ZERO-Fest – 60 Jahre ZERO. 10 Jahre ZERO foundation

Do., 18.10. bis Sa., 20.10., verschiedene Schauplätze

Die Idee, Kunst nicht im Museum, sondern im realen Raum stattfinden zu lassen, ist einer der Grundgedanken der ZERO-Bewegung, die Heinz Mack und Otto Piene 1958 in ihrem Düsseldorfer Atelier anstießen. Mit ihren teils utopischen Projekten lösten sie und ihre Künstlerkolleg*innen sich von den traditionellen Gattungs- und Bildgrenzen und machten mit öffentlichen Aktionen auf sich aufmerksam. Innerhalb eines Jahrzehnts breitete ZERO sich über die Landesgrenzen hinweg aus und wurde zu einer der bedeutendsten Avantgardebewegungen des 20. Jahrhunderts. 2008 gründeten Mack, Piene und Uecker zusammen mit der Stiftung Museum Kunstpalast die ZERO foundation, die sich seitdem als international vernetztes Zentrum der Erforschung, Dokumentation und Präsentation von ZERO widmet. Somit gibt es in diesem Jahr zwei runde Jubiläen zu feiern: 60 Jahre ZERO und das erste Jahrzehnt für die ZERO foundation. Das dreitägige Fest beginnt am 18.10. mit einem zweitägigen Symposium in der Kunstakademie. Parallel dazu eröffnet die Akademie-Galerie eine Ausstellung über Otto Piene und ZERO. Am 19.10. steht das ZERO-Haus in den ehemaligen Ateliers an der Hüttenstraße 104, wo früher Uecker, Piene, Mack und befreundete, heute teils weltberühmte Künstler*innen tätig waren, Besucher*innen offen. An ZERO angelehnte Installationen und Performances zeitgenössischer Künstler*innen machen am 20.10. das Rheinbecken im MedienHafen zu einem temporären Kunst- und Erlebnisraum.

CGB-Jahrestagung: Blackrock, Google und Trumpismus – Konzerne zwischen heute und morgen am Beispiel von BAYER

Sa., 27.10., Umweltzentrum, Merowingerstr. 88, 9.30 Uhr, Eintritt frei

Die diesjährige Jahrestagung der Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) will sich unter besonderer Berücksichtigung des BAYER-Konzerns an eine Analyse des „Kapitalismus im 21. Jahrhunderts“ wagen und Gegenstrategien erkunden. Werner Rügemer wird mit Blackrock, Google, Uber und Facebook wichtige Akteure des digitalen Kapitalismus vorstellen. Hermannus Pfeiffer widmet sich der Entwicklung von Industrie und Banken im 21. Jahrhundert, während Jan Pehrke die gegenwärtigen Deglobalisierungstendenzen beschreibt, wofür unter anderem der Brexit und die Politik Trumps stehen. Und da die CBG in diesem Jahr ihren 40. Geburtstag feiern kann, hält Axel Köhler-Schnura ein wenig Rückschau, bevor er – mit dem reichen Erfahrungsschatz der Coordination im Rücken – den konzert-kritischen „Aktivismus des 21. Jahrhunderts“ skizziert.

Mobilität auch für Arme?! Wie geht es weiter mit dem Sozialticket?

Mi., 31.10., ZAKK, Fichtenstr. 40, 18h, Eintritt frei

Das Sozialticket-Bündnis NRW informiert über den aktuellen Stand und diskutiert mit Politikern aus dem Landtag über die Zukunft des Sozialtickets. Die Nutzer*innenzahlen des sogenannten Sozialtickets für Sozialhilfebezieher*innen und Arbeitslose (u. a.) gehen zurück. Mit 37,80 ist es um etwa 11.- teurer als im ALG II Regelsatz für Nahverkehr vorgesehen. Die Fortführung der bisherige Landesunterstützung konnte schon letztes Jahr nur mit erheblichem öffentlichen Druck durch Initiativen und Sozialverbände erzwungen werden. Gute Ideen zu sogar kostenfreiem Nahverkehr im Zuge der Debatte um Maßnahmen gegen Luftverunreinigung durch PKWs scheinen wieder begraben.