Abschiebestop!

NO Border! NO Nation! STOP Deportation!

Alle Menschen sollen leben und sich frei bewegen können, wo und wohin sie wollen! Seit etlichen Jahren werden vom Düsseldorfer Flughafen Menschen gegen ihren Willen außer Landes gebracht und ausgesetzt in Ländern, die diese Menschen aus gutem Grund verlassen oder noch nie zuvor in ihrem Leben gesehen haben. Im ausgesetzten Land angekommen, erwartet sie ein Leben geprägt von Unsicherheit und Existenzangst. Keine Bleibe, kein Geld, keine sozialen Kontakte. Ganz auf sich allein gestellt; zumeist, ohne die Sprache des eingewiesenen Landes zu beherrschen. Oftmals Verfolgung und Gewalt ausgesetzt.

Der deutsche Staat, der für die Abschiebungen verantwortlich ist und dem die grausamen Folgen von Abschiebungen bekannt sind, schaut weiterhin gleichgültig zu.

Aber nicht alle werden zuschauen und diese Abschiebungen hinnehmen! Am 18.6.2013 gibt es am Düsseldorfer Flughafen eine Demonstration unter dem Motto: NO Border! NO Nation! STOP Deportation! um ein sofortiges und dauerhaftes Ende aller Abschiebungen, ein Bleiberecht für alle, die in Deutschland leben möchten und menschenwürdige Lebensbedingungen für Geflüchtete zu fordern.

Auch Einzelpersonen können gegen Abschiebungen wirken, da der Düsseldorfer Flughafen ein wichtiger Knotenpunkt für Abschiebungen ist, vor allem für Sammelabschiebungen. Das heißt, nicht nur Pilot*innen und Bordcrew können sich mit den Betroffenen solidarisieren, auch einzelne Mitreisende, also DU. Wenn Dir bei Deinem Flug eine Situation wie eine Abschiebung vorkommt, kannst Du mit der betroffenen Person Kontakt aufnehmen und versuchen, die Lage zu klären. Von der Polizei brauchst Du Dich nicht einschüchtern oder Dir gar die Kontaktaufnahme verbieten zu lassen, weil die Polizei im Flugzeug kein "Hausrecht" – das heißt, nach dem Schließen der Türen des Flugzeugs an Bord keine polizeilichen Befugnisse mehr hat. Die Bordgewalt liegt dann in den Händen des Flugkapitäns und er oder sie entscheidet, ob und mit wem gestartet wird. Bei einer gewaltsamen Abschiebung wendest Du Dich am besten direkt an das Flugpersonal und weist darauf hin, dass eine Person gegen ihren Willen außer Landes überführt wird, so kannst auch Du als Einzelperson eine Abschiebung verhindern.

Besonders hilfreich wäre es, wenn Du die Vorgänge in Form von Fotos, Gedächtnisprotokoll und Tonbandaufnahmen dokumentieren könntest, und an Pro Asyl [http://www.proasyl.de] oder die Landesflüchtlingsräte [http://www.fluechtlingsrat.de] schickst.

Weitere Infos unter:
http://abschiebestop.blogsport.de
Kontakt: abschiebestop [at] riseup.net
Allgemeine Informationen zu Abschiebungen am Düsseldorfer Flughafen in der Infobroschüre:
http://soli-komitee-wuppertal.mobi/wp-content/uploads/2012/10/flghf_final_web.pdf