Autonomes Queer-Referat der Hochschule Düsseldorf

Der Moment, …
… wenn wir vor unserem Referats-Raum stehen und unsere Infoschilder von der Tür abgerissen wurden,
… wenn Microsoft Teams nur deadnames zulässt,
… wenn das einzige entgenderte WC am anderen Ende des Campus ist,
… wenn queer-feministische Sticker in der Hochschule abgekratzt werden,
… wenn Dozierende mich misgendern,
… wenn ein Coming-Out die Noten beeinflussen könnte.

Aber auch:

Die Momente, …
… wenn wir gemeinsam im Referatsraum sitzen,
… wenn wir stundenlang online quatschen,
… wenn wir Kaffee trinken und über unsere Partner*innen schwärmen,
… wenn wir gemeinsam Veranstaltungen besuchen,
… wenn Solidarität gezeigt wird,
… wenn wir freie Gender-expression feiern,
… wenn wir Ressourcen teilen,
… wenn wir gemeinsam Awareness- Strukturen schaffen,
… wenn wir gemeinsam für unsere Rechte kämpfen,
… die auf glücklichen Fotos festgehalten werden.

Queer* sein am Campus hat nicht nur schöne Seiten, wir versuchen, für euch da zu sein! Sprecht mit uns, kommt zur Peer- Beratung oder Freizeitangeboten.

Wir als Queer-Referat sind erreichbar per Mail: queer[at]asta-hsd[dot]de oder Instagram: [at]queer_hsd

Autor*in: Jolie & Jenna / Foto: Nat & Tom


Veranstaltungen des Erinnerungsorts Alter Schlachthof der HSD:

Wissenschaftliche Konferenz: Isolation - Konzentration - Deportation.

Regionale Studien zur Verfolgung der jüdischen Bevölkerung

15. und 16. September, Erinnerungsort Alter Schlachthof, www.erinnerungsort-duesseldorf.de/neuigkeiten/331-konferenz-isolation Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenfrei. Anmeldungen bis zum 09.09. an joachim.schroeder[at]hs-duesseldorf.de

Der Erinnerungsort Alter Schlachthof existiert jetzt seit sechs Jahren und bereichert die Erinnerungslandschaft in Düsseldorf und NRW. Aus diesem Anlass werden auf einer Konferenz neuere regionale und überregionale Forschungen über die Vorgeschichte, die Vorbereitungen, den Verlauf der Deportationen der jüdischen Bevölkerung vorgestellt. Dabei soll auch der langjährige Prozess der Ausgrenzung, Isolation, Entrechtung und Enteignung in den Blick genommen werden, der der Verschleppung vorausging: Ausschluss aus den Berufen, „Arisierung“, Zwangsarbeit, Kennzeichnungspflichten, Entmietungen und Konzentration in Zwangsunterkünften („Judenhäusern“) und Sammellagern.

Theaterkollektiv Pièrre.Vers: „aktion:aktion“

https://erinnerungsort-duesseldorf.de/neuigkeiten/327-herbst-2022-aktion-aktion, Das Angebot ist kostenlos. Terminbuchung gerne an sabine.reimann[at]hs-duesseldorf[dot]de

In Kooperation mit dem Theaterkollektiv Pièrre.Vers geht der Erinnerungsort Alter Schlachthof mit der Bildungsangebotsreihe „Einmal Held*in sein?!“ in die nächste Runde: Für den Besuch des Theaterstücks „aktion:aktion“ können vom 22.09. bis 01.10. Termine für Schulklassen oder Seminargruppen vereinbart werden. Die Performance erzählt die Geschichte der „Aktion Rheinland“, einer Widerstandsgruppe aus Düsseldorf, die sich in den letzten Kriegstagen gegen die Nazi-Herrschaft auflehnte. Gespielt wird am Reeser Platz unter freiem Himmel, das Stück dauert etwa 70 Minuten. Der Theaterbesuch kann mit einer Bildungseinheit zum Thema Zivilcourage kombiniert werden, auch eine Vor- oder Nachbereitung mit Bildungsreferent*innen des Erinnerungsortes ist empfehlenswert.


Der Antifa-AK an der HSD präsentiert als Mitveranstalter:
INPUT – Antifaschistischer Themenabend in Düsseldorf

„Dunkle Mächte“? Funktion und Wirkungsweisen von Verschwörungserzählungen

Dienstag, 27. September, 19:30 Uhr, Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Mühlenstr. 29
Referent: Michael Fehrin (Antirassistisches Bildungsforum Rheinland)

Verschwörungen, Geheimgesellschaften und Komplotte sind für viele Menschen spannend, deutlich aufregender und zudem oft weniger aufwändig jedenfalls als die Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Studien, Geschichtsbüchern und seriös recherchierten Hintergrundartikeln.

Dazu kommt: „Die da oben“ lügen bekanntlich eh alle, Wissenschaft und Medien sind gekauft, und überhaupt bekommen „Normalbürger“ doch gar nicht mit, was wirklich geschieht. Warum Verschwörungserzählungen für viele – gerade in unsicheren Zeiten – so attraktiv sind, wo sie herkommen und welche Hintergründe sie haben, soll der Vortrag an historischen Beispielen erklären.

So war die wohl erfolgreichste Lügengeschichte aller Zeiten die „der jüdischen Weltverschwörung“. Die frei erfundenen „Protokolle der Weisen von Zion“ zeigen, welche Effekte auch die obskursten Anschuldigungen haben können. Und wenn man sich heute „QAnon“-Agitation anschaut, ist die strukturelle Ähnlichkeit nicht zu übersehen.

Es soll aber in dieser Veranstaltung auch diskutiert werden, wie kritisch hinterfragt werden kann, ohne in pure Spekulationen und Verschwörungserzählungen abzugleiten.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Edelweißpiratenfestivals Düsseldorf – veranstaltet von VVN BdA Düsseldorf, Mahn- und Gedenkstätte der Landeshauptstadt Düsseldorf & zakk – statt. „INPUT – antifaschistischer Themenabend in Düsseldorf“ existiert seit 2002 und findet in der Regel an jedem letzten Dienstag im Monat an wechselnden Orten statt. Aktuelle INPUT-Veranstalter: Antifaschistischer Arbeitskreis an der HSD, AG INPUT und Antirassistisches Bildungsforum Rheinland (ABR), in Kooperation mit SJD – Die Falken Düsseldorf. Ankündigungen finden sich auf Twitter (Input_Dus), Instagram (input_duesseldorf) und Facebook (input-antifaschistischer-themenabend).