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Corona-Epidemie, Ukraine-Krieg, Klimawandel – das kann doch einen Seemann nicht erschüttern! Oberbürgermeister Stephan Keller setzt unverdrossen weiter auf teure Leuchtturm-Projekte und will Mitte Juni die Zustimmung des Rates zu einem milliardenschweren Opern-Neubau einholen, obwohl ihm die Grünen von der Fahne gegangen sind. Auch an anderer Stelle soll es ganz kräftig in die raue See hineinblinken. Dahinter sieht es jedoch zappenduster aus. An der Elisabethstraße/Bachstraße reichen noch nicht einmal ein Grundstück zum Nulltarif und die städtische Wohnungsgesellschaft SWD als Bauherrin aus, um auf dem gesamten Areal bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Da ploppt schon mal die Systemfrage auf, erst recht, wenn Zwangsräumungen wegen Eigenbedarf erschwerend dazukommen. Und dann ist da ja noch der Krieg, und es wäre ein Wunder, wenn die Linke sich nicht auch darüber kräftig streiten würde. Für Kontroversen sorgt im Moment vor allem die Bündnis-Politik von Teilen der Friedensbewegung.