Abschiebungen verhindern!

Das Refugee Support Project positioniert sich gegen das geplante Abschiebegefängnis am Düsseldorfer Flughafen

Regelmäßig starten vom Düsseldorfer Flughafen Flugzeuge mit Geflüchteten, die abgeschoben werden. Um Abschiebungen noch weiter zu vereinfachen, werden Geflüchtete manchmal vorher in Abschiebehaft genommen. Eine furchtbare Praxis – die Betroffenen werden behandelt, als hätten sie ein Verbrechen begangen. In Abschiebehaft haben Menschen kaum die Möglichkeit, Freund*innen und Familienangehörige zu kontaktieren. Auch Kontakte zu Anwält*innen werden fast verunmöglicht. Sie haben keinen Zugang zu Informationen. Als wir Anfang des Jahres von den Planungen erfuhren, haben wir gemeinsam mit anderen Gruppen, Organisationen und Aktivist*innen das Bündnis „Abschiebegefängnis verhindern – in Düsseldorf und überall“ gegründet. Gemeinsam werden wir uns bemühen, die Planungen zu stoppen. Denn wir sind überzeugt: Bleiberecht für alle Geflüchteten ist richtig – und möglich. Hier, auf unserer Instagram-Seite @refugeesupporthsd und auf www.abschiebegefaengnis-verhindern.de werdet ihr Informationen zu unseren Veranstaltungen und Aktionen finden.

Refugee Support Project


Der Antifa-AK an der HSD präsentiert als Mitveranstalter:

INPUT – antifaschistischer Themenabend in Düsseldorf
Dienstag, 31. Mai 2022, 19:30 Uhr, Kulturzentrum zakk, Fichtenstr. 40, Düsseldorf

Nazis im Krieg. Die extreme Rechte und der Ukraine-Krieg

Referent: Jörg Kronauer (freier Journalist aus London). In Kooperation mit dem zakk.

Für die extreme Rechte ist Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine schnell zu einem neuen Fokus ihrer Tätigkeit geworden. Aktivisten der russischen bzw. der ukrainischen Rechten nehmen auf beiden Seiten an den Kämpfen teil; international wahrgenommen wird insbesondere das ukrainische Bataillon „Asow“, das nicht zuletzt in den Kämpfen um Mariupol eine wichtige Rolle spielt. In dem Krieg geht es für die extreme Rechte auf beiden Seiten auch um Ziele, die für sie seit je große Bedeutung haben: Für die russische Rechte steht der Kampf um Territorien im Mittelpunkt, die sie für Russland in Anspruch nimmt; für die ukrainische Rechte geht es um den Kampf gegen ihren russischen Erzfeind, dessen Einfluss sie möglichst umfassend tilgen will. In beiden Ländern hat sich die extreme Rechte zudem bereits vor dem Krieg um Einfluss auf die Regierungspolitik bemüht – mit wechselndem Erfolg.

Auch die extreme Rechte außerhalb Russlands und der Ukraine wird von dem Krieg umfassend tangiert, teilweise sind einzelne Personen aus ihren Reihen – auch aus Deutschland – auf einer der beiden Seiten in den Krieg gezogen oder versuchen eine der Kriegsparteien unmittelbar zu unterstützen. Mehrere Organisationen, darunter bedeutende Parteien der europäischen extremen Rechten, haben sich zu einem plötzlichen Kurswechsel motiviert gesehen: weg von ihrer Kooperation mit Russland, hin zu einer erklärten Gegnerschaft zu dessen Angriffskrieg. Dabei spielen oft weniger ideologische denn vielmehr machtpolitische Erwägungen die zentrale Rolle. Dieser Kurswechsel wird freilich nicht von allen in der extremen Rechten geteilt.

Der Vortrag wird einen Einblick in die Aktivitäten der extremen Rechten im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg geben und aufzeigen, welche politischen Positionen zum Krieg in diesem Spektrum existieren, also auch, welche inhaltlichen Differenzen es gibt.

„INPUT – antifaschistischer Themenabend in Düsseldorf“ existiert seit 2002 und findet in der Regel an jedem letzten Dienstag im Monat an wechselnden Orten statt. Aktuelle INPUT-Veranstalter: Antifaschistischer Arbeitskreis an der HSD, AG INPUT und Antirassistisches Bildungsforum Rheinland (ABR), in Kooperation mit SJD – Die Falken Düsseldorf. Ankündigungen finden sich auf Instagram (input_duesseldorf) und Facebook (input-antifaschistischer-themenabend).

Vorankündigung für Juni 2022:

Dienstag, 28. Juni 2022, 19:30 Uhr, Zentrum Hinterhof, Corneliusstr. 108, Düsseldorf
Im „Gender-Wahn“?
Antifeminismus als Scharnier zwischen extremer Rechter, Konservatismus und bürgerlichem Mainstream. Referentin: Christiane Ritter (Antirassistisches Bildungsforum Rheinland). In Kooperation mit der Feministischen Aktion Düsseldorf.