MADE MY DAY

by HONKER

Ich hatte einen Alptraum. In den leergefetzten und winddurchtosten dystopischen urbanen postapokalyptischen Räumen Europas wurde ich von schleimig-stinkenden EU-Zombies verfolgt … seibernde und grunzende Politiker*innen-Beamtenwildschweine ohne Beine, Arme und na ja Hirn – muss das noch geschrieben werden? – krochen gedärmeverlierend und perpetuierend Verordnungen, Privilegien und Subventionen scheißend durch postdemokratischen Dreck … die Demokratie war tot, die Saat des Wahns und der Gewalt war aufgegangen. Tonio Borg hatte sich als gut getarnte Vorhut der aggressiv-expansiven Star-Trek-Borgs entpuppt, war von der Illuminati-Crew der Lobbyist*innen zum Cyborg-Kommissar umprogrammiert worden und umgegangen, bis er daran umgekommen war. Als Ferkelchen hatten seine als Streicheltiere für den Hausgebrauch kleingezüchteten Nachkommen den Saatgutschweinen solange die Gülle-Nülle genuckelt und deren Scheiße verzapft, bis sie daran erstickt waren … doch sofort wuchsen an jedem Euter hundert neue EU-Borgs nach … und nichts änderte sich: alle Untertanen hatten ewig hauchflüsternd auf die EU geschimpft und stinkleise gezetert, aber getan hatten sie nichts … die Leserbriefmaschinen, die minütlich toll empörte Anti-EU-Wutbürger*innen-Leserbriefe geschrieben hatten, und die antiken Foren-Granteleien wurden ebenso wie die sabbrig-verschmierten Schimpf-Stammtische im Never-look-back-EU-Museum entsorgt. Alle wussten, dass es eh bald zum großen Knall kommen würde, aber niemand wusste, wie. Alle hatten sich zum everdreckigen Gelächter der grölenden EU-Knallchargen weiter mit deren Scheiße einseifen lassen, bis es zur ersten Infektion durch den EU-Wahn kam. Dann brach schnell alles zusammen. Die große Masse der klebrigen Beamtchen streikte gegen Gehaltskürzungen, und keiner merkte es, sie hockten monatelang auf- und untereinander, infizierten sich gegenseitig und brachen schließlich aus. Vorher hatten sie noch die letzten Verordnungen erlassen: Wasser gab es nur noch gegen Giergold aus den Rüsseln privater Privatiers, Klingelschilder mussten 5 x 5 Metermaß haben, nach Gebrauch explodieren und sich danach selbst desinfizieren, Schmieröl durfte nur noch in Würfelform serviert werden, und alle mussten am selben Tag und zur selben Zeit sterben. Die Bürgerchen moserten zwar etwas widerwillig, kamen dem aber natürlich wie immer nach. Nur ein paar Doofe nicht, und dafür wurden sie jetzt von diesen Wahnsinnszombies noch im Schlaf verfolgt. Ich wachte auf, und in meinem Hirn lagen die neuen Nachrichten. Sie sagten: Es ist alles genau so wie in deinem blöden Traum, Du dämliche Doofnuss, nur noch viel schlimmer. Doch es gibt keinen Anfang und keinen Ausweg. Ich dachte an diese elfjährige Schülerin, die ihr Monatsticket vergessen hatte und dies dem Busfahrer gesagt hatte. Er hätte sie mitnehmen müssen, aber er ließ sie eine Stunde durch die eisige Kälte laufen. Ich machte sie zu einer postdemokratischen Kampfmaschine: Auf dem Weg durch die soziale Kälte vernichtete sie jeden geifernden EU-Zombie per Ketchup-Kopfschuss. Der Weg war ihr Ziel. Am Ende des Ziels angefangen schnappte sie sich dann den Busfahrer. Was sie mit dem machte, möchte ich hier nicht erzählen, es könnten Minderjährige mitlesen. Aber auf einmal war die Welt wieder in Ordnung. Geht doch, oder? Dann stellt Euch mal vor. Guten Tag. Hier ist die neue Welt.

PARALLEL 41: PARALLEL 41 (baskaru) Der imaginäre 41. Breitengrad verbindet New York und Neapel, wo jeweils außergewöhnliche Musiker*innen zu Hause sind. Die Kanadierin Julia Kent, Gründungsmitglied der Cellogruppe Rasputina, bei Anthony and the Johnsons und überhaupt mit einer Menge bemerkenswerter Songwriter*innen aktiv, teamt sich hier mit der Sängerin, Autorin und Elektronikerin Barbara De Dominicis. Ihre spannungsvolle, inspirierte und sehr konzentriert ausgeführte Musik entstand von 2009 bis 2010 hauptsächlich in Italien an ungewöhnlichen Orten: einer alten Festung, einem verlassenen Tunnel, einer Woll-Fabrik oder einem Bauernhof. Konkret visualisiert wird diese Reise durch einen sehr schönen Dokumentarfilm von Davide Lonardi, der mittels Scenery-Doku, Archiv- und Interview-Aufnahmen diese entdeckungsreichen Improvisationen greifbar macht. Fantastisches Ding!

GILDED: TERRANE (hidden shoal) Das großartige australische Indie-Label punktet hier voll mit dem Debut des australischen Experimental-Ambient-Drone-Duos. Die beiden renommierten Klang-Spezis Matt Rösner und Adam Trainer verschieben ihr Minimal-Audio langsam, aber tief und deutlich. Die Progression verläuft in konkreter Schönheit in abstrakte Panoramen – flirrend, dislozierend, mitunter atemberaubend hypnotisch. Der Titel rührt her von der Wanderung einer geologischen Formation in eine neue Umgebung. Selten wurde Bodenständigkeit in Bewegung so sinnlich-sinnvoll in Töne gesetzt wie hier.

ALEXANDR VATAGIN: SERZA (valeot) In Europa bekommt so eine grandiose akustische Bewegung in panoramisch-auraler Cinematografie und hypnotisch-überraschenden Plateaus vor allem Vatagin und diverse Releases auf seinem nun auch schon 5 Jahre auf dem Buckel habenden Label Valeot hin. Der von 2007 bis 2012 aufgenommene Drittling des Labelheads überzeugt durch seine tiefe Reichhaltigkeit und die Konzentration aufs Wesentliche: Nichts ist hier amorph oder überflüssig, sondern fließt stets in die richtige Richtung. Groß!

STEPHAN MATHIEU: UN COEUR SIMPLE (baskaru) Schon zu Lebenszeit hatte Flaubert mit dem Ruf zu kämpfen, zu neutral, unbeteiligt, ja grausam gegenüber seinen Figuren zu sein. Mit seinen "Drei Erzählungen" wollte er tatsächlich dagegen ansteuern und zeigen, dass er auch zu Wärme und Herzenskraft fähig war: "Ich werde als empfindsamer Mensch gelten, und man wird eine schönere Vorstellung von meinem Charakter gewinnen", wie er selbst sagte. Mathieu ist als autodidaktischer Elektroakustiker mit über 30 Alben mittlerweile erfahren genug, um das richtige Gespür für ein Projekt zu haben. Dieses Audio für ein Theaterstück zu dem "einfachen Herzen" ist nicht auf den ersten Hör sinnfällig, wächst aber mit der Zeit und fasziniert dann umso mehr.
"Das Gras strömte Sonnenduft aus. Fliegen summten. Die Sonne glitzerte auf dem Fluss und erhitzte die Schieferplatten." L’Éducation écouter.

AKIRA KOSEMURA: IT’S ON EVERYTHING + (someone good) Während sich europäisch-akustische Genoss*innen oft noch krampfhaft an einem überkommenen Avantgarde-Geräusch-Begriff abarbeiten meinen zu müssen, ist es für den Japaner einmal mehr weder Frage noch Problem, seine Avanciertheit in Sachen Experiment, Minimalismus und Elektroakustik in wunderschönen und überraschenden Räumen zwischen Pop, Melodie und Kante zwischen Audiodesign und Abstraktionstextur auszuleben. Dieses Album ist mittlerweile über 6 Jahre alt und immer noch sehr lebhaft, intim und na ja umwerfend schön.

TAKAMOVSKY: IN STREAMS (etymtone) Aber es gibt ja noch Zeitgenoss*innen wie Gemüseorchester-Fachkraft Jürgen Berlakovich, der schon lange als Audio-Autor mit Interesse an Transformationsprozessen aktiv ist. Der u.a. an Burroughs, Steve Reich, Waits oder Zappa geschulte Computermechaniker agiert so nüchtern-konspirativ wie originell-inspiriert in Kontexten, in denen er hier mittels eines hyperdigitalen und gelassen-geerdeten Avant-Pops Kontexte der Kommunikation untersucht. Kein Central Scrutinizer, sondern ein Central Speechscrambler ordnet hier Tracks, in denen zwischen Mode und Verzweiflung agiert wird. Ein zwischen Weird Science und konziser Klarheit wirkender Geist.

TRICKY: FALSE IDOLS (!k7) Trickreich rudert zurück: Die letzten Jahre sei er nicht er selbst gewesen, habe nur sich selbst und anderen gefallen wollen und fand auch seine letzten beiden Alben toll – das seien sie aber gar nicht. Oha. Da Selbsterkenntnis bekanntlich der erste Weg zur Besserung ist, hören wir da mal besser gut zu. Und sagen: allo allo wow. Wenn das der wahre Tricky ist, dann sei mal – so gut war er wahrhaft lange nicht mehr. Der Titel bezeichnet die traurige Tatsache, dass zuviel Deppen den Stars und Sternchen an Lippen und Tweets hängen und um jeden ihrer Schwachsinnsschritte Bescheid wissen, nicht aber, wie es um einen selbst und die Gesellschaft steht. Das Video zu "Does it" wird da noch deutlicher. Na hallo, da ist doch mal wer angekommen. Welcome.

MARK ERNESTUS PRES. JERI JERI: 800% NDAGGA / NDAGGA VERSIONS (ndagga) Nenn es Annähe­rung, Interaktion oder gleich Fusion zwischen Tradition und Kontemporär: Diese von Ernestus mit einem großartig inspirierten Mbalax-Kollektiv aus dem Senegal und Gambia eingespielte Musik fasziniert in ihrer komplexen und oft gegeneinander laufenden Poly­rhythmik vom ersten Hör an. Zu erleben, wie diese herrlich dekonzentrierte und unhierarchische trommeldominierte Musik immer wieder auf den Punkt kommt und bei aller treibenden Progression abhebt und immer wieder auf den Boden gelangt, ist atemberaubend. Zugang und Ausdruck bleiben bei aller komplexen Klasse roh und durchdringend – ich habe selten eine derart gute Musik gehört, bei der sich Polyrhythmik so gut demonstrieren lässt wie hier. Fantastisch!

CERO 39: MÓNTATE EN EL VIAJE (chusma) Abgesehen davon, dass das Label vielleicht eine äh etwas andere Grafik braucht, gibt’s auch bei dieser Rhythmik nichts zu meckern. Als DJ-Produzent Mauricio Alvarez 2007 nach Barranquilla, der größten kolumbianischen Hafenstadt an der karibischen Küste des Landes und einer der Geburtsorte von Cumbia, kam, hatte er den Koffer voller Elektronik und die Ohren weit offen. Er traf die Cumbia- und Vallentao-Legenden der 60er und 70er, hörte zu, atmete tief ein, und zurück in Medellín entwickelt er sich zum einzigartigen Remixer, Digitalisierer und Neuarrangeur der alten Stile. Das Debut aus Dub, Electronik und Cumbia, das DJ Fredo selbst "psychedelisches electrotropidub" nennt, ist lässig und feurig zugleich. Vamos!

LORD MOUSE AND THE KALYPSO KATZ: GO CALYPSONIAN (piranha) Karibische Rhythmik ohne jede Elektronik bringt dieses Berliner Future-Retro-Orchester schon seit Jahren in die begeisterten Konzerthallen. 17 Köpfe aus 7 Ländern, aber alle ausgemachte Weißbrote. Warum die aus Trinidad um die Welt gehende Musik der Sklav*innen-Nachkommen so heiß geliebt und gespielt wird, wird im Song "White Boy Calypso" daher gleich selbst thematisiert. Die Musik macht nicht nur gute Laune und ist äußerst versiert und frisch gespielt, sie ist auch ausgesprochen helle, fix und aufmerksam. Gutes Ding.

MODESELEKTOR: WE ARE MODESELEKTOR (monkeytown) Techno vom Dorf in die Welt. Als Rüdersdorf auf Woltersdorf traf, holte Bronsert den damaligen Bauarbeiter Szary vom Dach zum Chillen runter. Seitdem sind einige Jahre, Tracks, Remixe, Alben und Touren in die Welt gegangen. Das und noch viel mehr kann mensch sich in dieser 72-Minuten-Doku sehr unterhaltsam erzählen lassen. Der WIRE schrieb jedoch, die allzu sorgfältige Auswahl des Materials und Personals lasse hier eher an eine PR-Übung denken, die sich als Doku verkleide. Schön scharf gesehen, aber was lässt sich bei einer Co-Prod mit Electronic-Beats-Telekom auch anderes erwarten? Unterm Strich trotzdem nett.

RODION G.A.: THE LOST TAPES (strut) Ihr kennt das: Bei so manchem verlorenen Tape war das Finden sinnlos. Nicht aber bei diesem Knaller: Hier ist das von den Originalbändern gemasterte Material der unglaublichsten rumänischen Avant-Disco-Rockband. Die 1978 von Mastermind Rodion Ladislau Rosca gegründete Band war sowohl ein Korridor in der Klaustrophobie des Ceausescu-Regimes als auch Mythos und Pop-Avantgarde. Heute klingt das tatsächlich wie eine Science-Fiction-Zeitreise in eine obskure, dunkle, aber auch seltsam aufregend-kreative Zeit. So, und jetzt auf zu You Tube und umfallen …

RALFE BAND: SON BE WISE (highline) Gute Zeiten für Bandmusik: Die großartige Avant-Folk-Pop-Combo um den erzählfreudigen und ewigen Nomaden und auch als Illustrator und Filmemacher tätigen Oly Ralfe hat mit der Dritten ein sagenhaftes Teil vorgelegt, das auf keinen Fall im Neuerscheinungs-Wust untergehen sollte. Diese filigran-unprätentiösen und hoch überzeugenden Songs sind einzigartig. Das sind Stücke für’s Trinken, für den Kater hinterher – und für die Abstinenzler*innen – und ihr wisst selbst, dass das eigentlich gar nicht geht. Wäre die Welt gerecht, wäre es ein Hit – macht sie etwas gerechter. Geilst.

JACK SAVORETTI: BEFORE THE STORM (fullfill) Musikindustrie-Zombies meinen tatsächlich originellerweise, den britischen Songwriter, der sich mit seinem Debüt schnell einen Namen in der innovativen UK-Folkszene gemacht hat und für mehrere ausverkaufte Clubtouren sorgte, als den neuen Dylan zu bezeichnen. Man wüsste wirklich gerne, was der immerjunge echte Dylan dazu sagt. Aber egal: noch ackert er als "ewiger" Geheimtipp und Support von Corinne Bailey Rae, Gavin de Graw und aktuell Jake Bugg, aber mit der Klasse derartiger Songalben dürfte ihm bald die Bühne dafür zu eng werden. Geht gut.

THE HANDSOME FAMILY: WILDERNESS (loose) Jedes Album des Duos ist nach wie vor eine Offenbarung. Im warmen, verständnisvollen, aber auch etwas gleichmütigen Timbre – wie war das noch mit Flaubert? Oder doch Vic Chesnutt? – erzählt Brett die nicht selten abstrusen und bizarren Lyrics seiner auch als Schriftstellerin tätigen Ehefrau Rennie Sparks. Aufgenommen in Chicago und zuhause in Albuquerque, entfaltet sich ein fantastisch-faszinierendes Panorama, das in der Spannung von Realität und mythologischer Verzerrung atmet. Dass die Song-Protagonisten allesamt Tiere sind, macht dieses grandiose Album umso menschlicher. Und verständlicher. Und geheimnisvoller.

COLT SILVERS: RED PANDA (deaf rock) Das Tier auf dem zweiten Album der französischen Indie-Elektro-Popper dürfte trotz Titel ein Waschbär sein. Doch wenn schon: Mit entspanntem Peter-Hook-Gedächtnis-Bass und Fanfaren-Synths schafft das Straßburger Trio unaufgeregte, aber stimmig-atmosphärische, charmant-melancholische Songs, die nicht zu Luftsprüngen verleiten, aber lässig nicken lassen und vor allem eine seltsame Langzeitwirkung entfalten. Schon gut.

ROVER: ROVER (wagram) Ich habe mit dieser Scheibe gefrühstückt – gut, dass das Essen so gut war. Beim Coversticker wäre ich fast schon weggestiefelt, blieb aber bei der Stimme hängen. Ja, der Bowie der Hunky-Dory-Phase hatte schon was drauf, aber sag mal: Dieses Ich-vor-Talsperre-Cover und der verlorene, aber heroische Solo-Max-Vibe, den diese nicht ganz schlechte Platte umweht – geht das nicht doch’n bisschen besser? So ist mir das Leben zu kurz für solche Musik. Auch wenn einige Songs funkeln. Aber das Leben ist gerecht.

CAFÉ DRECHSLER: STREAMER (monkey) Die Combo um den Wiener Sax- und Klarinettenmeister Drechsler versuchte sich schon früh an Genre-Schnittstellen von Jazz und Electronica als einem zeitgemäßen Update und einer Definition von Jazz 2.0, erreichte mit dem, was sich auch ganz banal als Neo-Fusion bezeichnen lässt, auch diverse internationale Kanäle, verlor beim österreichischen Musik-Amadeus aber gegen ausgerechnet Joe Zawinul. Nun, der Meister ist gegangen, es leben die neuen Meister. Na, machen wir mal halblang – ganz so genial ist der Reload nach dem Exitus der Erstversion noch nicht, aber frisch, vital und ambitioniert genug, um lazy Jazz-Jackasses denselben zu kicken, klingt das allemal. Grund, mal ein Ohr zu leihen, oder?

OMRI ZIEGELE / YVES THEILER: INSIDE INNOCENCE (intakt) Der Zürcher Saxmaniac hat schon weite und gute Wege durchschritten. Mit einer markanten, oft etwas fuddeligen, dann wieder sanft-zupackenden, meist intuitiv-intelligenten Spielweise überzeugt er oft. Ein Problem ist beizeiten, dass er cool sein will, dabei aber trotz aller guten Intention bisweilen etwas aufgesetzt prätentiös wirkt. Am besten ist er, wenn es ihm gelingt loszulassen. Mit dem jungen Zürcher Pianisten Theiler, dessen Spiel nicht nur frisch, sondern bisweilen einfach nur beyond ist, gelingt das großartig. Auch mal abgeben können, den Nockerl in den Narzissmusspiegel schmeißen, die Splitter in die Wiese werfen und schauen, wie sich das Licht darin bricht … sehr schönes Ding, der nur eine Vocal-Part kommt fast Rap-mäßig-gelassen daher, beim Titelstück dann bereitet das sagenhaft beseelte Spiel nasse Augen und sonst noch was. Das ist Jazz-Poesie, wie sie sein kann und soll … und so macht Älterwerden Spaß. Um den Zombies zwischen Tag und Traum zu entfliehen und die Realität packen zu können allemal.

It‘s the system that makes you a wanderer.

For Anthony Wayne Moore.