigen Platz am Rande des Armenviertels Kalyan Nagar versammeln sie sich Woche für Woche unter einem Baum und sprechen Recht. Mit Schlagfertigkeit und Kreativität weisen sie prügelnde Ehemänner und böse Schwiegermütter in die Schranken. Und wenn es sein muss, ziehen sie auch schon mal als Räumkommando los, um die Mitgift einer armen Witwe, die mit ihrer Tochter einfach auf die Straße gesetzt wurde, zurückzuholen. Zur heutigen Premiere sind die Filmemacher anwesend und stehen für Fragen zur Verfügung.


Konzerte & Partys:


"Streetart is not a Crime": Killa Calles & Mental & Movement & True Fiah & Author & Canuto
Sa., 02.01., ZAKK, Fichtenstr. 40, 20h, EUR 5,-
Politisches Konzert der SDAJ: "Streetart is not a crime" lautet das Motto und spricht die seit einigen Monaten laufende Forderung nach freien Flächen zum Sprayen an. Mit zahlreichen Infoständen, Unterschriftensammlungen und weiteren Aktionen thematisierte die SDAJ das Thema Graffiti und die meist folgende Kriminalisierung von KünstlerInnen in unserer Stadt. "Freie Flächen zum Sprayen" statt Repression lautet die Forderungen der SDAJ bezüglich der fehlenden Flächen in der Stadt. Solingen, Langenfeld und Ratingen machen es vor, nur die Stadt Düsseldorf weigert sich, Graffiti als Subkultur anzuerkennen. Das Musikfestival soll die Kampagne unterstützen, um der Forderung nochmals Nachdruck zu verleihen - um 19.30h geht es los mit einem Film über Graffiti in Düsseldorf. Anschließend heizen diverse KünstlerInnen aus dem Bereich hip hop, reggae und dancehall ein.

Philipp O. & A Lovely Seaside Holiday
Do., 07.01., People Clubbar, Kurze Str. 9, 20h
Akustik-Konzert.

Burnin´ Bastards & Nazi Dogs
Sa., 09.01., AK47, Kiefernstr. 23
Old-Farts-HC-Punk aus Stuttgart und Old-Habits-77-Punk aus Aachen.

Daily Peace Project
Sa., 09.01., ZAKK-Club, Fichtenstr. 40, 24h
Beim Mitternachtskonzert heute die Gewinner des NewcomerContest beim 3-Tage-Rennen 2009.

Gypsy Balkan Solikonzert
So., 10.01., ZAKK, Fichtenstr. 40, EUR 8,-
Stay and Balkan Beatz präsentieren das Solikonzert zur Unterstützung von Abschiebung bedrohter Menschen mit Absinto Orkestra (Mainz), eleganCi (Köln) & Vlasta Idic (Düsseldorf). Im Anschluss an die Diskussionsveranstaltung "... und ich muss wieder weg!"

Impulso
Do., 14.01., People Clubbar, Kurze Str. 9, 20h
Reggae-, Funk-, Mestizo-Party und Konzert.

Strom & Pommes Rot Weiss
Fr., 15.01., AK47, Kiefernstr. 40
DeutschPopPunkGarage aus Berlin mit lokalem Punkrock Vorprogramm.

River City Rebels & Pregnant
Sa., 16.01., AK47, Kiefernstr. 23
Punkrock aus White River Junction/Vermont und Skapunk.

Er France
Fr., 22.01., Damen und Herren, Oberbilker Allee 35, 20h, Eintritt frei
Präsentation des neuen Albums "Pardon My French, Chéri!" (Lolila / Broken Silence) und des neuen Videoclip zur Single "This Is Not Test". Rund um den Videoclip zeigen Er France weitere Videohighlights wie den Bunch-TV-Mitschnitt des diesjährigen Open-Source-Auftritts und andere visuelle Delikatessen.

The Real McKenzies
So., 31.01., AK47, Kiefernstr. 23, 19h(!!!)
Irish Folkpunk aus Vancouver in Kanada - unplugged! im AK47.