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Vor 20 Jahren kamen bei einem Brandanschlag auf das Haus einer türkischen Familie in Solingen fünf Menschen um. Allzu viele Spuren im kollektiven Gedächtnis hat dieses Ereignis jedoch nicht hinterlassen, sonst hätte der NSU nicht so lange sein Unwesen treiben können. Jetzt aber laufen die Gedenkveranstaltungen an. In Düsseldorf meldet sich die Vergangenheit noch in anderer Form zurück. Städtische Museen sehen sich nämlich mit Forderungen nach Rückgaben von Gemälden konfrontiert, die jüdische Kunsthändler ab 1933 unter widrigen Umständen verkaufen mussten, um ihre Emigration zu finanzieren. Die Gegenwart ist indes auch nicht berauschend. So nimmt die Wohnungsnot immer mehr zu, und das neue Wohnraum-Konzept der Verwaltung wird daran kaum etwas ändern. Gegen solche und andere Zumutungen hilft nur noch Widerstand. Die Blockupy-Aktionen bieten hierzu wieder Gelegenheit.