MADE MY DAY

by HONKER

Mein Busfahrer sagte mir neulich auf einer unheimlich wichtigen Dienstfahrt ins tote Herz des Spätkapitalismus: Er könne den derzeitigen Erfolg von Fantasy-Ablenkungsepik ála "Die Tribute von Panem" oder "Games of Thrones" zwar verstehen, aber nicht einsehen – "Was soll der Zinnober mit all dem wundervoll produzierten eskapistischen Größenwahn? Habt ihr doch alles live und in Farbe und Echtzeit in Politik und Gesellschaft", sagte der hellsichtige Charon des Öffentlichen Nahverkehrs gewohnt chilischarf mit Soße. "Wer zum Teufel braucht Passiv-TV-Rollenspiele als Fluchtwege von der realen Krise, wenn Du selbst im freien Wellenspiel der Märkte die wahrhaftigste und allergrößte Knallcharge bist? Und die täglich umherschlurfenden Massen die echtesten Statisten für den nächsten großen Economy-Knall sind?" Recht hat der Griesgram ja schon – das jammervolle Gezicke von JP-Morgan Chase-Chef James Dimon aufgrund der Spielgeldvernichtung von 2 Millias kommt einem gefallenem Fürsten des Nordlandes nahe, der sich einst als größten Banker aller Zeiten ins Gedächtnis der Geschichte brennen wollte. Schärfere Gesetze zur Bankenregulation hat Dimon selbst mit der mächtigen Moron-Family, den US-Reps, dem wahren Abschaum der Erde, durch Lobbying erfolgreich verhindert. Als mottenfellbehangener Banker-Gnom ist Jamie definitiv ein krasserer Charakter als jeder blasse TV-Serien-Baddie. Oder im fernen Asien: Kaiserlein Kim Yong-uns Drohung nach dem Tod seines Papas, bei Fluchtversuch aus dem Land jede Familie auf 3 Generationen hin auslöschen zu lassen. Wie Fantasy ist das? Regt doch nur die Gegenseite dazu an, Kim’s Familie selbst auf (mindestens) 3 Generationen hin auszulöschen. Wer bietet mehr? Was für ein brutales Echtzeit-Spiel! Derweil knipst die furchtlose Herzogin Sarah heimlich die Zustände in türkischen Kinderheimen, bis die ranzigen Muftis und Kadis eine Strafe von bis zu unfassbaren 22 ½ Jahre Haft dafür fordern. Die Edle habe die Persönlichkeitsrechte der Kinder verletzt – wie jeder Opferbeweis in der Geschichte der Menschheit halt die Persönlichkeitsrechte der Opfer verletzte. Auf so was Sickes muss man erstmal kommen! Der Wahnsinn dieser bigotten Scheiße ist realer als jede Fantasie-Fiktion. Unerfindbar! Verrücktes Fußvolk meuchelt sich derweil selbst in den staubigen Gassen des Altstaates: Säure-Attentate von everschwachsinnigen pakistanischen Looser-Machos auf die Gesichter ihrer Ex-Frauen zeigen leider extrem eindringlich: das Mittelalter ist jetzt. Doch auch hier droht eine ferne fiktive Lösung durch feministische Rettungsschwadronen: Jeder Mann, der so etwas tut, bekommt in Zukunft Säure über seinen verdammten Schwanz gegossen. Und gut is. Harte Zeiten brauchen harte Lösungen, sonst verändert sich nun mal nix. Schurkenstaaten wie Spanien indes (nur echt mit elefantenschießenden Sex-Maniac-Kronkorkkopf) befehligen vom Thron herab eine große Steueramnesie äh -amnestie: Alle edlen Kreuzritter aus den Steuerparadiesen dürfen wieder heimkehren und ihre Güter behalten. Dafür wird das Kulturbudget um 25 % gekürzt und die Subventionspaladine ins Verließ geworfen. "Was wollt ihr? Märchen im Pantoffelkino, wenn die wirkliche Welt gerade knarzt und kracht und fast auseinanderplatzt?", sagt mein Busfahrer. "Die echten Zustände sind doch die wahre Fantasy-Soap! Und die Politik –" er stockte – "Ist vor allem Ablenkung von Politik.", ergänzte ich. Der Fahrer kratzte sich am Arsch und verscheuchte eine Fliege. "Lass uns Musik auflegen", brummte er. "Yeah", sagte ich. "Guter alter Old-School-Eskapismus."

BLUMIO: DREI (japsensoul) Da muss ein kleiner großartiger Deutschjapaner kommen, um den derzeitigen mitunter hocherfolgreichen migrantischen Gangstaspacken, die oft nix Besseres zu tun haben als die Böse-Junge-Penis-Knarre mit verzerrtem Gesicht und gecasteter Spackenhorde im Rücken in die Kamera zu halten und bei geistig-materiell minderbemittelten und leicht beeindruckbaren Kids um YT-Klicks zu betteln, mal ein relevantes Thema aufzuzeigen. "Wir träumen gemeinsam von besseren Tagen" kommt nämlich eben nicht lichterkettenmäßig daher, sondern schließt endlich die Lücke bzw. die vom gemeinen hiesigen Gangstarap angehackte Brücke zu Advanced Chemistry-Tugenden: reflektiert, unpathetisch, unposig, auf dem Punkt, scharfzüngig, kein HaHa- oder Isch-so-Bösse-Schrott – kurzum: Alles, was das Genre hierzulande endlich mal wieder weiterbringt. Aber Blumios Dritte ist noch ungleich mehr als das: urgute Tracks und die besten Lyrics, die ich seit langem gehört habe, doppelt schwöre! Während die Kids besagte Gangstadeppen oder Formatradio-Nervensägen wie Cro (den nehmen wir uns später noch mal vor, versprochen) hören müssen, liegt hier das Gold auf der Straße. Bitte unbedingt aufheben. Nur zu empfehlen – großer guter Typ!

STROM & WASSER FEAT. THE REFUGEES: traumton (traumton) Sorry, kulturlinke Traditionalisten, aber diese Scheibe ist klarer, konkreter und eben politischer als vieles, was in letzter Zeit von diversen Protagonisten einer bestimmten Pop’n’Politics-Nostalgia gekommen ist. Wie ich darauf komme? Na, weil von dort in Nachfrage auf Heinz Ratz verschnupft-schnöselig Reaktionen kamen, und das gab mir dann doch zu denken. Wer in letzter Zeit eher durch die Welt des Theaters von sich reden macht und dabei alte Sub-Pop-Werte wie Glam und Subkulturhallihallo offenbar nicht fahren lassen möchte, scheint bei aller Hellsichtigkeit und Aufgewecktheit die össelige und aufreibende Kärrnerarbeit eben Leuten wie Ratz überlassen zu wollen. Was der hier macht? Mit seiner Band im Frühjahr knapp 80 Flüchtlingslager überall in D-Land zu besuchen und mit über 30 MusikerInnen aus allen Ländern diese Scheibe einzuspielen. Die Lager hatte er 2011 bereits alle mit dem Fahrrad besucht und dabei zahlreiche hier vertretene Artists kennengelernt. Gute Booklet-Doku über die krassen Hintergründe und Zustände in AsylantInnenheimen included. Go and check that!

REYNA: PURITY (zeitart) Solo Piano, klar, pur, direkt, ok. Gute Stimme, gute Songs. Images: Hilfe! Themen: ich und meine Katze. Dann: lass uns eine Revolution starten. Gegen Superboni-Manager und die Love-Parade-Verantwortlichen. Letztens hatte die Spex (r.i.p.) zu "Deutschland sucht den Protestsong" aufgerufen. Hier isser doch. Dann aber sieht man sie auf dem Sofa, mit Sektglas oder den neuen Schuhen, nicht auf der Straße, nicht in sozialen Kontexten. Was sind das für seltsame Scheiben Anno 2012 zwischen Dissidenz und Ego-Wellness? Sign of the times? (Musik)Geschichte war schon mal weiter.

FLORIAN HORWARTH: TONIGHT (stereodeluxe) Der Österreicher, der mir aufgrund seiner Letzten vor allem wegen einer undefinierbaren Schmierigkeit im Gedächtnis blieb, bleibt beharrlich, auch wenn sich kein wirklicher Erfolg einstellen will. Ignorieren wir bei den Songs eine gewisse Jammerigkeit und Transusigkeit, bleibt ein fröhlicher Mensch mit teilweise albernen Singalongs, der sich gerne mit Urheberrechtsverfechtern (Regener, Malchow) umgibt. Bleibt man dabei, ist nicht wirklich alles schlecht, aber ach, achachach, gut ist es nicht.

MACUSO VIKOVSKY: VISITE MA TENTE (spezialmaterial) Dagegen ist dieser Zürcher die totale Wohltat: Fröhlich-melancholisch pfeift er sich von Sekunde eins in dein Leben hinein und zelebriert seinen unpathetischen und surrealen Straßen-Dandy-Folk zwischen Abstraktion, Assoziation und Improvisation, ohne Message oder Anliegen, aber alles andere als sinnlos. Gut!

7 DOLLAR TAXI: WELL IT’S ABOUT TIME (global satellite) Das ist sicherlich richtig, aber nicht für euch, meine Sweeties, es sei denn, ihr findet die Tür. Was an der angeblichen Schweizer Überflieger-Band nervt, ist natürlich ihr Brit-Bubihaftes Image wie auch die Dreistigkeit, als eidgenössische Franz Ferdinand hochgejubelt werden zu wollen. Was wer an den Luzernern gutfinden mag, bleibt mir wohl ewig verschlossen, vielleicht versteh ich’s später. Weiter.

PUPKULIES & REBECCA: LOOKING FOR THE SEA (normoton) Bereits das 4. Album des Berliner Duos, das sich klassisch in Mann-macht-Musik und Frau-singt-ihre-Lyrics aufteilt. Seufz, aber na gut, wenn gut, wie hier der Fall. Zum Großteil in Südfrankreich aufgenommen, wirkt eine große Prise lässiger Hedonismus bei den Stücken mit, die auf originelle, aber nicht immer ganz überzeugende Weise Chanson und Euro-House vermengen. Letztlich charmant.

PONYBOY & LOVELY JEANNY: THE LIFE & DEATH OF PONYBOY (snowhite) Ich war ja nie ein großer Subterfuge-äh-Befürworter, aber Thomas Baumhoffs Solodebut kann man wirklich nicht schlecht finden. Tolle Songs in smarten Beatles- oder ELO-esken Arangements (Ja, soviel darf schon sein, It’s a disease z.B.), eine unaufdringliche, aber letztlich sehr prägnante Präsenz und ein veritables Stilpanorama aus Pop-Folk-Country überzeugen hier.

BOWERBIRDS: THE CLEARING (dead oceans) Dieses sehr seltsam-seltene Mann-Frau-Duo, das mit seinem dritten Album unter normalst-widrigen Umständen in einer Waldhütte in North Carolina wieder zusammenfand, beschreitet einmal mehr die dünne Slackline zwischen Uptempo-Sunshine und Lowdown-Düsternis. Dass Bergziege John Darnielle einer ihrer größten Fans ist, macht Sinn, scheinen sie doch eine positive Mutation eines Alpha-Couples zu sein und allem Unbill des Lebens trotzend ein Beispiel für die beruhigende Unvergänglichkeit von Ruhe in Unruhe zu sein. Dass dabei erstklassige Songs bei abfallen, können wir bemerken, aber auch lobpreisen.

GIANTREE: WE ALL YELL (monkey) Hey, was für ein Einstieg. Sofort sehr undefinierbar genau 80er, aber auch extrem unprätentiös einfach im Hier & Jetzt. Klassisches Pop-Songwriting ohne Gepose und Gefudel, sehr schön bassgroovend, alle zig Vergleiche spar ich mir jetzt, außer: wie die Wirklichkeit. Sehr schönes Album, in Austria ziemlich FM4 gepusht, doch überaus verdient.

GRAVENHURST: THE GHOST IN DAYLIGHT (warp) Wie ihr schon bemerkt habt, rulen bislang die Songs – da sollte das neueste und sehr fantastische Album von Nick Talbot, der sein Songpanorama als Schatzkarte und aktive Suchlandschaft betrachtet, nicht fehlen. So akustisch und ambientös war er noch nie, aber vor allem die Dekonstruktion der typisch-traditionellen Arrangements zwecks Stimmungsarchitektur ist ihm hier extrem überzeugend gelungen. Die sublimen Ergänzungen, Alternierungen und Modifikationen der Akustik wirken direkt in die Tiefenstruktur von Songs hinein, die einem Wechselspiel gleich zu Tracks werden. Du kannst auch Psych dazu sagen. Grand.

MATT ELLIOTT: THE BROKEN MAN (icidailleurs) Dazu passt als Nachtisch diese bereits etwas ältere großartige Kamelle, die hier wahrhaft wie Arsch auf Eimer passt: Herrliche sinistre Akustikepen, die an eine stimmige Mischung aus imaginärem mediterranen Folk und frühen Cohen erinnern, subtil mit elektronischen Ingredienzien des dritten Auges vermischt und mit Sicherheit eines der eindrucksvollsten Singer-Alben der Gegenwart – not to miss for sure!

TEHO TEARDO: MUSIC, FILM. MUSIC (specula) Endlich Vorhang auf für die derzeit beste Filmmusik: Teardo, der nicht nur wegen des ihm letztens verliehenen Morricone-Preis und dessen Respekt für seine Arbeit als einer der großen zeitgenössischen Scorekomponisten gilt, kann und sollte hier mit einer umwerfenden Compilation aus jüngeren Arbeiten entdeckt werden. Besondere Aufmerksamkeit gilt ‚a quiet life’, der Collabo mit Blixa Bargeld. Fantastisch, welchen beeindruckenden Weg der Meathead-Mitbegründer eingeschlagen hat!

RELIQ: MINORITY REPORT (noble) Wo Scores sind, sind noble-Alben nicht weit. Und, Überraschung, es ist ein neues Alias des tollen Serph. Im Vergleich zu dessen akrobatisch-farbenprächtiger Klangfantastik geht es hier - allerdings mit unverkennbarer Handschrift des Tokyoters - ungleich minimaler, abstrakter und beatbetonter zu. Und trotzdem klingt das Ganze frisch und neuartig, hält in jedem Track neue Ideen, Strukturen und Wendungen bereit. Begeisternd.

DNTEL: AIMLESSNESS (pampa) Dntel, guter Mann, auf Kozes, guter Mann dito, Label – sinnig. Gute Musik, großartige Musik! Magisch klar, verspielt konzentriert, abstrakt harmonieverliebt, lichtdurchflutet rätselhaft, auf dem Punkt verpeilt. Der Glitch-Pionier und Sub-Pop-Quotenelektroniker liefert hier das bislang beste Teil seiner langen Arbeit ab, an dessen Entstehen Koze als eine Art ferner executive producer nicht ganz unbeteiligt scheint. Ein derartig reichhaltiges Album benötigte die elektronische Musik schon lange – bitte mehr!

SQUAREPUSHER: UFABULUM (warp) Wenn Du mit dieser Musik im Körper durch eine wirklich große Stadt fährst, wunderst Du dich über gar nichts mehr. Die futuristische Klangrhythmik scheint die Bilder deiner Realität in Echtzeit voranzutreiben und verbindet sie auf herausfordernde, durchaus aggressive Weise mit dem Kontext deiner Umwelt. Er ist nun mal einer der Besten, und wenn er wieder explizit ins pure Elektronische will, nur zu, gib ihm. Sehr technisch, sehr überlegt, sehr visionär. Eine seltsame und verstörende Dialektik aus Natur und Technik, die nur er so hinkriegt. Images start to work.

THE BLACK SEEDS: DUST AND DIRT (proville) Vorhang zu, Augen auf: der entspannte Reggae-Soul-Funk des neuseeländischen Achters beginnt spätestens beim zweiten Track zu wirken, bevor Uptempo-Pop-Reggae deinen Hintern streichelt oder auch ein AC/DC-inspirierter sanfter Swinger verführt. Das alles ist nett und fein und abgehangen, live und auf Straßenfesten bestimmt ein sicherer Hit und Kontaktbörsenbuzzer, aber da war doch noch etwas anderes.

KEITH HUDSON: RASTA COMMUNICATION (greensleeves) Von Hudson heißt es, er war damals einer der wenigen, der Bob Marley – mit dem er bereits Schulkonzerte organisiert hatte – das Wasser reichen konnte. Nachdem er sich ab 1970 als Vokalist und Dub-Pionier in der Szene von Kingston einen Namen gemacht hatte, zog er 1976 nach New York und bekam von Virgin einen Vier-Jahres-Deal. Nach einem schlechten Start wurde der Vertrag wieder gelöst und Hudson gründete mit Joint International sein eigenes Label, dessen Debut Rasta Communication war, ein oberklassisches Reggae-Album auf der Höhe seiner Kreativität. Der Rerelease wartet als DeLuxe-Edition mit Bonus-Tracks und 12"-Versionen und vor allem einer zweiten CD des Albums in Dub auf. Unfassbar, wie diese Produktion von keinem Zahn der Zeit angenagt wurde.

OLAF RUPP: AULD LANG SYNE (gligg) Rupp ist immer noch einer der besten freien Gitarristen der Jetztzeit – stets extrem inspiriert und fokussiert und bereit, sich im Ereignis der Musik jederzeit loslassen zu können, um etwas zu finden, das weit über die Grenzen des Offensichtlichen hinausgeht. Neun grandiose Solostücke, bester Stoff für Einsteiger wie Überzeugte: Audio-Kippfiguren, Six-String-Zen, Finger-Meditationen zwischen Speed und Nachhall. Wie Ballard riet: "Surrender to a logic more powerful than reason."

RUPP/WILLIAMSON/BUCK: WEIRD WEAPONS (creative sources) Hier in klar-magischer Trio-Exegese 2009 im Berliner Ausland mit Williamson am Kontrabass und Ausnahmedrummer Buck in zwei konsequenten langen Stücken, die nicht nur Derek Bailey die Freudentränen in die Augen getrieben hätten.

DANIEL ERDMANN/SAMUEL ROHRER: HOW TO CATCH A CLOUD (intakt) Saxofonist Erdmann, bekannt durch "Das Kapital", und Drummer Rohrer bilden hier mit Vincent Courtois am Cello und Frank Möbus an der Gitarre ein Team, das weniger traditionelle Band auf der Suche nach der expressiven Jazz-Nemesis ist als sachlich-inspiriertes Klangkollektiv mit dem Weg der perfekten Umsetzung einer Kompo-Impro-Dialektik als Ziel. Mit großer Dezenz geht man hier an die Arbeit und prüft eigene musikalische Vergangenheiten und derzeitige Interessen rückhalt- und nahezu leidenschaftslos. Dass Interessante ist, dass hier bei aller Ausgewogen- und Austariertheit unter dem Strich kein Kontrollfreak-Kammerjazz herausgekommen ist, sondern ein inspiriertes Kraftwerk, das Bilder einer ganz eigenen Ausstellung bei ihnen und bei uns heraufbeschwört. So als ob uns immer deutlicher dämmert, dass die Fantasy-Epik der Jetzt-Realität mittlerweile der größte Eskapismus geworden ist. Quod erat demonstrandum, so do demo.