MADE MY DAY

by HONKER

Gingrich plant Mondstation. So die Presse über die feisten Vorhaben des US-Reps. Wir wissen auch schon, wer darin wohnen wird: nur Newt, dann wird alles gut. He, nicht weinen – ist ja gut, Newt! Wir schicken Dir auch viele Videobotschaften und Filme da rauf. Weil, wir sind doch dann so froh, dass es dich hier unten nicht mehr gibt. Wie? Noch mehr Leute sollen rein? Ok, da ist ja noch Stinkekohle-Romney. Der macht einen neuen Hedgefonds namens "Geld für Arschlöcher" auf. Hm. Dann auch mal schön in Newts Station. Da kann er wohn. Doch was lesen wir da? "Romney hängt Gingrich ab" – wie? Vom Fensterkreuz? Hatter sich etwa schon selbst aufgeknüpft? Mann, geht das schnell heutzutage. Ach so, war nur ein Bild von Newt, Mitt will sich jetzt lieber selbst aufhängen. Dann ist ja gut. Und er ist um die Armen nicht besorgt – es sind wohl die Beine, die ihn plagen. Dann machen wir ihm mal welche. Immer diese US-Selbstvertreter. Kurt Beck dagegen nahm Freiflug an. Schön, packen wir also unseren Lieblingsbartträger – letzter Aufruf: Geh dich mal rasieren, dann findste auch ne gescheite Arbeit! – und werfen ihn im hohen Bogen Richtung Mond. Er fliegt bestimmt genauso frei wie der böse Bundeswulff, der noch zu seiner Amtseinführung im Juli 2010 sagte, er wolle nicht fliegen, sondern Brücken bauen. Das ging ja auch zünftig voran: Eine über seinen Gartenteich, ein paar Autobahnbrücken, ein paar Pipelines zu Maschi und den Jungs. Aber als er über sieben Brücken gegangen war, musste er lernen zu fliegen. Welch ein Wunder – der Präsi fliegt!

Auch der Patriarch der ruschiss-korthodoxen Kirche, Kyril I., hat die Regierungszeit von Putin als "Wunder" bezeichnet. Eigentlich sind alle Politiker_innen Wunder. Wunder, dass sie noch am Leben sind. In einer Kleinstadt bei Paris will der konservative Bürgermeister den eingewanderten Fabrikarbeiter_innen ein Denkmal setzen. Deshalb soll auch das superreiche Model und Präsidenten-Gattin Carla Bruni-Sarkozy Modell für das Gesicht der Denkmalfrau stehen. Herrschafts-Zeiten. Alle rein in Newts Mondstation. Dort ist bereits das Buffett der Fetten eröffnet: "Es herrscht Klassenkrieg, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen", so Warren Buffett schon 2006. Klasse, so ein Krieg zwischen Klassen in der Klasse. Kommt eh kein Lehrer mehr, also hauen wir alle aufeinander druff. Alle rin in die Station. IWF und Weltbank, die statt Welt eh nur die US-Hole-Interessen vertreten, sagen, wir Europäer_innen sind überalterte Sozialtrottel und arbeiten eh zu wenig. Aber wir arbeiten doch ständig an uns selbst! Demnächst bestimmt auch bis 80, weil Papa IWF das so will.

Und was ist mit Kultur? Gähn-Theater-Provo-vom-Dienst Christian "Hirntod" Lollike will das Manifest von Norwegen-Attentäter Anders Breivik als Monolog aufführen. Damit sein Denken klar wird und sich so ein Massaker nicht wiederholt. Klasse Idee: Wir machen an deutschen Theatern jetzt nur noch "Mein Kampf"-Lesungen – damit das Denken klar wird und das bloß nicht noch mal passiert. Und bitte schön subventionieren und per Flöte-Institut weltweit rumschieben. Ab in die Mondstation alles. Hey, Onkel Sam, keine Sorge: Wir Europäer_innen sind sorgsam. Wir denken sogar an das Jenseits. Griech_innen überweisen Renten an Tote. Also an sich selbst. Der Mindestlohn ist dort ab jetzt 590 Euro. Während sich in NRW die vereinigten Pfrundschweinbrigaden ein bissi weniger als diesen Betrag mal eben als Zusatz-Diät (wer kotzt nicht, wenn er das Wort schon hört?) für ihre bestimmt tolle und sehr ruhige Altersvorsorge gegönnt haben. Da hilft nur eine gepflegte Rechts-Links KoalitionähKombination. Denn wir pflegen die Rechte. Hedgefonds wollen beim Europäischen Gerichtsfond für Menschenrechte eine Klage einreichen: Bei einem Griechenschnitt werden Eigentumsrechte verletzt. Da kaufen wir natürlich sofort Müllbinden und sorgen zudem dafür, dass auch Eigentumslinke verletzt werden. Und außerdem quieken die Gemüsefonds, sie seien keine Veggies, sondern unverbesserliche Schweine, die ums sofortige Schlachten bitten, da sonst weltweit die Rechte auf den Hof gekehrt würden. Und das Schlachtvieh zur Bank gehen muss, um die unzähligen Sparpakete um den Bauch geschnallt zu bekommen. Und dann müssen wir alle die Gürtel enger schnallen – unser Idol Nobby Blüm hat’s einst schon vorgelallt. Aber sagt mal ehrlich: Verstehen wir denn alles falsch hier und heute? Richtig! Drum verlegen wir uns jetzt in aller Seelenruhe mal hin und schießen gutgelaunt auf den Mond.

MOUSE ON MARS: PARASTROPHICS (monkeytown) Hi Freaks. Was’n das hier? Liegt ja mal wieder alles auf dem Boden rum. Könnt ihr nicht mal aufräumen? Ach ne, da lieg ja ich. Und oh: es brennt. Aber egal. Ob dieser unfassbar-greifbaren Scheibe vergessen wir fast, dass die Welt um uns gerade abbrennt. Das ist schon was. Und könnt Ihr nicht bitte mal z.B. Rihanna nicht etwa remixen, sondern verdammt noch mal gleich produzieren (ein Track wie "imatch" macht mich das schreiben)? Aber die featuren wahrscheinlich lieber wieder Mark Emil Schmitz oder seine Katze oder so. Aber egal, Klasseteil. Verlasst die Räume, jetzt, und legt draußen eure Ohren auf den gefrorenen Boden der Geschichten. Alles klar, nur den Zwirbel-Acid Rausschmeißer hätt’s nicht gebraucht. Aber egal, echtes Geilteil. So groß … Und könnt Ihr nicht mal.

CHRISSY MURDERBOT: WOMEN’S STUDIES / ANTI-G: PRESENTS KENTJE’SZ BEATSZ / MACHINEDRUM: ROOM(S) / DJ DIAMOND: FLIGHT MUZIK / V.A.: BANGS & WORKS VOL. 2 (alle: planet mu) Mein Problem mit dem eigentlich feinen Label Planet Mu ist – ich erwähnte es bereits –, dass sie glauben, ihre Promos mit dämlichen Overdub-Gestöhne unhörbar machen zu müssen. Das sollen wir als Netzklau-Schutz verstehen, ist aber ziemlich idiotisch, geht nämlich nach hinten los. Aber hinweisen möchte ich schon auf diesen prinzipiell großartigen Kram, auch wenn er bereits uralt ist. Solange dieses Promo-Gestöhne andauert, gibt’s für jede ihrer Scheiben halt nur einen Satz. MURDERBOT: Chicago-Juke at it’s best – Partyplatte mit einem Schuß Zappa, die trotz penetranten Penetrations-Samples nicht nervt. ANTI-G: aufregender Carribean-Dutch-Pitch-House – Schweißglanzlichter im Dunklen verführen Dich, Drumpads und Synthkeys konzentrisch abzulecken. MACHINEDRUM: HipHop via Footwork-Rakete in eine virale Post-Rave-Ambient Zukunft geschossen – Atmos zum Drüberlegen, Arrangements zum Niederknien. DJ DIAMOND: Chicago Footwork Soloartist fully exposed – ok, "Wire", man kann dazu niemals tanzen, aber sich durch die Gehörgänge den Cortex piercen lassen. Bangs & Works 2: Hier in neuen Varianten – technoider und experimenteller als der Vorgänger und mit einigen der abgefahrendsten Strom-Tracks der Jetztzeit.

MATHON: TERRESTRE (everest) Der Fokus des Schweizer Trios ist hier die Dialektik von Natur und Zivilisation, ausgelotet durch Field-Recordings in einem Bergdorf und die folgende Interaktion mit befreundeten Musikern und Videomachern. Auf dieser DVD sind die sieben faszinierenden Tracks, ihre Remixe und Videos enthalten, wobei vor allem die urbanen visuellen Variationen von Maurice de Martin sehenswert sind. Konkrete Neue Musik Atmosphärisch.

ILLUHA: SHIZUKU (12k) Gewohnt sanft umwerfendes Audio vom 12k-Label: Das in Tokyo lebende Duo Tomoyoshi Date und Corey Fuller mit einem sehr reichhaltigen, fragilen, so hochkonzentrierten wie hochemotionalen Ambient-Audio, aufgenommen in einer 100 Jahre alten Kirche in Bellingham, Washington, deren akustischer Raum in seiner Materialität die kongeniale Verstärkung und Expansion für den warmen Klangreichtum dieser analogen Quellen ist. Sehr sanftes und gleichsam forderndes, keineswegs einlullendes Audio, das in seiner lyrischen Intensität einzigartig ist. Ganz großartiges Teil!

CHRIS WATSON: EL TREN FANTASMA (touch) Wenn die S- oder Regionalbahn mal wieder von allen guten Geistern verlassen ist, stöpsel Dir zum Troste doch mal diesen neuesten Streich eines der originellsten und besten Field-Recording-Artisten ins Ohr. Der Engländer nahm für eine BBC-Serie über die großen Eisenbahnstrecken die Atlantik-Pazifik-Route in Mexiko auf, bevor sie endgültig dichtgemacht wurde und nun verlassen auf dem mittel-amerikanischen Kontinent liegt. Faszinierend, wie Geschichte und Kontext durch Klang wieder lebendig gemacht werden kann – Hörspiel für trübe Tage.

MARK MCGUIRE: GET LOST (mego) Wuff wuff, welch ein Juwel. Neben friends und family dem spirit of the summer night sky gewidmet. Na da widmen wir Frostgeschädigten doch gleich mal mit. Der Emeralds-Gitarrist einmal mehr mit wunderschönen Gitarren-Layern, -Landschaften und –Architekturen. Das hat und generiert Weite, Bewegung und Glückseligkeit und trifft fernab von jeglichem Hippie-Gefuddl unser Herz. Diese herrliche Scheibe lege ich allen an ebendieses, die wissen, dass es anders werden muss und die es auch so machen.

GARY NUMAN: DEAD SON RISING (mortal) Diese Stimme, oh Heiligkeit, mich packt es! Wer serviert uns die kalte Platte Leidenschaft der Gegenwart so juchzend-frostig wie dieser hallgeschwängerte Maschinenengel der sanften Vernichtung? Seit Mr. Webb verstärkt die dunklen Seiten der Existenz erkundet und in Form fasst, gab’s immer mal wieder experimentelle Böden, auf denen seltsamste Pflanzen wachsen konnten. Diese Seite kommt hier in Abwechslung mit dem typischen Elektronik-Rock bestens durch, immer schön tight wie Hulle und voller technifizierter Seele. Er klingt wie immer, aber auf diesem Klassealbum voller sinistrer Androidenträume noch atmosphärischer als sonst.

GONJASUFI: MU.ZZ.LE (warp) Dieser düstere, verhuschte und gleichsam konkret-kantige Downtempo-Trip kommt angeblich direkt aus der Mojave-Wüste. Sumach Ecks, DJ, Rapper und Yoga-Lehrer aus Las Vegas, der einst als Flying-Lotus-Kollaborator eine deftige Duftmarke setzte, hier mit einem starken atmosphärischen Mini-Abum voller Willen zu Kraft, Klarheit und Katharsis.

HUNTERS: HANDS ON FIRE (aagoo) Da legst di nida. Auf dem Cover liegt das Brooklyn-based male-fem-Duo mit Gitarren vor der Fresse auf dem Boden und suhlt sich offenbar auch musikalisch in feistem Post-Punk-Pathos. Durch die Gehörgänge gerauscht kriegt das jedoch einen klaren Plusstempel und geht extrem fuzzig und gleichsam sehr bubblegumartig gut in die Birne. Ex-Krach-Kürbis James Iha hielt die Produktionsreißleine – unterm Strich kommt’s klasse.

PENTATONES: THE DEVIL’S HAND (lebensfreude) Recht ansprechendes elektronifiziertes Saccharine-Goth-Kammer-Pop-Songwriting der Wahlleipziger mit HipHop-, Club- und mitunter gar Jazz-Transformationen zwischen Sampling und Analogquellen, sehr beatbetont, aber eher psychedelisch denn clublastig und charakterisiert vor allem durch die Präsenz von Sängerin Delhia. Hat schon was.

HANNE HUKKELBERG: FEATHERBRAIN (propeller) Ähnlich, aber ungleich avancierter, experimenteller und weniger beatfixiert arbeitet die Norwegerin, hier auf ihrem bereits vierten Album. Teilweise an Anja Garbarek oder Veda Hille erinnernd, fährt sie doch ihre sehr eigenen akustischen Filme: Intim, versponnen, herausfordernd, hochoriginell und geradezu visionär entstand ein einnehmendes Szenario von zehn sagenhaften Stücken, die eindrucksvoll zeigen, dass sie mittlerweile in einer ganz eigenen Klasse spielt. Dieser fantastische Avant-Kammer-Pop ist keine Normkost und sollte definitiv mehr gehört werden.

MAYA SOLOVEY: MAYA SOLOVEY (fabulous generation) Die Songs der in New York lebenden Sängerin mit litauischen Wurzeln atmen Bossa, Klezmer oder auch Fado, sind in ihrer Gesamtkonsistenz und Spielart jedoch stets Pop-affin, heißt: Sie leben durch eine Eingängigkeit, die stets durch eine sehr natürliche und authentische Atmosphäre und Poesie gekennzeichnet ist. Musiker wie Erik Friedlander oder Paul Shapiro sowie Produzent Bob Brockmann sorgen bei diesem starken Debüt für großartige Songs in modernem Arrangement.

ALCOHOLIC FAITH MISSION: ASK ME THIS (pony) Die dänische Band überzeugt auf ihrem viertem Album durch vielschichtige Songs in gebrochener düsterer Romantik zwischen distanzierter Euphorie und seltsamer Verlorenheit. Der knittrige und angerunzelt-grantlige Indie-Tronic früher Tage wandelte sich in einen komplexen und nicht unbedingt sofort eingängigen Indie-Pop, der sich in Gehör und Leben erst einleben muss – dann aber umso nachhaltiger wirkt.

PLEXUS SOLAIRE: PLEXUS SOLAIRE + BEST OF 2003-2010 (monkey) Eine Band in und aus Österreich, die nur französisch singt, ist mindestens obskur. Aber wenn man sie dann hört, und live soll das eh der Fall sein, ist alles klar und direkt und gut. Es ist ein lebenskluger und unverkopfter Chanson-Folkrock, der sich hier durch diverse Existenzphasen und Erfahrungen den Weg zu den Hörer_innen bahnt. Das alles klingt zwischen gut abgehangen und immer noch lebensgierig-vital, und die alten Gassenhauer sind auf CD 2 auch nacherlebbar.

O EMPEROR: HITHER TITHER (k&f) Waterford, Irland, ist für mindestens drei Dinge bekannt: Wikingerstadt, Kristallglas und Heimat von Gilbert O’ Sullivan. Nach dem 2010er Debut dieses feinen Fünfers, das in Irland auf Platz sechs der Charts kam und nun auf dem Dresdner Klein-Indie K&F erscheint, könnte sich das ändern. Die blutjunge Coverband aus einem Biker-Pub reifte in unwirklich kurzer Zeit zu einer veritablen und erstaunlichen Songwritercombo, die genug Kraft, Komplexität, Klasse und Biss zeigt, um noch länger hier zu bleiben. All die gern gezogenen Vergleiche zu den Klassikern erspare ich mir, hier nur der Hinweis, dass zwischen Psychedelic, Indie und West-Coast eine Menge geht.

TALKING PETS: CITIES (redwinetunes) Seltsame Indie-Kapelle aus München: bisweilen nette, sympathische und charmante Texte, aber die Musik ist insgesamt zu zahm und will nicht so richtig zünden. Bisschen viel zuviel Mainstream-Indie, bisschen viel zuviel Tralala, bisschen viel zuwenig Experiment und Charisma, und überhaupt haben wir genau das wirklich schon 1000x gehört. München steht dennoch auf sie, und immer noch besser als:

EVERLAUNCH: NUMBER ONE (me.inyou) Intro und Kavka finden sie gut, dann kann man sie ja scheiße finden. Ganz so einfach ist es nicht, doch ist der äußerst müde "Bonus", einmal Vorgruppe von Oh!Asis! gewesen zu sein und der bemüht international klingende pastetische Juvenil-Indie des Albums zu fad und reißt nur die üblichen Millionen Berufsjugendlichen aus ihrer Lethargie. Bis zur nächsten Werbung. Ihr könnt sie gut finden, nur beschwert euch später nicht.

JÜRG WICKIHALDER EUROPEAN QUARTET: JUMP! (intakt) Nach dem Übersee-Quartett nun erstmal das europäische: mit Fabian Gisler am Bass, Michael Griener an den Drums und der unvergleichlichen Irène Schweizer an den Tasten arbeitet sich der risikofreudige und stetig weiterkommende Saxofonist hier sehr verspielt an der Gleichzeitigkeit von Tradition und Impuls-Moment ab. Natürlich sind gebrochene Linien, konzentrische Zirkelbewegungen und dialektische Verdichtungen von Eigengewonnenem zu Monk, Coltrane oder Lacy hör- und spürbar, aber das macht gar nicht mal den spezifischen Reiz dieser Musik aus. Wickihalder hat einen eigenen erkennbaren Ton gefunden, der bei aller nassforschen Fröhlichkeit auch oft einen wunderbar einfühlsamen lyrischen Gestus hat. So entsteht etwas, das im kontemporären jungen europäischen Jazz derzeit recht selten ist: unbekümmerter Wagemut bei gleichzeitiger reflektorischer Poesie. Diese fünf Stücke legen Zeugnis davon ab.

LILA: TOL’S TOY (veto) Dieses Ding ist schon älter, aber dafür noch mal so gut. Mit Christoph Erb (saxes), HP Pfammater (Tasten), Flo Stoffner (Git) und Julian Sartorius (Drums) sind vier der derzeit besten jungen Schweizer Freispieler hier auf einem Haufen versammelt. Mit Erb als Mastermind kommt die enorm vital und frisch aufspielende Combo bereits auf Konserve so überzeugend rüber, dass man wünscht, sie endlich einmal live zu sehen (was bei der Versprengtheit ihrer Mitglieder nicht so einfach ist). Drive und Rhythmus, gar Groove sowie fordernde Klangszenarien und Freeform-Rock-Tunnel weisen hier das Licht durch die Nacht. Auch atmosphärische Late-Nite-Groover haben sie im Gepäck – großes Ding indeed! Lila bedeutet ‚Spiel’ in Sanskrit, Werden und Vergehen, Zerstörung und Wiederaufbau. Und wie heißt’s doch so schön: Destruction is not negative – you must destroy to build up.

Word! Shoot it to the Moon!