Das AStA-Kinoreferat („Kino 77“) präsentiert

Dienstag, 4. Dezember 2018, 20:00 Uhr, HSD-Campus am S-Bf. Derendorf, Gebäude 3, Erdgeschoss, Raum 001:
BPM 120
In Zusammenarbeit mit dem AStA-Referat für politische Bildung. Eintritt frei.
Paris, Anfang der 1990er. Seit fast zehn Jahren wütet Aids in Frankreich, doch noch immer wird über die Epidemie in weiten Teilen der Gesellschaft geschwiegen, während ACT UP, eine Aktivistengruppe von Betroffenen, auf die Missstände aufmerksam machen will. Als der 26-jährige Nathan, der selbst HIV-negativ ist, zu ACT UP stößt, zieht ihn die Entschlossenheit der Gemeinschaft sofort in ihren Bann. Und er verliebt sich in Sean, den Mutigsten und Radikalsten der Gruppe. Zusammen kämpfen sie an vorderster Front, selbst dann noch, als bei Sean die Krankheit schon längst ausgebrochen ist.
Trailer auf youtube.com.


Das AStA-Projekt Erinnerungs- und Lernort Alter Schlachthof präsentiert in der Reihe „erinnern – handeln – widersetzen“

Donnerstag, 13. Dezember 2018, 18:30 Uhr, HSD-Campus am S-Bf. Derendorf, Gebäude 3, Erdgeschoss, Café Freiraum:
Experten der Vernichtung. Das T4-Reinhardt-Netzwerk in den Lagern Belzec, Sobibor und Treblinka
Referentin: Dr. Sara Berger (Rom)
Erfahrungen mit der massenhaften Ermordung von Menschen hatten fast alle der etwa 120 Deutschen und Österreicher, die zwischen Ende 1941 und Ende 1943 im Rahmen der „Aktion Reinhardt“ in den drei Vernichtungslagern Belzec, Sobibor und Treblinka eingesetzt wurden. Ihre Kenntnisse hatten sie zuvor in den „Euthanasie“-Einrichtungen und der Berliner T4-Zentrale erworben, die sie nun nutzten, um die Lager und Gaskammern zu entwerfen. Sie fungierten unter anderem als Aufseher und koordinierten die Wachmannschaften, erteilten die Mordbefehle, misshandelten und mordeten aber auch selbst. Mit der „Aktion Reinhardt“ wurden die Männer der T4 endgültig zu Experten der Vernichtung. Sara Berger stellt das enge Geflecht der Beziehungen dar und analysiert unter anderem Handlungsspielräume, strukturelle Gegebenheiten, situative Dynamiken sowie Handlungsmotive der Täter und des Täterkollektivs.
Dr. Sara Berger studierte Geschichte, italienische Literaturwissenschaft und Sozialpsychologie an der Ruhr-Universität Bochum und der Università degli Studi di Genova. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fondazione Museo della Shoah in Rom sowie des Editionsprojekts „Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden“ (Teilbereich Italien).


Der Antifa-AK an der HSD präsentiert als Mitveranstalter: Antifa-Café Düsseldorf

Dienstag, 18. Dezember 2018, ab 19:00 Uhr geöffnet (Programmbeginn 20:00 Uhr), Zentrum Hinterhof, Corneliusstr. 108:
Nazitown Düsseldorf? Wie geht es weiter in 2019?
Nach den 21 DügIdA-Auftritten in 2015 droht 2019 der nächste Aufmarsch-Marathon extrem rechter Gruppierungen. Zumindest hatten das die „Patrioten NRW“ am 17. November 2018 bei ihrem 450-köpfigen Auftritt, bei dem es zu mehreren rechten Gewalttaten kam, angekündigt. Mit dabei sein will erneut die in Düsseldorf beheimatete „Bruderschaft Deutschland“, aus deren Reihen es am 17. November mehrere Angriffe auf Gegendemonstrant*innen gab. Was ist in 2019 zu erwarten? Was folgt aus dem am 17. November Geschehenen? Wie können wir uns vor weiteren Angriffen schützen und wieder in die Offensive kommen? Diese und andere Fragen sollen beim letzten Antifa-Café im Jahr 2018 nach einem kurzen Überblick diskutiert werden.
Das Antifa Café möchte einen Ort des Austausches zwischen Antifaschist*innen und für „neue“ Leute die Möglichkeit eines Einstiegs in die politische Arbeit bieten. Schaut vorbei!


INPUT – antifaschistischer Themenabend in Düsseldorf

Vorankündigung für Mittwoch, 30. Januar 2019, 19:30 Uhr, HSD-Campus am S-Bf. Derendorf, Gebäude 3, Erdgeschoss, Café Freiraum:
Total extrem? Die Extremismusdoktrin und ihre Auswirkungen
Da der INPUT-Termin im Dezember auf den zweiten Weihnachtsfeiertag fällt, findet die nächste INPUT-Veranstaltung erst am 30. Januar 2019 statt. Wer referierten wird, steht noch nicht fest – im Gegensatz zum Thema. Die Extremismus- bzw. Totalitarismusdoktrin erlebt seit den 1990er Jahren einen neuen Aufschwung. Die Annahme, „Extremismen“ auf der Rechten sowie auf der Linken hätten viele Gemeinsamkeiten und seien nur unterschiedliche Ausformungen eines „extremistischen“ Kerns, wird auch von zahlreichen Fachleuten kritisiert – schließlich fasst sie völlig unterschiedlich strukturierte Weltanschauungen zusammen. Gänzlich ungeachtet ihrer wissenschaftlichen Fragwürdigkeit entfaltet die Extremismusdoktrin auch praktische Wirkung. INPUT möchte deshalb über die Extremismus- bzw. Totalitarismusdoktrin, über wissenschaftliche Kritik an ihr und über ihre praktische Anwendung durch die bundesdeutschen Behörden informieren.
„INPUT – antifaschistischer Themenabend in Düsseldorf“ existiert seit 2002 und findet an jedem letzten Mittwoch im Monat um 19.30 Uhr statt, zumeist im „Zentrum Hinterhof“ oder im HSD-AStA-Café „Freiraum“. Aktuelle INPUT-Veranstalter*innen: Antifaschistischer Arbeitskreis an der HSD und AG INPUT, in Kooperation mit dem Antirassistischen Bildungsforum Rheinland (ABR) und SJD – Die Falken Düsseldorf.