Hilarius Gilges

Zum 80. Jahrestag seiner Ermordung

Am 21. Juni 1933 wurde Hilarius Gilges, ein junger schwarzer Kommunist und Mitglied der Agitprop Gruppe "Nordwest ran", bestialisch zugerichtet am Rheinufer tot aufgefunden. Er war eines der ersten Opfer des Faschismus in Düsseldorf. Hilarius wurde nicht nur wegen seiner Hautfarbe verfolgt, sondern auch, weil er in der KPD organisiert war.

Der Jahrestag der Ermordung Hilarius Gilges jährt sich dieses Jahr 2013 zum 80. Mal.

Sein Gedenken kann aber nicht von den heutigen Kämpfen abgekoppelt werden. Die aktuellen Ereignisse um den NSU-Komplex, die Jährung der Pogrome von Hoyerswerda, Rostock-Lichtenhagen und Solingen, sowie die regelmäßig stattfindenden Nazigroßdemonstrationen in Dortmund, Stolberg oder Dresden, bestätigen, dass Antifaschismus nicht ein Kapitel der Geschichtsbücher ist, sondern eine tägliche Notwendigkeit. Genau deshalb muss ein würdiges Gedenken an all Jene, die im täglichen Kampf um eine bessere Welt ihr Leben lassen, in einen solchen Zusammenhang gestellt werden.

Die "Gruppe Hilarius", junge Leute, die sich in Hilarius Gilges ‘ Tradition sehen, werden ein würdiges Erinnern in eine Gedenkwoche einbinden. Ein Trauerspaziergang führt von seinem Wohnort in der Ritterstraße 36 bis zu dem Ort am Rheinufer, an dem er ermordet aufgefunden wurde. Eine Veranstaltung des VVN-BdA zu Widerstand gegen den NS und eine Podiumsdiskussion zu Perspektiven linker Politik schließt sich an.

Einen tieferen Einblick in das Leben und Wirken von Hilarius Gilges bietet die zum 80. Todestag wieder aufgelegte Broschüre "Lari, der waschechte Düsseldorfer Junge aus der Altstadt" von Frank Sparing. Gegen eine Schutzgebühr von 0,50 Euro kann sie bei "Gruppe Hilarius" bestellt werden:

http://gruppehilarius.blogsport.de
https://www.facebook.com/GruppeHilarius
gruppe.hilarius [at] gmx.net

Gruppe Hilarius
in Kooperation mit dem VVN-BdA und mit freundlicher Unterstützung der Rosa-Luxemburg Stiftung NRW