Stupa neu gewählt

Bei den Wahlen zum StudentInnenparlament der FH Düsseldorf vom 11. bis 15. Juni ging die "Liste für ein gebührenfreies und selbstbestimmtes Studium – Linke Liste" als stärkste Liste hervor, sie errang 8 der insgesamt 21 Sitze (2011: 11). Die Liste "Die Unabhängigen", auf der 15 WirtschaftsstudentInnen antraten, kam auf 7 Sitze (2011: 6) und die erstmalig angetretene Liste "interdisziplinäres kollektiv", die ein Listenbündnis mit der "Linken Liste" einging, auf 6 Sitze. Die "grün * alternative Liste" trat 2012 nicht mehr an.

Termine

Der Antifa-AK an der FH präsentiert:

Mittwoch, 4. Juli, 19.30 Uhr, Zentrum Hinterhof, Corneliusstr. 108, Düsseldorf
INPUT – antifaschistischer Themenabend:
Dortmunds Neonaziszene unter Druck?
Kontinuitäten und Veränderungen – eine Bestandsaufnahme

Die neonazistische Szene in Dortmund ist weiterhin höchst aktiv und gewaltbereit. Ihre AkteurInnen sind personell und organisatorisch gut aufgestellt und bundesweit vernetzt. Jahrelang verübte vor allem der Kreis um den "Nationalen Widerstand Dortmund" Anschläge auf linke Wohn- und Kulturprojekte und demokratische Institutionen sowie Übergriffe auf antifaschistische und alternative Jugendliche. Seit 2009 zeichnen auch vermehrt Mitglieder der "Skinhead-Front Dortmund-Dorstfeld" für körperliche Attacken auf MigrantInnen und AntifaschistInnen verantwortlich.
Lange Zeit beschäftigten sich nur antifaschistische Gruppen mit den Neonazis, machten auf ihr Treiben aufmerksam, organisierten Gegenaktionen oder setzten sich anderweitig zur Wehr. Weitere, beispielsweise strafrechtliche Konsequenzen hatten die Neonazis lange Zeit nicht zu befürchten.
Erst seit etwa vier Jahren verändert sich von Seiten der Zivilgesellschaft, der Stadtoberen, Polizei und Justiz allmählich der Umgang mit der Neonazi-Problematik. Die Stadt brachte beispielsweise einen "Lokalen Aktionsplan gegen Rechtsextremismus" auf den Weg, und die Polizei stellte – nach dem Wechsel des Polizeipräsidenten – eine Sonderkommission auf die Beine, die den "Nazis auf die Füße treten" soll.
Der Vortrag gibt einen Überblick über die aktuell bestehenden Neonazi-Gruppierungen, informiert über deren Arbeitsschwerpunkte und Handlungsstrategien sowie über aktuell laufende bzw. anstehende Prozesse gegen Dortmunder Neonazis. Darüber hinaus wird nachgezeichnet, wie sich der Umgang der lokalen Akteure mit den Nazis gewandelt hat und welche Auswirkungen dieses auf die örtliche extreme Rechte hat.

Das AStA-Referat für politische Bildung präsentiert:

Donnerstag, 5. Juli, 19.30 Uhr, zakk, Fichtenstraße 40
Syrien – Mehrheiten, Minderheiten und andere Interessensgruppen im aktuellen Konflikt
Fast kein Tag vergeht, an dem nicht neue Schreckensmeldungen über die bürgerkriegsähnlichen Zustände in Syrien durch die Medien geistern. Doch in den Berichten von steigenden Todeszahlen und Sanktionsforderungen der westlichen Staaten droht die Frage nach den Hintergründen ausgeblendet zu werden. In einem Impulsreferat des Vereins sawa (gemeinsam) e.V. mit anschließender Fragerunde sollen eben diese beleuchtet werden. Der sawa e.V. setzt sich für die Ausweitung der Partnerschaft zwischen ehemaligen Freiwilligen auf deutscher Seite und der Maronitschen Gemeinde in Latakia auf syrischer Seite ein und ist im Zuge dessen auch in der politischen Bildungsarbeit tätig.

Der Antifa-AK an der FH präsentiert:

Sonntag, 8. Juli, 11.00 Uhr (Abfahrt), Düsseldorf
INPUT – spezial:
Exkursion nach Frankfurt/Main zum Norbert-Wollheim-Memorial
Das Norbert-Wollheim-Memorial ist benannt nach Norbert Wollheim (1913-1998), Überlebender des Konzentrationslagers Buna/Monowitz (Auschwitz III). Er musste für die I.G. Farben Zwangsarbeit in Auschwitz leisten. 1951 verklagte er den Konzern in einem Musterprozess auf Entschädigung. Das Wollheim-Memorial verbindet das Gedenken an die Opfer von Buna/Monowitz mit Informationen über die Geschichte ihrer Verfolgung und Entschädigung.
Die Exkursion beinhaltet eine fachkundige Führung auf dem Gelände des ehemaligen Hauptsitzes der I.G. Farben.
Abfahrt ab Düsseldorf: 11.00 Uhr mit PKWs, angestrebte Rückankunft: 19 Uhr. Nähere Infos und Anmeldungen (erforderlich!) unter bildungsforum [at] gmx.de oder antifa-ak [at] gmx.de.
Siehe auch: www.wollheim-memorial.de

Das AStA-Kultureferat präsentiert:

Freitag, 24. August, 20.00 Uhr, Café Freiraum, FH-Gebäude Josef-Gockeln-Str. (Untergeschoss)
Schreiraum-Konzert mit Ashes of Pompeii – Kosslowski – Hector Savage

Der Antifa-AK an der FH präsentiert:

Mittwoch, 29. August, 19.30 Uhr, Zentrum Hinterhof, Corneliusstr. 108, Düsseldorf
INPUT – antifaschistischer Themenabend:
Mit Recht gegen Rechts?
Staatliche Repression gegen die extreme Rechte – Chancen, Fallstricke und Grenzen

Seit dem Bekanntwerden der NSU-Morde mehren sich die Forderungen nach einem härteren staatlichen Vorgehen gegen die Neonazi-Szene. Und tatsächlich wird staatlicherseits zur Zeit rigoroser gegen Neonazis vorgegangen: Razzien, Verbote und Festnahmen, die auch die hiesige Neonazi-Szene vor Probleme stellt. Selbst in antifaschistischen Kreisen ist mancherorts Erleichterung festzustellen, dass das eine ohne andere – teilweise massive – Problem mit Neonazis zumindest zeitweise abgemildert wird und dadurch etwas "Ruhe" einkehrt.
Aber laufen Forderungen an den Staat, dem Naziproblem mit harter Repression entgegenzutreten, nicht grundsätzlich Gefahr, einen Repressionsapparat oder gar dessen Ausbau und den Abbau von Bürgerrechten zu rechtfertigen? Einen Repressionsapparat, der sich doch erfahrungsgemäß im Wesentlichen gegen Linke richtet? Ist eine zumindest temporäre Schwächung neonazistischer Strukturen und Handlungsfähigkeit durch Verbote stärker zu gewichten als die Erzeugung einer Illusion, dass durch Repression dem braunen Spuk ein Ende bereitet werden könnte? Wie wirken staatliche Repressionsmaßnahmen überhaupt, treffen sie die neonazistische Szene nachhaltig? Dies sind nur einige der Fragen, die es nach einem Vortrag des Rechtsanwalts Alexander Hoffmann am 29. August bei INPUT zu erörtern gilt.