18. März

Tag der politischen Gefangenen

Der 18. März erinnert an den Aufstand der Pariser Kommune im Jahr 1871, aber auch an ihre Zerschlagung und die folgende Repression. Die Reaktion übte nach ihrem Sieg an den Kommunard_innen blutige Rache. Mehr als 20.000 Männer und Frauen wurden getötet, mehr als 13.000 zu meist lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Und doch bleibt die Geschichte der Kommune im Gedächtnis der sozialistischen, kommunistischen und anarchistischen Bewegung nicht in erster Linie als eine Niederlage haften, sondern lebt als die Geschichte eines Aufbruchs, der bis heute andauert und noch lange nicht an sein Ende gelangt ist, weiter.

1923 erklärte die Internationale Rote Hilfe (gegründet 1922) den 18.03. zum "Internationalen Tag der Hilfe für die politischen Gefangenen". Nach dem Faschismus gab es erst wieder 1996, auf Initiative von Libertad und der Roten Hilfe, einen Aktionstag für die Freiheit der politischen Gefangenen. Seitdem finden jedes Jahr Veranstaltungen und Aktionen statt.

Wir wollen dieses Jahr mit einer Veranstaltung über die Repressionen gegen die Demokratiebewegung in Kurdistan berichten. Besonders nach der Wahl im Juni 2011, bei der die BDP (Partei für Frieden und Demokratie) viele Stimmen erhalten hat, finden Massenverhaftungen demokratisch gewählter Vertreter_innen, Mitglieder sozialistischer Parteien, Jurist_innen usw. statt. Allein seit Anfang Februar 2012 wurden 635 Personen inhaftiert, seit 2009 über 6.000. Kritische Berichterstattung über die Regierungspolitik ist in den Medien nicht erwünscht. Die wenigen mutigen Journalist_innen, die sich nicht zum Schweigen bringen lassen, werden entweder entlassen oder mit Strafverfahren überzogen und inhaftiert.

demokratiehintergittern.blogsport.de

Repressionen gegen die Demokratiebewegung in Kurdistan
Was sind die Hintergründe dieser massiven Unterdrückung?
Welche Rolle spielt Erdogan und die AKP?
Wie ist die aktuelle Situation der Gefangenen?
Referieren werden ein Vertreter des türkischen Menschenrechtsvereins IHD und eine Vertreterin von Ceni (Kurdisches Frauenbüro für Frieden)

Freitag, 16. März 2012 um 19.30 Uhr
Linkes Zentrum (Hinterhof), Corneliusstraße 108, Düsseldorf

Rote Hilfe OG Düsseldorf/Neuss,
seered! Linke Initiative Düsseldorf (il),
Ceni (Kurdisches Frauenbüro für Frieden)