Flat Track Fashion

Das Wichtigste zuerst: „Flat Track Fashion. The Roller Derby Look Book“ von Ellen Parnavelas ist in Englisch geschrieben, jedoch auch für Menschen verständlich, dessen Englischunterricht schon einige Jahre zurückliegt. Und da es sich um ein „Look Book“ handelt, enthält es so viele Bilder, dass auch lesefaule Menschen ihren Spaß dran haben können.

Das Buch bietet inhaltlich einen Überblick über Geschichte, Lifestyle, Regeln, Ligen und Ausrüstung von Roller Derby – dies ist vor allem für Menschen interessant, die sich noch nicht mit diesem Sport befasst haben, aber auch erfahrene Skaterinnen und Skater können noch einige Details über ihr Hobby lernen.

Auf den Bildern sind in erster Linie Portraits von Spielerinnen und Teamfotos zu sehen, man bekommt aber auch Impressionen von Spielen und Training.

Leider wird nur wenig über Roller Derby außerhalb der U.S.A. berichtet. Zwar werden Ligen und Spielerinnen aus Europa und Japan genannt, inwiefern sich der Sport aber anders als in Amerika entwickelt, bleibt unerwähnt.

Über einige inhaltliche Fehler wie zum Beispiel die Anzahl der benötigten Referees, lässt sich hinwegsehen, da es sich um Details handelt, die in erster Linie für Skaterinnen wichtig sind – und diese sollten es besser wissen.

Mein Fazit: Es lohnt sich für „Freshmeat“ und erfahrene Skaterinnen und Skater, einen intensiven Blick in dieses Buch zu werfen.

Starfighter

Ellen Parnavelas: Flat Track Fashion
A&C Black, 128 S., ca. EUR 30,-


Deadly Darlings – Roller Derby in Düsseldorf

In den dreißiger Jahren lebte Roller Derby in den USA auf und hielt sich bis in die 70er. In diesem Zeitraum stand allerdings der sportliche Aspekt im Hintergrund. Es ging mehr darum, dem Publikum eine unterhaltsame Show auf Rollschuhen zu bieten. Um die Jahrtausendwende erfindet sich der Sport neu. Initiiert von Punks und Riot Girls wandelte sich Roller Derby zu einem toughen Frauensport. Die vormals im Vordergrund stehenden Organisatoren und der Showcharakter fielen bewusst weg.

Auch heute noch ist DIY der zentrale Punkt im Roller Derby. Beginnend beim Aufbau der Teams, der Struktur und der Spiele geschieht alles in Eigenregie. Die Teams sind eng miteinander vernetzt. Gegenseitige Unterstützung und Austausch sind gang und gäbe. In Deutschland haben sich seit 2006 in 11 Städten Frauschaften gebildet. Zeitgleich sind weitere in ganz Europa entstanden.

Vor drei Monaten wurden die Deadly Darlings in Düsseldorf ins Leben gerufen. Mittlerweile sind wir 15 Skaterinnen und 3 Referees (Schiedsrichter_innen).

Da wir einen zusätzlichen Trainingstermin einrichten möchten, suchen wir dringend eine weitere Halle. Langfristig brauchen wir auch einen Ort, an dem wir unsere Spiele austragen können. Ebenfalls benötigen wir alte Rollschuhe, alles an Schonern und Helmen, um unsere Anfänger_innen auszustatten. Bitte nehmt mit uns Kontakt auf, wenn ihr etwas für uns tun könnt.

Wer mitskaten möchte, ist herzlich willkommen. Für jedes Geschlecht finden wir eine Möglichkeit der Beteiligung. Equipment für die erste Skateerfahrung können wir zur Verfügung stellen.

Training: Samstags 19-21 Uhr (Tus Nord, Eckener Straße 49, Unterrath) oder Facebook.com/deadlydarlingsduesseldorf